Grünflossen-Kampfwels
Hoplosternum littorale
Grünflossen-Kampfwels (Hoplosternum littorale), gehört zur Familie Callichthyidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der grünlich bis bräunlich schimmernde Kampfwels besitzt einen robusten, leicht abgeflachten und von Knochenplatten bedeckten Körper.
- Maulstellung: Beim Grünflossen-Kampfwels ist das Maul endständig platziert und er eignet sich gut zur Nahrungssuche am Gewässergrund.
- Die Art zeigt eine oliv- bis bräunlichgefärbte Oberseite mit grünlichem Schimmer sowie eine hellere Unterseite. Markante Knochenplatten und paarige Barteln prägen das Erscheinungsbild.
- Typisch für Hoplosternum littorale sind die kräftigen Knochenplatten entlang der Körperflanken und die ausgeprägten paarigen Barteln am Maul.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Grünflossen-Kampfwels entwickeln Männchen insbesondere während der Laichzeit verlängerte Bauchflossenstrahlen.
Lebensraum
Die Art besiedelt unterschiedlichste Süßwasserhabitate – von Flüssen und Gräben bis zu Sümpfen und zeitweise überfluteten Feldern.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf, Küstengewässer
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 21 - 29 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Hoplosternum littorale ist insbesondere im nördlichen Südamerika, beispielsweise in Guyana, Venezuela, Brasilien und den guayanischen Flusssystemen verbreitet. Auch in Trinidad und Tobago wird diese Art angetroffen.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Algenfresser
Der Grünflossen-Kampfwels ernährt sich am natürlichen Standort von Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Detritus sowie Pflanzenteilen.
Beute: Würmer, Insektenlarven, Algenreste, kleine Krebstiere, Detritus.
Verbreitung
Region: Südamerika, Karibik
Länder: Brasilien, Guyana, Venezuela, Trinidad und Tobago
Hoplosternum littorale ist insbesondere im nördlichen Südamerika, beispielsweise in Guyana, Venezuela, Brasilien und den guayanischen Flusssystemen verbreitet. Auch in Trinidad und Tobago wird diese Art angetroffen.
Galerie
Besonderheiten
- Die überwiegende Aktivität findet in der Dämmerung und nachts statt, wobei der Fisch dämmerungs- bis nachtaktiv erscheint.
- In der Regel sind die Tiere friedlich, leben in kleinen Gruppen und lassen sich häufig mit anderen friedlichen Arten vergesellschaften.
- Dieser Wels ist standorttreu und unternimmt keine größeren Wanderungen.
- Die Fortpflanzung erfolgt über Schaumnestbau, wobei das Männchen das Nest bewacht und das Gelege pflegt.
- Beim Fang mit Handnetzen ist durch die kräftigen Flossenstrahlen Vorsicht geboten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Unterordnung
- Loricarioidei
- Familie
- Callichthyidae
- Unterfamilie
- Callichthyinae
- Gattung
- Hoplosternum
- Art
- littorale
- Erstbeschreiber
- Hancock, 1828
- Synonyme
- Callichthys littoralis, Callichthys littorale
Morphologie
- Körperform
- Der grünlich bis bräunlich schimmernde Kampfwels besitzt einen robusten, leicht abgeflachten und von Knochenplatten bedeckten Körper.
- Maulstellung
- Beim Grünflossen-Kampfwels ist das Maul endständig platziert und er eignet sich gut zur Nahrungssuche am Gewässergrund.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Wirbel
- 31 - 33
- Seitenlinie
- 24 - 28
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Grünflossen-Kampfwels entwickeln Männchen insbesondere während der Laichzeit verlängerte Bauchflossenstrahlen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt über Schaumnestbau, wobei das Männchen das Nest bewacht und das Gelege pflegt.
- Laichtyp
- Schaumnestbauer, Freilaicher
- Brutpflege
- Das Männchen betreibt eine extensive Brutpflege, indem es das Schaumnest bewacht.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die überwiegende Aktivität findet in der Dämmerung und nachts statt, wobei der Fisch dämmerungs- bis nachtaktiv erscheint.
- Sozialverhalten
- In der Regel sind die Tiere friedlich, leben in kleinen Gruppen und lassen sich häufig mit anderen friedlichen Arten vergesellschaften.
- Wanderung
- Dieser Wels ist standorttreu und unternimmt keine größeren Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Regional besitzt die Art Bedeutung als Speisefisch und wird teilweise auch lokal gehandelt.
- Aquakultur
- Hoplosternum littorale wird in Teilen Südamerikas gezielt für die lokale Ernährung kultiviert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 54
- Quellen
- FishBase, IUCN, GBIF, Fachliteratur zur südamerikanischen Fauna
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
120 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mittelfett
Gering
Wie bei vielen Welsen gibt es wenige störende Gräten. Die Hauptgräte lässt sich leicht entfernen.
Einfach
Das Fleisch gilt als schmackhaft und wird in Südamerika gern gekocht oder gebraten verspeist.
Die Konsistenz des Fleisches ist relativ fest und angenehm.
Filets, Schwanz und Körper
Häuten empfiehlt sich wegen der dicken Haut, besonders bei größeren Exemplaren.
Klassisch werden die Filets gebraten, gekocht oder im Eintopf verarbeitet.
Filetstücke benötigen ca. 6-10 Minuten je nach Größe.
Petersilie, Koriander, Knoblauch, schwarzer Pfeffer
Reis, Kartoffeln, Gemüse
Helle Biere, frische Weißweine, Limonade
Den Fisch schuppen, häuten und gründlich abspülen, anschließend je nach Gericht grob oder fein filetieren.
Keine toxischen Bestandteile bekannt.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 120 l
ab 500 l
21 - 29 °C
6 - 8
1 - 20 dKH
Bodennah
Die Haltung gilt als robust und unkompliziert auch für Einsteiger, sofern eine weiche bis mittlere Wasserqualität gegeben ist.
Empfohlen sind Gruppen ab fünf Tieren für ein natürliches Sozialverhalten.
Die Vergesellschaftung mit anderen friedlichen und nicht zu kleinen Zierfischen ist in der Regel problemlos.
Pflanzen werden meist verschont, sofern ausreichend Platz und Ersatznahrung angeboten werden.
Eine geringe bis moderate Strömung sorgt für Wohlbefinden und gute Wasserqualität.
Im Aquarium werden Futtertabletten, Frost- und Lebendfutter sowie Flocken akzeptiert.
Überwinterung gelingt nur in frostfreien Teichen, da die Art keine Kälte verträgt.
Für die Zucht sind leicht erhöhte Temperaturen und genügend Schwimmpflanzen zum Schaumnestbau ideal.
Einfach
Mittel

