FischLex
KI-generiert

Sterba-Panzerwels

Corydoras sterbai

Sterba-Panzerwels (Corydoras sterbai), gehoert zur Familie Callichthyidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

6 cm, max 7.5 cmbis 8 Jahre0.1-2 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Sterba-Panzerwels besitzt einen kompakt gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Körper mit robusten Knochenplatten, die ein panzerartiges Erscheinungsbild ergeben.
  • Maulstellung: Beim Sterba-Panzerwels sitzt das Maul leicht subterminal; diese Stellung erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute und Detritus.
  • Charakteristisch sind kontrastreiche helle oder cremefarbene Punkte auf dunklem Kopf und Körper, wobei junge Tiere oft feinere Punktmuster zeigen; die Färbung variiert je nach Herkunft und Hälterung.
  • Sterba-Panzerwelse tragen seitlich knöcherne Schuppenreihen (Panzerplatten) und besitzen langen Barteln zur Nahrungssuche; außerdem wird gelegentlich Luft aus der Oberfläche aufgenommen und im Darm genutzt.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei diesem Panzerwels sind Weibchen im Vergleich zu Männchen allgemein fülliger und breiter am Bauch, Männchen bleiben schlanker; die Unterschiede sind bei ausgewachsenen Tieren gut erkennbar.

Lebensraum

Natürliche Fundorte sind langsam fließende Nebenarme und Überschwemmungszonen mit weichem Substrat, Laubaufkommen und dichter Vegetation; die Art bevorzugt geschützte, ruhige Bereiche nahe dem Ufer.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Überschwemmungsgebiet, Schlammgrund

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 22 - 26 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

Corydoras sterbai kommt ursprünglich im Einzugsgebiet des oberen Amazonas (insbesondere im Bereich des Río Mamoré) vor; in der Aquaristik ist die Art weit verbreitet und vielfach gezüchtet.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Detritusfresser, Insektenfresser

Als bodenorientierter Allesfresser nimmt der Sterba-Panzerwels Filtrierbares, kleine Wirbellose, Insektenlarven und Detritus auf; im Aquarium werden sinkende Pellets und lebend- bzw. Frostfutter gut angenommen.

Beute: In der Natur zählen Würmer, Insektenlarven und feine Detrituspartikel zu den Hauptnahrungsquellen; im Aquarium bevorzugt die Art sinkendes Futter und gelegentlich kleine Lebendfutterportionen.

In der Natur zählen Würmer
Insektenlarven und feine Detrituspartikel zu den Hauptnahrungsquellen
im Aquarium bevorzugt die Art sinkendes Futter und gelegentlich kleine Lebendfutterportionen.

Verbreitung

Region: Südamerika

Länder: Bolivien, Brasilien

Corydoras sterbai kommt ursprünglich im Einzugsgebiet des oberen Amazonas (insbesondere im Bereich des Río Mamoré) vor; in der Aquaristik ist die Art weit verbreitet und vielfach gezüchtet.

Besonderheiten

  • Der Sterba-Panzerwels ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders bei Dämmerung eine erhöhte Futtersuchaktivität.
  • Sehr gesellig: Sterba-Panzerwelse leben in Gruppen und zeigen bei ausreichender Besatzstärke koordiniertes Fress- und Ruheverhalten; Revierverhalten ist gering ausgeprägt.
  • Die Fortpflanzung erfolgt als Freilaichen auf Pflanzen und Substrat mit anschließendem Ablegen mehrerer Eier; Elterntiere zeigen keine Brutpflege.
Tagaktiv, DämmerungsaktivBodentierfresser, Detritusfresser, InsektenfresserHauptsächlich Aquaristik: Der Sterba-Panzerwels...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Siluriformes
Familie
Callichthyidae
Gattung
Corydoras
Art
sterbai
Erstbeschreiber
Dahl, 1951

Morphologie

Körperform
Der Sterba-Panzerwels besitzt einen kompakt gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Körper mit robusten Knochenplatten, die ein panzerartiges Erscheinungsbild ergeben.
Maulstellung
Beim Sterba-Panzerwels sitzt das Maul leicht subterminal; diese Stellung erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute und Detritus.
Geschlechtsunterschiede
Bei diesem Panzerwels sind Weibchen im Vergleich zu Männchen allgemein fülliger und breiter am Bauch, Männchen bleiben schlanker; die Unterschiede sind bei ausgewachsenen Tieren gut erkennbar.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt als Freilaichen auf Pflanzen und Substrat mit anschließendem Ablegen mehrerer Eier; Elterntiere zeigen keine Brutpflege.
Laichtyp
Substrat- und Pflanzenlaicher, die Eier an Blättern oder feinem Substrat absetzen.
Brutpflege
Nach dem Ablegen werden die Eier in der Regel nicht bewacht; gelegentlich sammeln Weibchen wenige Eier an Pflanzen, jedoch fehlt systematische Brutpflege.
Inkubation
4 Tage

Verhalten

Aktivität
Der Sterba-Panzerwels ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders bei Dämmerung eine erhöhte Futtersuchaktivität.
Sozialverhalten
Sehr gesellig: Sterba-Panzerwelse leben in Gruppen und zeigen bei ausreichender Besatzstärke koordiniertes Fress- und Ruheverhalten; Revierverhalten ist gering ausgeprägt.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Neotropis

Nutzung

Fischerei
Keine relevante Bedeutung für kommerzielle Fischerei; der Handel beschränkt sich auf Aquaristik und Zuchtbetriebe.
Aquakultur
Gering: Die Art wird in gezielter Aquarienzucht gehalten, spielt aber in der Ernährungsaquakultur keine Rolle.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; SeriouslyFish; Aquarium-Fachliteratur (Hobbyguides)

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 80 l

Temperatur

22 - 26 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Karbonathärte

3 - 12 dKH

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Für engagierte Einsteiger bis Fortgeschrittene geeignet; wichtig sind weicher Bodengrund, ausreichende Gruppenstärke und ruhige Wasserbereiche.

Gruppengröße

Mindestens sechs Exemplare empfehlen sich, da der Sterba-Panzerwels in kleineren Gruppen scheu und gestresst wirkt; größere Gruppen erhöhen das natürliche Verhalten.

Vergesellschaftung

Gut vergesellschaftbar mit friedlichen Beckenpartnern ähnlicher Wasseransprüche; aggressive oder sehr große Fische vermeiden, da sie Stress verursachen.

Pflanzen

Pflanzen sind förderlich: dichte Bepflanzung mit weichen Blättern bietet Rückzug und Laichsubstrat und wird vom Sterba-Panzerwels aktiv genutzt.

Strömung & Sauerstoff

Bevorzugt geringe bis mäßige Strömung, da zu starke Strömung das natürliche Gründelverhalten stören kann.

Futterannahme

Im Aquarium nimmt die Art willig sinkende Pellets, Granulate sowie Frost- und Lebendfutter; eine abwechslungsreiche Fütterung fördert Farbe und Gesundheit.

überwinterung

Sterba-Panzerwelse sind tropische Arten und eignen sich grundsätzlich nicht für unbeheizte Gartenteiche in mitteleuropäischen Wintern; eine Überwinterung erfordert beheizte Anlagen.

Nachzucht

Erfolgreiche Nachzucht gelingt bei weichem, leicht saurem Wasser, gedämpfter Beleuchtung, dichter Bepflanzung und Anfüttern mit proteinreichem Futter zur Geschlechtsreife; Laichverhalten wird durch leichte Temperaturerhöhung stimuliert.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Anpassungsfähig