Kupferpanzerwels
Corydoras aeneus
Kupferpanzerwels (Corydoras aeneus), gehoert zur Familie Callichthyidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakter, kurzrunder Körper mit leichter seitlicher Abflachung und deutlich gepanzerten Schildern entlang der Flanken; insgesamt wirkt die Silhouette gedrungen und bodenorientiert.
- Maulstellung: Der Kupferpanzerwels besitzt ein bauchständig ausgerichtetes Maul mit tastenden Barteln, mit dem er Nahrung vom Substrat aufnimmt und kleine Beutetiere lokalisiert.
- Typisch ist ein bronzefarbener bis olivgrüner Schimmer mit dunklen Punktreihen oder unregelmäßiger Wolkenzeichnung auf den Flanken; der Bauch ist heller und zeigt dadurch klassische Gegenfärbung.
- Kupferpanzerwelse tragen zwei Reihen knöcherner Panzerschilder (Scutes) entlang der Flanken und besitzen steife Brust- und Rückenstacheln, die als Abwehrmechanismus dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Bei dieser Art sind Weibchen in der Regel fülliger im Bauchbereich und erreichen eine größere Körpermasse, während Männchen oft schlanker sind und eine etwas höhere, schmalere Rückenflosse ausbilden.
Lebensraum
In langsam fließenden Gewässern, versumpften Seitenarmen und überfluteten Auen bevorzugt die Art weiche Substrate, reichlich Laub und Verstecke unter Pflanzen oder Wurzeln.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf, Schlammgrund, Bodennah, Bodenlebend
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 6 - 7.5
In Nordost-Südamerika ist der Kupferpanzerwels (Corydoras aeneus) vor allem in kleinen Zuflüssen, überschwemmten Wiesen und ruhigeren Nebenarmen des Amazonas sowie in Flusssystemen der Guianas verbreitet. Die Art besiedelt bevorzugt wärmere, flachere Bereiche mit dichter Vegetation und weichem Substrat.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Insektenfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser
Als Bodenfresser ernährt sich der Kupferpanzerwels überwiegend von Insektenlarven, kleineren Krebstieren, Würmern, Aufwuchs und organischem Detritus, wobei er Nahrung mittels seiner Barteln tastend lokalisiert.
Beute: Konkrete Nahrung umfasst Wasserinsektenlarven, kleine Krebse, Würmer, Biofilm und abbröselnde organische Partikel; in Aquarien werden Frost- und Granulatfutter sowie Bodentabletten gut angenommen.
Verbreitung
Region: Südamerika
Länder: Brasilien, Kolumbien, Venezuela, Guyana, Suriname, Peru
In Nordost-Südamerika ist der Kupferpanzerwels (Corydoras aeneus) vor allem in kleinen Zuflüssen, überschwemmten Wiesen und ruhigeren Nebenarmen des Amazonas sowie in Flusssystemen der Guianas verbreitet. Die Art besiedelt bevorzugt wärmere, flachere Bereiche mit dichter Vegetation und weichem Substrat.
Galerie
Besonderheiten
- Während der Dämmerung und in ruhigen Phasen des Tages ist die Art am aktivsten; in dichter Vegetation suchen die Tiere tagsüber Unterschlupf.
- Kupferpanzerwelse sind ausgesprochen gesellige Fische, sie bilden kleine Schwärme und zeigen kooperatives Suchverhalten am Boden; in Gefangenschaft führt Einzelhaltung schnell zu Stress und reduziert die natürlichen Sozialsignale.
- Paarbildend mit Laichabgabe an Substraten und Pflanzen
- Beim Umgang sind die stacheligen Flossen zu beachten, die schmerzhafte Einstiche verursachen können; außerdem sollten beim Sammeln in Naturgewässern lokale Regelungen beachtet werden.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Callichthyidae
- Unterfamilie
- Corydoradinae
- Gattung
- Corydoras
- Art
- aeneus
- Erstbeschreiber
- Gill, 1858
- Synonyme
- Callichthys aeneus
Morphologie
- Körperform
- Kompakter, kurzrunder Körper mit leichter seitlicher Abflachung und deutlich gepanzerten Schildern entlang der Flanken; insgesamt wirkt die Silhouette gedrungen und bodenorientiert.
- Maulstellung
- Der Kupferpanzerwels besitzt ein bauchständig ausgerichtetes Maul mit tastenden Barteln, mit dem er Nahrung vom Substrat aufnimmt und kleine Beutetiere lokalisiert.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Geschlechtsunterschiede
- Bei dieser Art sind Weibchen in der Regel fülliger im Bauchbereich und erreichen eine größere Körpermasse, während Männchen oft schlanker sind und eine etwas höhere, schmalere Rückenflosse ausbilden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Paarbildend mit Laichabgabe an Substraten und Pflanzen
- Laichtyp
- Weibchen klebt einzelne Eier an Pflanzenblättern oder anderen Oberflächen ab, Männchen besamt die Eier unmittelbar danach.
- Brutpflege
- Nach dem Ablaichen werden die Eier nicht aktiv gehütet; gelegentlich verbleiben Eltern in der Laichnähe, eine gezielte Brutpflege findet jedoch nicht statt.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Während der Dämmerung und in ruhigen Phasen des Tages ist die Art am aktivsten; in dichter Vegetation suchen die Tiere tagsüber Unterschlupf.
- Sozialverhalten
- Kupferpanzerwelse sind ausgesprochen gesellige Fische, sie bilden kleine Schwärme und zeigen kooperatives Suchverhalten am Boden; in Gefangenschaft führt Einzelhaltung schnell zu Stress und reduziert die natürlichen Sozialsignale.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Keine größere wirtschaftliche Bedeutung für die Fischerei; kommerziell relevant ist ausschließlich der Handel für Aquarien und gelegentliche Sammelaktivitäten in der Region.
- Aquakultur
- Aufgrund einfacher Haltungs- und Zuchtbedingungen ist die Art in der Aquaristik häufig gezüchtet und besitzt wirtschaftliche Relevanz für Züchter und Händler.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; Fachliteratur zu Callichthyidae; Aquaristik-Leitfäden zu Corydoras
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
22 - 28 °C
6 - 7.5
Bodennah
Der Kupferpanzerwels lässt sich mit grundlegender Wasserpflege und einer weichen Bodenzone gut halten; auf sauberes Wasser und eine ausreichende Gruppengröße ist besonders zu achten.
Für arttypisches Verhalten sollten Kupferpanzerwelse mindestens in Gruppen von sechs Tieren gehalten werden; größere Formationen (8–20) sind für stabile Sozialstrukturen vorteilhaft.
Friedliche Vergesellschaftung mit kleinen bis mittelgroßen Schwarmfischen und ruhigen Bodenbewohnern ist möglich; aggressive oder sehr große Arten sollten vermieden werden.
Pflanzenfreundlich: gedeiht gut in bepflanzten Aquarien mit dichten Laubzonen und niedrigen Pflanzen, an denen Eier abgelegt werden können.
Bevorzugt schwache bis mäßige Strömung, wie sie in ruhigen Seitenarmen vorkommt; starke Strömung sollte vermieden werden.
In Gefangenschaft nimmt die Art bereitwillig Frost-, Lebend- und Trockenfutter sowie spezielle Bodentabletten an und erweitert so diätetisch das Aquariumssystem.
Nachzuchten gelingen in Aquarien mit weichem, leicht saurem bis neutralem Wasser, feinem Substrat, dichten Pflanzen und regelmäßigen Wasserwechseln; Laichaktivität kann durch Temperatur- und Wasserwechselreize stimuliert werden.
Einfach
Mittel

