Pfefferpanzerwels
Corydoras paleatus
Pfefferpanzerwels (Corydoras paleatus), gehoert zur Familie Callichthyidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakter, gedrungener Körper mit verhärteten Seitenplatten; die Form ist bodenorientiert und für das Leben am Substrat optimiert.
- Maulstellung: Das Maul ist unterständig und mit Barteln versehen, wodurch der Pfefferpanzerwels Nahrung am Boden gezielt aufspürt.
- Das Rückenfeld ist unregelmäßig gefleckt bis marmoriert mit dunkleren Punkten auf hellbraunem Grund; der Bauch ist deutlich heller und zeigt die typische Gegenfärbung.
- Die Art besitzt knöcherne Plattenreihen (Panzer) entlang der Flanken, spitze Bruststacheln und kann kurzzeitig Luft schlucken und über den Darm zusätzliche Sauerstoff aufnehmen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Pfefferpanzerwels sind Männchen schlanker und oft etwas kleiner, während Weibchen rundlicher wirken und mehr Brutplatz im Bauch zeigen.
Lebensraum
In langsam fließenden Gewässern, Feuchtgebieten und Überschwemmungszonen lebt der Pfefferpanzerwels bevorzugt in seichten Bereichen mit dichter Vegetation, Laub- und Detritusauflage.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Schlammgrund
Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm, Feinsediment, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 18 - 25 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Die Verbreitung reicht über das Río-de-la-Plata-Becken in Argentinien und Uruguay bis in Teile des südlichen Brasiliens. Corydoras paleatus besiedelt dort stehende und schwach fließende Gewässer mit reichlich Pflanzenbewuchs.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Insektenfresser, Detritusfresser, Krebstierfresser
Als Bodenfresser nimmt der Pfefferpanzerwels kleine Wirbellose, Insektenlarven, Aufwuchs und Detritus auf; in Gefangenschaft wird er an Sinkfutter und gefrorene bzw. lebende Proteinfutter angepasst.
Beute: Bevorzugt werden Mückenlarven, Kleinkrebse, Aufwuchspartikel und organisches Feinmaterial; im Aquarium akzeptiert die Art Sinking-Pellets, Daphnien und Mückenlarven.
Verbreitung
Region: Südamerika, Nordamerika
Länder: Argentinien, Uruguay, Brasilien
Die Verbreitung reicht über das Río-de-la-Plata-Becken in Argentinien und Uruguay bis in Teile des südlichen Brasiliens. Corydoras paleatus besiedelt dort stehende und schwach fließende Gewässer mit reichlich Pflanzenbewuchs.
Galerie
Besonderheiten
- Typisch sind dämmerungs- und tagaktive Phasen; die Tiere sind am Boden geschäftig und suchen dort nach Nahrung.
- Pfefferpanzerwelse sind gesellige Schwarmfische, die in Gruppen Haltungssicherheit zeigen und als friedliche Bodenbewohner gelten.
- Lokale Verschiebungen zu Überflutungsflächen sind möglich, großräumige Wanderungen finden nicht statt.
- Bei der Balz umkreisen Männchen Weibchen; das Weibchen hält die Eier kurz in den Beckenschwimmhäuten und klebt sie an Pflanzen oder glatte Flächen.
- Keine bekannten Toxine; vorsichtiger Umgang wegen spitzer Bruststacheln empfohlen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Callichthyidae
- Gattung
- Corydoras
- Art
- paleatus
- Erstbeschreiber
- Jenyns, 1842
- Synonyme
- Callichthys paleatus
Morphologie
- Körperform
- Kompakter, gedrungener Körper mit verhärteten Seitenplatten; die Form ist bodenorientiert und für das Leben am Substrat optimiert.
- Maulstellung
- Das Maul ist unterständig und mit Barteln versehen, wodurch der Pfefferpanzerwels Nahrung am Boden gezielt aufspürt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 6
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Pfefferpanzerwels sind Männchen schlanker und oft etwas kleiner, während Weibchen rundlicher wirken und mehr Brutplatz im Bauch zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Bei der Balz umkreisen Männchen Weibchen; das Weibchen hält die Eier kurz in den Beckenschwimmhäuten und klebt sie an Pflanzen oder glatte Flächen.
- Laichtyp
- Eier werden an Substraten oder Pflanzen abgelegt und bleiben unbeaufsichtigt.
- Brutpflege
- Nach dem Ablegen verbleiben die Eier unbewacht; Eltern zeigen keine ausgeprägte Brutpflege.
- Inkubation
- 4 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Typisch sind dämmerungs- und tagaktive Phasen; die Tiere sind am Boden geschäftig und suchen dort nach Nahrung.
- Sozialverhalten
- Pfefferpanzerwelse sind gesellige Schwarmfische, die in Gruppen Haltungssicherheit zeigen und als friedliche Bodenbewohner gelten.
- Wanderung
- Lokale Verschiebungen zu Überflutungsflächen sind möglich, großräumige Wanderungen finden nicht statt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Kein kommerzieller Speisefisch; die Art wird kommerziell für den Aquarienmarkt gesammelt und gezüchtet.
- Aquakultur
- In der Aquaristik häufig nachgezüchtet, wodurch wildfangbedingte Entnahmen reduziert werden können.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN; Jenyns 1842; Aquaristik-Fachliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
18 - 25 °C
6 - 8
4 - 12 dKH
Bodennah
Als robustes Einsteigerfischchen toleriert der Pfefferpanzerwels Schwankungen, reagiert jedoch empfindlich auf verschmutztes Wasser und zu harte Strömung.
Für natürliches Verhalten sollten mindestens sechs Exemplare gepflegt werden; in größeren Aquarien kann die Gruppe entsprechend wachsen.
Gut vergesellschaftbar mit ruhigen, nicht räuberischen Arten; als Bodenbesatz bevorzugt friedliche Mitbewohner.
Pflanzen werden gut vertragen; feine und dichte Bepflanzung sowie Moos bieten Laich- und Versteckmöglichkeiten.
Vorzugsweise geringe bis mäßige Strömung, ruhige Bereiche mit Totzonen sind wichtig.
Nimmt in Gefangenschaft schnell kommerzielle Sinkpellets, Frost- und Lebendfutter an; abwechslungsreiche Kost fördert Gesundheit und Laichbereitschaft.
Einfache Nachzucht durch Temperaturwechsel (leicht kühleres Wasser gefolgt von Erwärmung) und reichlich feine Pflanzen oder Moos; Eier kleben an glatten Flächen.
Einfach
Anpassungsfähig

