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KI-generiert

Meerneunauge

Petromyzon marinus

Meerneunauge (Petromyzon marinus), gehört zur Familie Petromyzontidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

60 cm, max 120 cmmax 2.5 kgbis 8 Jahre0-200 m TiefeFleischfresserKI-generiert

Merkmale

  • Körperform: Das Meerneunauge besitzt einen langgestreckten, aalähnlichen Körper ohne Kiefer, der stromlinienförmig ist und das Fortbewegen in Küstengewässern und Fließgewässern erleichtert.
  • Maulstellung: Beim Meerneunauge ist das Maul zu einer runden Saugscheibe umgebildet, mit hornigen Zähnen, die das Anheften an Wirtsfische ermöglichen und so die parasitäre Nahrungserlangung unterstützen.
  • Typisch ist ein dunkelgrau bis braunes Rückenfeld und ein heller Bauch, bei adulten Tieren oft leicht marmoriert; Jungstadien (Ammocoeten) sind blass und sandfarben.
  • Besonders auffällig ist die rundliche Saugöffnung mit hornigen Zähnen, dazu sieben Kiemenspaltpaare und ein einzelnes Nasenloch oberhalb des Mauls; echte Kiefer fehlen.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Meerneunauge sind Weibchen meist etwas größer und massiger als Männchen; auffällige äußere Unterschiede fehlen ansonsten weitgehend.

Lebensraum

In langsam bis mäßig fließenden Flüssen baut das Meerneunauge Kiesmulden zur Fortpflanzung, während adulte Tiere in küstennahen Meerwasserbereichen parasitisch leben und in Flussmündungen sowie Ästuaren vorkommen.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Ästuar, Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Schlamm, Feinsediment

Temperatur: 0 - 25 Grad C

Petromyzon marinus kommt im Nordostatlantik vor, von der Iberischen Halbinsel und dem Mittelmeer bis zu den skandinavischen Küsten sowie an den atlantischen Küsten Nordamerikas; lokal tritt die Art in Nord- und Ostsee auf und wandert zu Flüssen auf, um dort zu laichen.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser

Erwachsene Meerneunaugen heften sich mit der Saugscheibe an Knochenfische, raspeln Haut und fressen Blut und Körperflüssigkeiten; Ammocoeten filtern dagegen mikroskopische Organikstoffe aus Sedimenten.

Beute: Als Wirte dienen häufig Hering, Dorsch, Makrele, Lachsartige und verschiedene Plattfische, die beim Meerneunauge in Küstengewässern parasitiert werden.

Als Wirte dienen häufig Hering
Dorsch
Makrele

Verbreitung

Region: Nordsee, Ostsee, Atlantik, Mittelmeer, Nordamerika, Europa, Westasien, Nordafrika

Länder: Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Russland, Schweden, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Petromyzon marinus kommt im Nordostatlantik vor, von der Iberischen Halbinsel und dem Mittelmeer bis zu den skandinavischen Küsten sowie an den atlantischen Küsten Nordamerikas; lokal tritt die Art in Nord- und Ostsee auf und wandert zu Flüssen auf, um dort zu laichen.

Besonderheiten

  • Während der Dämmerung und Nacht sind adulte Tiere oft aktiv und ziehen in Flussmündungen; die Larvenphase verläuft überwiegend zurückgezogen und bodenlebend.
  • Außerhalb der Laichzeit leben Meerneunaugen überwiegend einzelgängerisch, während sie zu den Wanderungen und beim Laichen kurzzeitig in Gruppen auftreten.
  • Anadrome Wanderungen kennzeichnen die Art: adulte Tiere wandern vom Meer in Süßwasserflüsse, um dort zu laichen und anschließend zu sterben.
  • Die Fortpflanzung erfolgt in Fließgewässern, wo Paare Kiesmulden bauen, Eier abgelegt und befruchtet werden; die Larven entwickeln sich mehrere Jahre im Sediment.
  • Ökonomisch relevant ist das Meerneunauge vor allem als Schädling in Beständen von Wanderfischen; zudem können Schadstoffbelastungen in Wirtsfischen bioakkumuliert auftreten.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresserIn einigen Regionen, besonders auf der Iberischen...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Petromyzontida
Ordnung
Petromyzontiformes
Familie
Petromyzontidae
Gattung
Petromyzon
Art
marinus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Das Meerneunauge besitzt einen langgestreckten, aalähnlichen Körper ohne Kiefer, der stromlinienförmig ist und das Fortbewegen in Küstengewässern und Fließgewässern erleichtert.
Maulstellung
Beim Meerneunauge ist das Maul zu einer runden Saugscheibe umgebildet, mit hornigen Zähnen, die das Anheften an Wirtsfische ermöglichen und so die parasitäre Nahrungserlangung unterstützen.
Geschlechtsunterschiede
Beim Meerneunauge sind Weibchen meist etwas größer und massiger als Männchen; auffällige äußere Unterschiede fehlen ansonsten weitgehend.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt in Fließgewässern, wo Paare Kiesmulden bauen, Eier abgelegt und befruchtet werden; die Larven entwickeln sich mehrere Jahre im Sediment.
Laichtyp
Kieslaicher; die Larven entwickeln sich als Ammocoeten im Sediment mehrere Jahre bevor Metamorphose und Abwanderung ins Meer erfolgen.
Brutpflege
Es findet keine Brutpflege statt; nach dem Laichen sterben adulte Tiere in der Regel (semelpar).
Inkubation
14 Tage

Verhalten

Aktivität
Während der Dämmerung und Nacht sind adulte Tiere oft aktiv und ziehen in Flussmündungen; die Larvenphase verläuft überwiegend zurückgezogen und bodenlebend.
Sozialverhalten
Außerhalb der Laichzeit leben Meerneunaugen überwiegend einzelgängerisch, während sie zu den Wanderungen und beim Laichen kurzzeitig in Gruppen auftreten.
Wanderung
Anadrome Wanderungen kennzeichnen die Art: adulte Tiere wandern vom Meer in Süßwasserflüsse, um dort zu laichen und anschließend zu sterben.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Nearktis

Nutzung

Fischerei
Historisch und regional wird Petromyzon marinus mit Reusen, Stellnetzen oder Speeren befischt; kommerzielle Bedeutung ist jedoch lokal beschränkt und rückläufig in vielen Regionen.
Aquakultur
keine Bedeutung für die moderne Aquakultur; Zuchtversuche sind begrenzt und nicht kommerziell etabliert.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; FAO; Fachliteratur zu Petromyzon marinus (z. B. Studien zu Lebenszyklus und Wanderverhalten).

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Das Meerneunauge hat statt harter Gräten überwiegend knorpelige Strukturen; für die Küche gilt der Fleischanteil als gut verwertbar.

Filetieren

Schwer

Geschmacksprofil

Das Fleisch gilt als kräftig und würzig, regional gern als geschmacksintensive Spezialität zubereitet, etwa in traditionellen Rezepten auf der Iberischen Halbinsel.

Fleischstruktur

Das Fleisch ist fest und kompakt, beim Kochen saftig, mit einer dichten Struktur, die kräftige Zubereitungsarten verträgt.

Verwertbare Teile

Fleischfilets und Rückenmuskel sind die hauptsächlichen verwertbaren Teile; innere Organe vor dem Kochen zu entfernen ist üblich.

Hautzubereitung

Haut und Kopf werden je nach Rezept entfernt oder mitverarbeitet; bei traditionellen Gerichten wird das Tier häufig ganz verarbeitet und ausgekocht.

Zubereitungsarten

In der Küche wird das Meerneunauge klassisch geschmort oder in kräftigen Saucen verarbeitet; außerdem eignen sich Suppen und längere Schmorgerichte.

Kräuter & Gewürze

Rotwein, Knoblauch, Lorbeer und Zwiebeln passen gut zu traditionellen Lamprey-Gerichten und betonen den kräftigen Geschmack.

Beilagen

Dunkle Kartoffelbeilagen, kräftiges Brot oder geschmortes Gemüse ergänzen die intensive Zubereitung des Meerneunauges.

Getränke

Ein vollmundiger Rotwein oder ein dunkles Bier passt gut zu den kräftigen Aromen.

Vorbereitung

Vor der Zubereitung gründlich ausbluten und die Innereien entfernen; wegen möglicher Schadstoffbelastung sollten größere Fische vor dem Verzehr geprüft werden.

Warnhinweise

Da Meerneunaugen in Küstengewässern Schadstoffe bioakkumulieren können, ist bei Verzehr aus belasteten Gewässern Vorsicht geboten und der Verzehr von sehr großen Exemplaren nicht empfohlen.