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KI-generiert

Bachneunauge

Lampetra planeri

Bachneunauge (Lampetra planeri), gehört zur Familie Petromyzontidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Detritusfresser.

8 cm, max 12 cmbis 6 Jahre0-2 m TiefeDetritusfresserKI-generiert

Merkmale

  • Körperform: Schlanker, aalähnlicher Körper mit glatter Haut; die Form ist an eine grabende Larvalphase und eine kurzlebige, erwachsene Phase ohne Nahrungsaufnahme angepasst.
  • Maulstellung: Beim Bachneunauge ist das Maul in eine runde Saugscheibe umgebildet, mit der sich die Tiere an Substrat und gelegentlich Wirtsfischen befestigen; diese Form unterstützt Saug- und Reibbewegungen.
  • Die Art weist ein unauffälliges, bräunlich-marmoriertes Oberseitenkleid mit hellerem Bauch auf, bei Laichtieren werden Rücken und Flanken dunkler und kontrastreicher.
  • Charakteristisch ist die runde, keratinbewehrte Saugscheibe mit Zähnen, die in Ringen angeordnet sind; außerdem fehlen branchenstachelartige Kiefer, die Larven besitzen ein ausgeprägtes Grabschaufel-System.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Bachneunauge sind geschlechtliche Unterschiede schwach ausgeprägt; während der Laichzeit zeigen Männchen oft dunklere Flanken und leichte Veränderungen der Kopfform zur Balz.

Lebensraum

In Deutschland kommt das Bachneunauge bevorzugt in klaren, kühlen Bächen und kleinen Flüssen mit sauerstoffreichem Wasser und kiesigem bis steinigem Substrat vor.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Kies, Fels / Stein, Feinsediment, Detritus / Laub

Temperatur: 4 - 20 Grad C

pH-Wert: 6 - 8

Das Bachneunauge (Lampetra planeri) ist in vielen wasserreichen Regionen Europas verbreitet, vor allem in kühlen, gut durchlüfteten Bächen und kleinen Flüssen von Westeuropa bis nach Mitteleuropa.

Ernährung

Ernährungsweise: Detritusfresser

Nahrungsschwerpunkte: Detritusfresser, Filtrierer, Algenfresser

Die Larven (Ammocoeten) filtern Detritus, Mikroalgen und Mikroorganismen aus Sedimenten; adulte Bachneunäuge nehmen im Allgemeinen keine Nahrung mehr auf und zehren von den Reserven.

Beute: Ammocoeten graben sich in weichen Sedimenten ein und ernähren sich durch Filtration von organischem Material und Mikroorganismen; adulte Tiere sind nicht ernährend.

Ammocoeten graben sich in weichen Sedimenten ein und ernähren sich durch Filtration von organischem Material und Mikroorganismen
adulte Tiere sind nicht ernährend.

Verbreitung

Region: Europa

Länder: Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Belgien, Österreich, Schweiz

Das Bachneunauge (Lampetra planeri) ist in vielen wasserreichen Regionen Europas verbreitet, vor allem in kühlen, gut durchlüfteten Bächen und kleinen Flüssen von Westeuropa bis nach Mitteleuropa.

Besonderheiten

  • Ammocoeten sind überwiegend grabend und dämmerungs- bis nachtaktiv; adulte Tiere sind zur Laichzeit vermehrt dämmerungs- und nachtaktiv.
  • Außerhalb der Laichzeit verhält sich das Bachneunauge zurückgezogen und überwiegend einzelgängerisch; zeitweise bilden sich beim Abwandern zur Laichzeit kleine Aggregationen.
  • Die Art ist im Lebenszyklus weitgehend standorttreu; lokale Wanderungen zur Laichstelle sind verbreitet, es handelt sich nicht um größere Meerwanderungen.
  • Die Fortpflanzung erfolgt in Strömungsbereichen, wo die Tiere Kiesbetten umgestalten und dort die Eier abgelegt werden.
  • Keine besonderen Gefahren bekannt; bei wissenschaftlicher Handhabung sind schonende Fangmethoden wegen der schutzwürdigen Populationen zu beachten.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivDetritusfresser, Filtrierer, AlgenfresserDas Bachneunauge hat kaum kommerzielle Bedeutung...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Petromyzontida
Ordnung
Petromyzontiformes
Familie
Petromyzontidae
Gattung
Lampetra
Art
planeri
Erstbeschreiber
Bloch, 1784
Synonyme
Lampetra planeri (historisch)

Morphologie

Körperform
Schlanker, aalähnlicher Körper mit glatter Haut; die Form ist an eine grabende Larvalphase und eine kurzlebige, erwachsene Phase ohne Nahrungsaufnahme angepasst.
Maulstellung
Beim Bachneunauge ist das Maul in eine runde Saugscheibe umgebildet, mit der sich die Tiere an Substrat und gelegentlich Wirtsfischen befestigen; diese Form unterstützt Saug- und Reibbewegungen.
Geschlechtsunterschiede
Beim Bachneunauge sind geschlechtliche Unterschiede schwach ausgeprägt; während der Laichzeit zeigen Männchen oft dunklere Flanken und leichte Veränderungen der Kopfform zur Balz.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt in Strömungsbereichen, wo die Tiere Kiesbetten umgestalten und dort die Eier abgelegt werden.
Laichtyp
Kieslaicher und Nestbauer, die mit Kiesbewegungen Laichmulden formen.
Brutpflege
Es findet keine Brutpflege im Sinne von Brutbewachung statt; Laichmulden werden zwar hergestellt, aber elterliche Betreuung nach der Eiablage fehlt.
Inkubation
14 Tage

Verhalten

Aktivität
Ammocoeten sind überwiegend grabend und dämmerungs- bis nachtaktiv; adulte Tiere sind zur Laichzeit vermehrt dämmerungs- und nachtaktiv.
Sozialverhalten
Außerhalb der Laichzeit verhält sich das Bachneunauge zurückgezogen und überwiegend einzelgängerisch; zeitweise bilden sich beim Abwandern zur Laichzeit kleine Aggregationen.
Wanderung
Die Art ist im Lebenszyklus weitgehend standorttreu; lokale Wanderungen zur Laichstelle sind verbreitet, es handelt sich nicht um größere Meerwanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Aquakultur
Keine relevante Bedeutung für Aquakultur; Nachzucht ist nur in spezialisierten Forschungsprojekten von Interesse.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN; GBIF; Maitland & Campbell (1992) Lampreys of the World