Marmorierter Lippfisch
Symphodus tinca
Marmorierter Lippfisch (Symphodus tinca), gehört zur Familie Labridae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Dieser Fisch besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper, was ihm im Seegras und zwischen Felsen gute Wendigkeit verleiht.
- Maulstellung: Beim Marmorierten Lippfisch ist das Maul endständig, was das Greifen kleiner Beutetiere zwischen Algen und Steinen erleichtert.
- Die Art ist durch eine marmorierte Färbung mit unterschiedlichen Braun-, Grün- und Gelbtönen gekennzeichnet. Männchen können während der Laichzeit auffällige Blau- und Rottöne im Kopfbereich aufweisen.
- Charakteristisch sind kräftige Lippen und eine lange, gezackte Rückenflosse, die von vielen Hart- und Weichstrahlen gestützt wird.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Marmorierten Lippfisch zeigen Männchen zur Brutzeit oft kräftigere Färbungen und werden deutlich größer als Weibchen.
Lebensraum
Symphodus tinca bewohnt bevorzugt Seegraswiesen, Felsküsten und algenreiche Bereiche der Küstenzone bis etwa 50 Meter Tiefe.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Fels / Stein, Pflanzenbestand
Temperatur: 12 - 25 Grad C
pH-Wert: 7.8 - 8.3
Der Marmorierte Lippfisch kommt im gesamten Mittelmeer, entlang der Atlantikküsten von Portugal bis Marokko sowie an den Küsten Nordwestafrikas vor. Er fehlt im Schwarzen Meer.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Weichtierfresser, Insektenfresser
Symphodus tinca ernährt sich hauptsächlich von Krebstieren, kleinen Muscheln, Schnecken und benthischen Insektenlarven.
Beute: Bevorzugte Nahrung sind Garnelen, kleine Krebse, Muscheln, Schnecken und Würmer.
Verbreitung
Region: Europa, Mittelmeer, Atlantik, Westasien, Nordafrika
Länder: Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Kroatien, Türkei, Marokko, Tunesien
Der Marmorierte Lippfisch kommt im gesamten Mittelmeer, entlang der Atlantikküsten von Portugal bis Marokko sowie an den Küsten Nordwestafrikas vor. Er fehlt im Schwarzen Meer.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist tagaktiv und folgt Beute zwischen Seegras, Algen und Felsen.
- Meist ist der Marmorierte Lippfisch einzelgängerisch oder lebt in kleinen, lockeren Gruppen, Männchen besetzen Reviere zur Brutzeit.
- Die Art ist weitgehend ortstreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderungen.
- Zur Fortpflanzung baut das Männchen ein Algennest und betreibt Brutpflege bis zum Schlupf der Larven.
- Keine Risiken für Menschen, ebenso kein invasives Potenzial bekannt.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Labriformes
- Familie
- Labridae
- Gattung
- Symphodus
- Art
- tinca
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
- Synonyme
- Crenilabrus tinca
Morphologie
- Körperform
- Dieser Fisch besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper, was ihm im Seegras und zwischen Felsen gute Wendigkeit verleiht.
- Maulstellung
- Beim Marmorierten Lippfisch ist das Maul endständig, was das Greifen kleiner Beutetiere zwischen Algen und Steinen erleichtert.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 15 - 17
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 8 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 9 - 10
- Wirbel
- 27 - 29
- Seitenlinie
- 37 - 39
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Marmorierten Lippfisch zeigen Männchen zur Brutzeit oft kräftigere Färbungen und werden deutlich größer als Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Zur Fortpflanzung baut das Männchen ein Algennest und betreibt Brutpflege bis zum Schlupf der Larven.
- Laichtyp
- Nestbauer im Seegras
- Brutpflege
- Männchen bewachen aktiv das Nest und die abgelegten Eier bis zum Schlupf.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist tagaktiv und folgt Beute zwischen Seegras, Algen und Felsen.
- Sozialverhalten
- Meist ist der Marmorierte Lippfisch einzelgängerisch oder lebt in kleinen, lockeren Gruppen, Männchen besetzen Reviere zur Brutzeit.
- Wanderung
- Die Art ist weitgehend ortstreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Regional als Speisefisch genutzt, jedoch ohne große wirtschaftliche Bedeutung.
- Aquakultur
- Praktisch keine Rolle in der Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, Atlas of Mediterranean Fishes, FAO
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Vormittag, Nachmittag
Mittel
Das Angeln auf Marmorierte Lippfische erfolgt meist mit feinem Grund- oder Posenangeln nahe Seegraswiesen und Felsküsten.
Maden, kleine Würmer oder Fischfetzen sind bewährte Köder.
Typische Fangplätze sind flache, küstennahe Felsregionen sowie Seegrasfelder bis 15 Meter Tiefe.
Empfohlen sind leichte Angelruten, dünne Schnur und kleine Haken aufgrund der vorsichtigen Bissweise.
Bei ruhigem, klarem Wasser und leichter Brandung sind die Fangchancen meist am besten.
Im Winter seltener für Angler erreichbar, da sich Tiere in tiefere Bereiche zurückziehen.
Oft vorsichtige, zupfende Bisse an leichten Posen zu erkennen.
Im Drill zeigen Marmorierte Lippfische ruckartige Fluchten und versuchen, Deckung in Felsen zu suchen.
Behutsames Keschern wird empfohlen; kleine Haken erleichtern das schonende Zurücksetzen.
Andere kleinere Lippfische oder Grundfische der Mittelmeerregion.
Lange Rückenflosse, marmorierte Färbung, kräftige Lippen und kompakter Kopf helfen bei der schnellen Unterscheidung.
In vielen Mittelmeerstaaten gilt mindestens eine Schonzeit oder Mindestmaß, lokale Vorschriften beachten.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
88 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mager
Enthält einige feine Gräten, aber das Filetieren fällt geübten Händen leicht.
Mittel
Das Fleisch ist mild im Geschmack und eignet sich für verschiedene mediterrane Zubereitungen.
Das Fleisch ist feinfaserig und zart in der Konsistenz.
Filets, ganzer Fisch oder Steaks nutzbar.
Haut sollte vor dem Braten oder Grillen entfernt werden, da sie relativ fest bleibt.
Empfohlen sind Braten in der Pfanne, Backen mit Kräutern oder das Garen als ganzer Fisch im Ofen.
Filets benötigen etwa 6–8 Minuten, ganze Fische je nach Größe 15–25 Minuten.
Petersilie, Thymian, Knoblauch, etwas Zitrone und ein Hauch Pfeffer harmonieren besonders gut.
Typisch mediterran: Ofengemüse, Salzkartoffeln oder frisches Baguette.
Ein trockener Weißwein, z. B. aus Südfrankreich oder Italien, passt bestens.
Gründlich entschuppen, filetieren und vor der Zubereitung mit Zitronensaft beträufeln.
Keine besonderen Risiken oder bekannten Schadstoffprobleme beim Verzehr.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 500 l
12 - 25 °C
7.8 - 8.3
8 - 20 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Die Haltung von Symphodus tinca erfordert ein großzügiges Meerwasseraquarium und ist eher erfahrenen Haltern zu empfehlen.
Meist als Einzeltier oder Paar zu pflegen, besonders dominantes Verhalten der Männchen zur Brutzeit.
Kann mit robusten Mittelmeerarten oder anderen mittelgroßen Meeresfischen vergesellschaftet werden.
Pflanzen werden meist ignoriert, Seegras wird für das Nest genutzt.
Mäßige Strömung bevorzugt, ausreichend Sauerstoff ist wichtig.
Frisst im Aquarium gerne Muschelfleisch, kleine Krebstiere und Futtergarnelen; nimmt auch Frostfutter an.
Nicht geeignet für Gartenteiche oder Süßwasser-Außengewässer.
Nachzucht gelingt nur selten, ein großer Algenbestand und saisonale Temperaturschwankungen fördern die Balz.
Schwer
Hell

