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Marmorierter Lippfisch

Symphodus tinca

Marmorierter Lippfisch (Symphodus tinca), gehört zur Familie Labridae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

25 cm, max 44 cmmax 1 kgbis 16 Jahre1-50 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Dieser Fisch besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper, was ihm im Seegras und zwischen Felsen gute Wendigkeit verleiht.
  • Maulstellung: Beim Marmorierten Lippfisch ist das Maul endständig, was das Greifen kleiner Beutetiere zwischen Algen und Steinen erleichtert.
  • Die Art ist durch eine marmorierte Färbung mit unterschiedlichen Braun-, Grün- und Gelbtönen gekennzeichnet. Männchen können während der Laichzeit auffällige Blau- und Rottöne im Kopfbereich aufweisen.
  • Charakteristisch sind kräftige Lippen und eine lange, gezackte Rückenflosse, die von vielen Hart- und Weichstrahlen gestützt wird.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Marmorierten Lippfisch zeigen Männchen zur Brutzeit oft kräftigere Färbungen und werden deutlich größer als Weibchen.

Lebensraum

Symphodus tinca bewohnt bevorzugt Seegraswiesen, Felsküsten und algenreiche Bereiche der Küstenzone bis etwa 50 Meter Tiefe.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Fels / Stein, Pflanzenbestand

Temperatur: 12 - 25 Grad C

pH-Wert: 7.8 - 8.3

Der Marmorierte Lippfisch kommt im gesamten Mittelmeer, entlang der Atlantikküsten von Portugal bis Marokko sowie an den Küsten Nordwestafrikas vor. Er fehlt im Schwarzen Meer.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Weichtierfresser, Insektenfresser

Symphodus tinca ernährt sich hauptsächlich von Krebstieren, kleinen Muscheln, Schnecken und benthischen Insektenlarven.

Beute: Bevorzugte Nahrung sind Garnelen, kleine Krebse, Muscheln, Schnecken und Würmer.

Bevorzugte Nahrung sind Garnelen
kleine Krebse
Muscheln

Verbreitung

Region: Europa, Mittelmeer, Atlantik, Westasien, Nordafrika

Länder: Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland, Kroatien, Türkei, Marokko, Tunesien

Der Marmorierte Lippfisch kommt im gesamten Mittelmeer, entlang der Atlantikküsten von Portugal bis Marokko sowie an den Küsten Nordwestafrikas vor. Er fehlt im Schwarzen Meer.

Besonderheiten

  • Die Art ist tagaktiv und folgt Beute zwischen Seegras, Algen und Felsen.
  • Meist ist der Marmorierte Lippfisch einzelgängerisch oder lebt in kleinen, lockeren Gruppen, Männchen besetzen Reviere zur Brutzeit.
  • Die Art ist weitgehend ortstreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderungen.
  • Zur Fortpflanzung baut das Männchen ein Algennest und betreibt Brutpflege bis zum Schlupf der Larven.
  • Keine Risiken für Menschen, ebenso kein invasives Potenzial bekannt.
TagaktivKrebstierfresser, Weichtierfresser, InsektenfresserFischerei und Freizeitangler stellen ihm im Mitte...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Labriformes
Familie
Labridae
Gattung
Symphodus
Art
tinca
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Crenilabrus tinca

Morphologie

Körperform
Dieser Fisch besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper, was ihm im Seegras und zwischen Felsen gute Wendigkeit verleiht.
Maulstellung
Beim Marmorierten Lippfisch ist das Maul endständig, was das Greifen kleiner Beutetiere zwischen Algen und Steinen erleichtert.
Rückenflosse Hartstrahlen
15 - 17
Rückenflosse Weichstrahlen
8 - 9
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
9 - 10
Wirbel
27 - 29
Seitenlinie
37 - 39
Geschlechtsunterschiede
Beim Marmorierten Lippfisch zeigen Männchen zur Brutzeit oft kräftigere Färbungen und werden deutlich größer als Weibchen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Zur Fortpflanzung baut das Männchen ein Algennest und betreibt Brutpflege bis zum Schlupf der Larven.
Laichtyp
Nestbauer im Seegras
Brutpflege
Männchen bewachen aktiv das Nest und die abgelegten Eier bis zum Schlupf.
Inkubation
3 Tage

Verhalten

Aktivität
Die Art ist tagaktiv und folgt Beute zwischen Seegras, Algen und Felsen.
Sozialverhalten
Meist ist der Marmorierte Lippfisch einzelgängerisch oder lebt in kleinen, lockeren Gruppen, Männchen besetzen Reviere zur Brutzeit.
Wanderung
Die Art ist weitgehend ortstreu und zeigt keine ausgeprägten Wanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Regional als Speisefisch genutzt, jedoch ohne große wirtschaftliche Bedeutung.
Aquakultur
Praktisch keine Rolle in der Aquakultur.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
48
Quellen
FishBase, IUCN, Atlas of Mediterranean Fishes, FAO

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer

Angelzeit

Vormittag, Nachmittag

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Das Angeln auf Marmorierte Lippfische erfolgt meist mit feinem Grund- oder Posenangeln nahe Seegraswiesen und Felsküsten.

Empfohlene Köder

Maden, kleine Würmer oder Fischfetzen sind bewährte Köder.

Fangplätze

Typische Fangplätze sind flache, küstennahe Felsregionen sowie Seegrasfelder bis 15 Meter Tiefe.

Ausrüstung

Empfohlen sind leichte Angelruten, dünne Schnur und kleine Haken aufgrund der vorsichtigen Bissweise.

Wetter & Mond

Bei ruhigem, klarem Wasser und leichter Brandung sind die Fangchancen meist am besten.

Winterverhalten

Im Winter seltener für Angler erreichbar, da sich Tiere in tiefere Bereiche zurückziehen.

Bissanzeige

Oft vorsichtige, zupfende Bisse an leichten Posen zu erkennen.

Drillverhalten

Im Drill zeigen Marmorierte Lippfische ruckartige Fluchten und versuchen, Deckung in Felsen zu suchen.

Landung & Abhaken

Behutsames Keschern wird empfohlen; kleine Haken erleichtern das schonende Zurücksetzen.

Typischer Beifang

Andere kleinere Lippfische oder Grundfische der Mittelmeerregion.

Schnell erkennen

Lange Rückenflosse, marmorierte Färbung, kräftige Lippen und kompakter Kopf helfen bei der schnellen Unterscheidung.

Regelhinweis

In vielen Mittelmeerstaaten gilt mindestens eine Schonzeit oder Mindestmaß, lokale Vorschriften beachten.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

62 °C

Energie

88 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Enthält einige feine Gräten, aber das Filetieren fällt geübten Händen leicht.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist mild im Geschmack und eignet sich für verschiedene mediterrane Zubereitungen.

Fleischstruktur

Das Fleisch ist feinfaserig und zart in der Konsistenz.

Verwertbare Teile

Filets, ganzer Fisch oder Steaks nutzbar.

Hautzubereitung

Haut sollte vor dem Braten oder Grillen entfernt werden, da sie relativ fest bleibt.

Zubereitungsarten

Empfohlen sind Braten in der Pfanne, Backen mit Kräutern oder das Garen als ganzer Fisch im Ofen.

Garzeit

Filets benötigen etwa 6–8 Minuten, ganze Fische je nach Größe 15–25 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Petersilie, Thymian, Knoblauch, etwas Zitrone und ein Hauch Pfeffer harmonieren besonders gut.

Beilagen

Typisch mediterran: Ofengemüse, Salzkartoffeln oder frisches Baguette.

Getränke

Ein trockener Weißwein, z. B. aus Südfrankreich oder Italien, passt bestens.

Vorbereitung

Gründlich entschuppen, filetieren und vor der Zubereitung mit Zitronensaft beträufeln.

Warnhinweise

Keine besonderen Risiken oder bekannten Schadstoffprobleme beim Verzehr.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 500 l

Temperatur

12 - 25 °C

pH-Wert

7.8 - 8.3

Karbonathärte

8 - 20 dKH

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten, Bodennah

Haltungsanspruch

Die Haltung von Symphodus tinca erfordert ein großzügiges Meerwasseraquarium und ist eher erfahrenen Haltern zu empfehlen.

Gruppengröße

Meist als Einzeltier oder Paar zu pflegen, besonders dominantes Verhalten der Männchen zur Brutzeit.

Vergesellschaftung

Kann mit robusten Mittelmeerarten oder anderen mittelgroßen Meeresfischen vergesellschaftet werden.

Pflanzen

Pflanzen werden meist ignoriert, Seegras wird für das Nest genutzt.

Strömung & Sauerstoff

Mäßige Strömung bevorzugt, ausreichend Sauerstoff ist wichtig.

Futterannahme

Frisst im Aquarium gerne Muschelfleisch, kleine Krebstiere und Futtergarnelen; nimmt auch Frostfutter an.

überwinterung

Nicht geeignet für Gartenteiche oder Süßwasser-Außengewässer.

Nachzucht

Nachzucht gelingt nur selten, ein großer Algenbestand und saisonale Temperaturschwankungen fördern die Balz.

Nachzuchtanspruch

Schwer

Beleuchtung

Hell