Kalifornischer Königslachs
Oncorhynchus tshawytscha
Kalifornischer Königslachs (Oncorhynchus tshawytscha), gehört zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der kräftige, stromlinienförmige Körper des Kalifornischen Königslachses ist ideal für lange Wanderungen in Meer und Fluss. Oncorhynchus tshawytscha besitzt einen ausgeprägten Schwanzstiel und kräftige Kiefer.
- Maulstellung: Beim Kalifornischen Königslachs ist das Maul endständig, wodurch er Beutetiere effektiv im offenen Wasser jagen kann.
- Junge Tiere sind silbrig mit dunklen Punkten auf Rücken, Schwanz- und Rückenflosse. Erwachsene färben sich zur Laichzeit oft kupferrot bis olivbraun und bilden einen auffälligen Laichhaken aus.
- Oncorhynchus tshawytscha weist eine kleine Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse auf, die typisch für Lachse ist.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Kalifornischen Königslachs entwickeln Männchen zur Laichzeit einen ausgeprägten Laichhaken sowie intensivere Färbung, während Weibchen vergleichsweise schlichter bleiben.
Lebensraum
Die Art lebt die meiste Zeit ihres Lebens im offenen Pazifik, zieht jedoch zum Laichen in Süßwasserflüsse der Westküste Nordamerikas.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Küstengewässer
Klimazone: Gemäßigt, Subpolar
Bodengrund: Kies
Temperatur: 4 - 17 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Der Kalifornische Königslachs ist entlang der pazifischen Küste Nordamerikas von Zentral-Kalifornien bis Alaska verbreitet. Eingeführte Populationen existieren in Neuseeland und Teilen Südamerikas.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Die Nahrung des Kalifornischen Königslachses besteht in Meerwasser hauptsächlich aus Fischen, Krebstieren und Tintenfischen.
Beute: Heringe, Lodden, Garnelen, junge Krebse, gelegentlich Insektenlarven
Verbreitung
Region: Nordamerika, Pazifik, Südamerika, Ozeanien
Länder: Neuseeland
Der Kalifornische Königslachs ist entlang der pazifischen Küste Nordamerikas von Zentral-Kalifornien bis Alaska verbreitet. Eingeführte Populationen existieren in Neuseeland und Teilen Südamerikas.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und folgt saisonalen Wanderbewegungen.
- Während der Hauptwachstumsphase lebt die Art meist solitär im Meer. Während der Laichwanderung sammeln sich große Gruppen in Flüssen.
- Der Kalifornische Königslachs ist für seine spektakulären, anadromen Laichwanderungen aus dem Ozean in Gebirgsflüsse bekannt.
- Die Eier werden in Kiesbetten der Flüsse abgelegt, wo sich die Jungfische nach dem Schlupf entwickeln.
- Für Fischkonsumenten bestehen keine besonderen Risiken, solange das Fleisch korrekt zubereitet wird.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Protacanthopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Gattung
- Oncorhynchus
- Art
- tshawytscha
- Erstbeschreiber
- Walbaum, 1792
- Synonyme
- Königslachs, Chinook, Spring Salmon, Tyee
Morphologie
- Körperform
- Der kräftige, stromlinienförmige Körper des Kalifornischen Königslachses ist ideal für lange Wanderungen in Meer und Fluss. Oncorhynchus tshawytscha besitzt einen ausgeprägten Schwanzstiel und kräftige Kiefer.
- Maulstellung
- Beim Kalifornischen Königslachs ist das Maul endständig, wodurch er Beutetiere effektiv im offenen Wasser jagen kann.
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 11 - 15
- Afterflosse Weichstrahlen
- 14 - 19
- Wirbel
- 61 - 72
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Kalifornischen Königslachs entwickeln Männchen zur Laichzeit einen ausgeprägten Laichhaken sowie intensivere Färbung, während Weibchen vergleichsweise schlichter bleiben.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Eier werden in Kiesbetten der Flüsse abgelegt, wo sich die Jungfische nach dem Schlupf entwickeln.
- Laichtyp
- Kieslaicher
- Brutpflege
- Es erfolgt keine Brutpflege: Weibchen bewachen nach dem Ablaichen ihre Eier kurzzeitig, danach überlassen sie diese ihrem Schicksal.
- Inkubation
- 90 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und folgt saisonalen Wanderbewegungen.
- Sozialverhalten
- Während der Hauptwachstumsphase lebt die Art meist solitär im Meer. Während der Laichwanderung sammeln sich große Gruppen in Flüssen.
- Wanderung
- Der Kalifornische Königslachs ist für seine spektakulären, anadromen Laichwanderungen aus dem Ozean in Gebirgsflüsse bekannt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Die Art ist ein äußerst wertvoller Speisefisch und eine der bedeutendsten Lachsarten der Pazifikfischerei.
- Aquakultur
- Oncorhynchus tshawytscha wird weltweit, besonders in Nordamerika und Neuseeland, intensiv in Aquakultur gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 68
- Quellen
- FishBase, IUCN, FAO, NOAA Fisheries
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Vormittag, Nachmittag, Abenddämmerung
Schwer
Regionale Fangquoten und Schonzeiten beachten – besonders in Laichzeiten sind vielerorts Einschränkungen vorgeschrieben.
Beliebte Methoden beim Fang sind Trolling im Meer und Spinnangeln oder Fliegenfischen in Flüssen.
Große Köderfische oder Lachs-Eierimitationen zeigen beim Chinook often gute Fangerfolge. Kunstköder wie Blinker und Wobbler funktionieren beim Spinnfischen zuverlässig.
Im Ozean werden häufig Flussmündungen, Küstenbereiche und tiefe Buchten befischt; im Süßwasser sind laichende Chinooks an schnell fließenden Unterläufen anzutreffen.
Starke Ruten mit robuster Multirolle werden für die Angelei auf Oncorhynchus tshawytscha empfohlen.
Starke Regenfälle können Laichwanderungen auslösen und die Fangchancen erhöhen.
In den Wintermonaten ziehen sich die meisten Populationen in tiefere Meeresregionen oder ruhige Flussabschnitte zurück.
Der Biss ist meist kraftvoll und direkt spürbar, oft mit heftigen Fluchtreaktionen verbunden.
Der Drill gilt als kraftvoll, oft mit Sprüngen und langen, schnellen Fluchten.
Ein stabiler Kescher ist für große Exemplare ratsam. Fische sollten wegen der empfindlichen Schuppen weder ans Ufer gezogen noch lange außerhalb des Wassers gehalten werden.
Typische Beifänge sind andere Lachsarten, Steelhead-Forellen sowie pazifische Dorsche.
Großer Kieferhaken bei Männchen, silbrig glänzender Körper mit dunklen Punkten, auffällige Fettflosse.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung56 °C
200 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mittelfett
Mittel
Der Grätenanteil ist moderat und typisch für größere Salmoniden leicht zu entfernen.
Mittel
Das Fleisch ist bekannt für seinen aromatischen, leicht nussigen Geschmack und die feste Konsistenz.
Der Kalifornische Königslachs zeichnet sich durch eher festes, feinfaseriges Fleisch aus.
Filet, Bauchlappen und Kaviar sind verwertbar.
Die Haut kann mitgegart werden, wenn sie vorher entschuppt wurde; sie wird beim Grillen besonders knusprig.
Räuchern, Grillen und Backen zählen zu den beliebtesten Zubereitungsarten. Auch für Sushi und Sashimi ist frischer Oncorhynchus tshawytscha geeignet.
Filets benötigen je nach Dicke etwa 8–12 Minuten bei direkter Hitze.
Dill, Zitronensaft, Pfeffer und Knoblauch harmonieren sehr gut mit dem Lachsaroma.
Salzkartoffeln, Blattspinat oder Grillgemüse gelten als klassische Beilagen.
Trockene Weißweine, leichte Rotweine oder ein frisches Bier begleiten den Fisch harmonisch.
Filets gut entwässern und eventuelle Gräten mit einer Pinzette entfernen. Bei Sushi-Verzehr stets auf Frische und Kühlung achten.
Roher Konsum erfordert absolute Frische; bei Wildfisch besteht ein geringes Parasitenrisiko.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

