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Silberlachs

Oncorhynchus kisutch

Silberlachs (Oncorhynchus kisutch), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

60 cm, max 97 cmmax 12 kgbis 5 Jahre0-200 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Die Körperform ist stromlinienförmig und auf schnelle Schwimmbewegungen ausgelegt; juvenilen und adulten Stadien zeigen ähnliche Proportionen.
  • Maulstellung: Das Maul ist endständig (terminal) und ermöglicht dem Silberlachs, aktive Beute im Freiwasser zu ergreifen.
  • Im Meer hat die Art einen blaugrünen bis dunkelblauen Rücken und silbrig schimmernde Flanken mit dunklen, unregelmäßigen Punkten auf Rücken und oberem Schwanzstiel; während des Laichzuges verfärben sich die Flanken intensiv rot und der Rücken dunkler.
  • Typische Merkmale sind die kleine Fettflosse (Adiposefin) hinter der Rückenflosse sowie bei Laichmännchen der ausgeprägte Kieferhaken; die Kiemenrechen sind für die Aufnahme von Fischen und Wirbellosen angepasst.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Silberlachs unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Laichzeit: Männchen entwickeln häufig einen kräftigen Kieferhaken (Kype) und eine intensivere rote Seitenfärbung, während Weibchen insgesamt rundere Körperformen zeigen.

Lebensraum

In langsam bis mäßig schnell fliessenden Flussabschnitten sucht die Art Kiesstrecken zur Eiablage auf, während sie im Ozean weite pelagische und küstennahe Bereiche zur Nahrungssuche nutzt.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser, Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Kies, Kein Substratbezug

Temperatur: 0 - 20 Grad C

Der Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) kommt im Nordpazifik vor, von Küstengewässern Ostasiens über die russische Pazifikküste bis zu den Küsten Nordamerikas; anadrome Bestände wandern aus dem Meer in Flüsse zur Fortpflanzung.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Insektenfresser

Junge Silberlachse ernähren sich zunächst von Insektenlarven und Zooplankton, während adulte Fische vermehrt kleine Fische, Krebse und Tintenfische fressen.

Beute: Als Nahrung dienen vor allem Heringartige, kleinere Schwarmfische, Garnele-ähnliche Krebstiere und im Süßwasser auch aquatische Insektenlarven.

Als Nahrung dienen vor allem Heringartige
kleinere Schwarmfische
Garnele-ähnliche Krebstiere und im Süßwasser auch aquatische Insektenlarven.

Verbreitung

Region: Nordamerika, Pazifik, Ostasien, Europa

Länder: Vereinigte Staaten, Kanada, Japan, Russland

Der Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) kommt im Nordpazifik vor, von Küstengewässern Ostasiens über die russische Pazifikküste bis zu den Küsten Nordamerikas; anadrome Bestände wandern aus dem Meer in Flüsse zur Fortpflanzung.

Besonderheiten

  • Während der Wachstums- und Aufzuchtphasen sind Silberlachse vorwiegend tagaktiv; während des Laichzuges treten vermehrt dämmerungsaktive Bewegungen auf.
  • Im Meer bilden Silberlachse häufig lockere Schulen; während des Laichzugs sind sie in Flussabschnitten territorialer und einzelgängerischer bei der Revierverteidigung um Laichplätze.
  • Silberlachse sind anadrom: sie verbringen den Großteil des Wachstums im Meer und kehren zur Fortpflanzung in die Süßwasserflüsse zurück, in denen sie geboren wurden.
  • Die Art laicht in Flüssen: Weibchen graben mit der Schwanzflosse eine Rinne im Kies, in die Eier abgelegt und sofort befruchtet werden.
  • Rohverzehr kann Parasitenübertragung (z. B. Anisakis) begünstigen; daher empfiehlt sich bei Hausgebrauch korrektes Tiefgefrieren oder ausreichendes Erhitzen.
Tagaktiv, DämmerungsaktivFischfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresse...Der Silberlachs hat wirtschaftliche Bedeutung als...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Salmoniformes
Familie
Salmonidae
Gattung
Oncorhynchus
Art
kisutch
Erstbeschreiber
(Walbaum, 1792)
Synonyme
Salmo kisutch, Salmo kisutch (alt.)

Morphologie

Körperform
Die Körperform ist stromlinienförmig und auf schnelle Schwimmbewegungen ausgelegt; juvenilen und adulten Stadien zeigen ähnliche Proportionen.
Maulstellung
Das Maul ist endständig (terminal) und ermöglicht dem Silberlachs, aktive Beute im Freiwasser zu ergreifen.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
12 - 14
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
10 - 12
Wirbel
60 - 62
Seitenlinie
120 - 140
Geschlechtsunterschiede
Beim Silberlachs unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Laichzeit: Männchen entwickeln häufig einen kräftigen Kieferhaken (Kype) und eine intensivere rote Seitenfärbung, während Weibchen insgesamt rundere Körperformen zeigen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Art laicht in Flüssen: Weibchen graben mit der Schwanzflosse eine Rinne im Kies, in die Eier abgelegt und sofort befruchtet werden.
Laichtyp
Kieslaicher in fließenden Abschnitten; Eier werden in ausgegrabene Rinnen (Redds) abgelegt.
Brutpflege
Nach dem Ablaichen existiert keine ausgeprägte Brutpflege; beide Elternteile können Laichplätze nutzen, zeigen aber keine aktive Brutbetreuung über das Ablaichen hinaus.
Inkubation
40 Tage

Verhalten

Aktivität
Während der Wachstums- und Aufzuchtphasen sind Silberlachse vorwiegend tagaktiv; während des Laichzuges treten vermehrt dämmerungsaktive Bewegungen auf.
Sozialverhalten
Im Meer bilden Silberlachse häufig lockere Schulen; während des Laichzugs sind sie in Flussabschnitten territorialer und einzelgängerischer bei der Revierverteidigung um Laichplätze.
Wanderung
Silberlachse sind anadrom: sie verbringen den Großteil des Wachstums im Meer und kehren zur Fortpflanzung in die Süßwasserflüsse zurück, in denen sie geboren wurden.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Nearktis, Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Silberlachse werden kommerziell in Küstenfischereien gefangen, besonders während der Küsten- und Flusswanderungen, und gehören zu regional wichtigen Fischmengen.
Aquakultur
Die Art wird in manchen Regionen in Aquakultur gehalten, allerdings spielt sie weltweit eine geringere Rolle als Atlantischer Lachs; Zuchtprogramme werden auch zur Bestandsstützung eingesetzt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; NOAA Fisheries; FAO species fact sheets

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung, Ganztägig

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Für den sportlichen Fang eignen sich Küsten- und Flussansitze mit Spinn-, Fliege- oder Pilk-Techniken; beim Silberlachs werden in küstennahen Bereichen auch Schlepp- und Bootsmethoden angewendet.

Empfohlene Köder

Beim Silberlachs haben sich Köderfische, künstliche Wobbler, Blinkern (Spoons) und Fliegen bewährt; saisonal können lokale Beifänge als natürlicher Köder sehr effektiv sein.

Fangplätze

Typische Fangplätze sind Flussmündungen, Gezeitenzonen, küstennahe Upwelling-Bereiche und enge Flussabschnitte während des Laichzugs; dort sammelt sich der Silberlachs für Wanderungen.

Ausrüstung

Robuste Spinnruten oder Fliegenruten mittlerer bis starker Klasse, geflochtene Schnüre und robuste Rollen sind für den Umgang mit den kräftigen Fluchten des Silberlachses empfehlenswert.

Wetter & Mond

Futteraktivität und Zugverhalten werden stark von Wassertemperatur, Gezeiten und Niederschlagsereignissen beeinflusst; milde, windarme Bedingungen fördern häufig aktives Fressen.

Winterverhalten

Im Winter verlagern sich Silberlachse oft in küstennähere, tiefere Wasserschichten oder in oceanische Futtergebiete mit stabileren Temperaturen.

Bissanzeige

Anschläge sind oft kräftig und direkt, gelegentlich begleiten Runs und wiederholte Testbisse vor dem endgültigen Hakenbiss.

Drillverhalten

Die Art zeigt kraftvolle Fluchten, wiederholte Sprünge und Ausdauer im Drill, weshalb Landung und Kescher gut vorbereitet sein sollten.

Landung & Abhaken

Schonender Umgang mit feuchten Händen oder Handschuhen, zügiges Entfernen des Hakens und rasche Rückkehr ins Wasser bei Releasing verbessern Überlebenschancen; barbless Haken erleichtern Rücknahmen.

Typischer Beifang

Beim Fischfang können andere Lachse, Meerforellen, Heringe und juvenile Grundfische als Beifang auftreten.

Schnell erkennen

Silberglänzende Flanken, dunkle Flecken auf Rücken und oberem Schwanzstiel, kleine Fettflosse und bei Laichmännchen ein Kieferhaken sind schnelle Erkennungsmerkmale.

Regelhinweis

Regionale Schonzeiten, Mindestmaße und Fanglimits variieren stark; vor dem Angeln lokale Fischereibestimmungen für Silberlachs beachten.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

63 °C

Energie

200 kcal / 100 g

Eiweiß

22 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Silberlachs hat mittleren Grätenanteil mit einigen Pinbones, die beim Filetieren entfernt werden sollten.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch des Silberlachses ist aromatisch und leicht ölig, mit kräftigem, roten bis orangenem Fleisch, das sich gut zum Grillen, Räuchern und Kurzbraten eignet.

Fleischstruktur

Die Fleischstruktur ist fest und saftig; beim Garen bleibt das Filet kompakt mit angenehmer Bissfestigkeit.

Verwertbare Teile

Primär Filets und Rogen; auch Steak-Schnitte sind möglich, Kopf und Gräten können Fonds geben.

Hautzubereitung

Für Grill und Pfanne wird die Haut meist auf der Hautseite knusprig gebraten; zuvor sorgfältig entgräten und bei Bedarf entschuppen.

Zubereitungsarten

Grillen, Braten in der Pfanne, Backen oder Räuchern sind klassische Zubereitungsarten; auch Pochieren und schonendes Dämpfen gelingen.

Garzeit

Filets mit einer Dicke von etwa 2–3 cm benötigen in der Pfanne oder auf dem Grill etwa 6–10 Minuten, bis sie durchgegart sind.

Kräuter & Gewürze

Frische Kräuter wie Dill, Petersilie, Zitronenabrieb und schwarzer Pfeffer passen gut zur Aromatik des Silberlachs.

Beilagen

Kartoffeln, grünes Gemüse wie Bohnen oder gedünsteten Spinat und leichte Salate ergänzen den Silberlachs geschmacklich.

Getränke

Trockene Weißweine (z. B. Sauvignon Blanc) oder leichte Rote mit moderater Säure harmonieren gut mit dem Fettgehalt.

Vorbereitung

Vor dem Garen Pinbones mit einer Pinzetten entfernen, bei Räuchern kurz anpökeln; für intensiveren Geschmack Marinaden oder eine leichte Beize verwenden.

Warnhinweise

Beim Verzehr von Rohware besteht ein geringes Risiko für Parasitenbefall (Anisakiden); Gefährdung minimiert sich durch Tiefkühlen oder ausreichendes Erhitzen.