Silberlachs
Oncorhynchus kisutch
Silberlachs (Oncorhynchus kisutch), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Körperform ist stromlinienförmig und auf schnelle Schwimmbewegungen ausgelegt; juvenilen und adulten Stadien zeigen ähnliche Proportionen.
- Maulstellung: Das Maul ist endständig (terminal) und ermöglicht dem Silberlachs, aktive Beute im Freiwasser zu ergreifen.
- Im Meer hat die Art einen blaugrünen bis dunkelblauen Rücken und silbrig schimmernde Flanken mit dunklen, unregelmäßigen Punkten auf Rücken und oberem Schwanzstiel; während des Laichzuges verfärben sich die Flanken intensiv rot und der Rücken dunkler.
- Typische Merkmale sind die kleine Fettflosse (Adiposefin) hinter der Rückenflosse sowie bei Laichmännchen der ausgeprägte Kieferhaken; die Kiemenrechen sind für die Aufnahme von Fischen und Wirbellosen angepasst.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Silberlachs unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Laichzeit: Männchen entwickeln häufig einen kräftigen Kieferhaken (Kype) und eine intensivere rote Seitenfärbung, während Weibchen insgesamt rundere Körperformen zeigen.
Lebensraum
In langsam bis mäßig schnell fliessenden Flussabschnitten sucht die Art Kiesstrecken zur Eiablage auf, während sie im Ozean weite pelagische und küstennahe Bereiche zur Nahrungssuche nutzt.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser, Ozeanisches Freiwasser
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Kies, Kein Substratbezug
Temperatur: 0 - 20 Grad C
Der Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) kommt im Nordpazifik vor, von Küstengewässern Ostasiens über die russische Pazifikküste bis zu den Küsten Nordamerikas; anadrome Bestände wandern aus dem Meer in Flüsse zur Fortpflanzung.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Insektenfresser
Junge Silberlachse ernähren sich zunächst von Insektenlarven und Zooplankton, während adulte Fische vermehrt kleine Fische, Krebse und Tintenfische fressen.
Beute: Als Nahrung dienen vor allem Heringartige, kleinere Schwarmfische, Garnele-ähnliche Krebstiere und im Süßwasser auch aquatische Insektenlarven.
Verbreitung
Region: Nordamerika, Pazifik, Ostasien, Europa
Länder: Vereinigte Staaten, Kanada, Japan, Russland
Der Silberlachs (Oncorhynchus kisutch) kommt im Nordpazifik vor, von Küstengewässern Ostasiens über die russische Pazifikküste bis zu den Küsten Nordamerikas; anadrome Bestände wandern aus dem Meer in Flüsse zur Fortpflanzung.
Galerie
Besonderheiten
- Während der Wachstums- und Aufzuchtphasen sind Silberlachse vorwiegend tagaktiv; während des Laichzuges treten vermehrt dämmerungsaktive Bewegungen auf.
- Im Meer bilden Silberlachse häufig lockere Schulen; während des Laichzugs sind sie in Flussabschnitten territorialer und einzelgängerischer bei der Revierverteidigung um Laichplätze.
- Silberlachse sind anadrom: sie verbringen den Großteil des Wachstums im Meer und kehren zur Fortpflanzung in die Süßwasserflüsse zurück, in denen sie geboren wurden.
- Die Art laicht in Flüssen: Weibchen graben mit der Schwanzflosse eine Rinne im Kies, in die Eier abgelegt und sofort befruchtet werden.
- Rohverzehr kann Parasitenübertragung (z. B. Anisakis) begünstigen; daher empfiehlt sich bei Hausgebrauch korrektes Tiefgefrieren oder ausreichendes Erhitzen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Gattung
- Oncorhynchus
- Art
- kisutch
- Erstbeschreiber
- (Walbaum, 1792)
- Synonyme
- Salmo kisutch, Salmo kisutch (alt.)
Morphologie
- Körperform
- Die Körperform ist stromlinienförmig und auf schnelle Schwimmbewegungen ausgelegt; juvenilen und adulten Stadien zeigen ähnliche Proportionen.
- Maulstellung
- Das Maul ist endständig (terminal) und ermöglicht dem Silberlachs, aktive Beute im Freiwasser zu ergreifen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 12 - 14
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 10 - 12
- Wirbel
- 60 - 62
- Seitenlinie
- 120 - 140
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Silberlachs unterscheiden sich Männchen und Weibchen vor allem während der Laichzeit: Männchen entwickeln häufig einen kräftigen Kieferhaken (Kype) und eine intensivere rote Seitenfärbung, während Weibchen insgesamt rundere Körperformen zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art laicht in Flüssen: Weibchen graben mit der Schwanzflosse eine Rinne im Kies, in die Eier abgelegt und sofort befruchtet werden.
- Laichtyp
- Kieslaicher in fließenden Abschnitten; Eier werden in ausgegrabene Rinnen (Redds) abgelegt.
- Brutpflege
- Nach dem Ablaichen existiert keine ausgeprägte Brutpflege; beide Elternteile können Laichplätze nutzen, zeigen aber keine aktive Brutbetreuung über das Ablaichen hinaus.
- Inkubation
- 40 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Während der Wachstums- und Aufzuchtphasen sind Silberlachse vorwiegend tagaktiv; während des Laichzuges treten vermehrt dämmerungsaktive Bewegungen auf.
- Sozialverhalten
- Im Meer bilden Silberlachse häufig lockere Schulen; während des Laichzugs sind sie in Flussabschnitten territorialer und einzelgängerischer bei der Revierverteidigung um Laichplätze.
- Wanderung
- Silberlachse sind anadrom: sie verbringen den Großteil des Wachstums im Meer und kehren zur Fortpflanzung in die Süßwasserflüsse zurück, in denen sie geboren wurden.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis, Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Silberlachse werden kommerziell in Küstenfischereien gefangen, besonders während der Küsten- und Flusswanderungen, und gehören zu regional wichtigen Fischmengen.
- Aquakultur
- Die Art wird in manchen Regionen in Aquakultur gehalten, allerdings spielt sie weltweit eine geringere Rolle als Atlantischer Lachs; Zuchtprogramme werden auch zur Bestandsstützung eingesetzt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; NOAA Fisheries; FAO species fact sheets
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangSommer, Herbst
Morgendämmerung, Abenddämmerung, Ganztägig
Mittel
Für den sportlichen Fang eignen sich Küsten- und Flussansitze mit Spinn-, Fliege- oder Pilk-Techniken; beim Silberlachs werden in küstennahen Bereichen auch Schlepp- und Bootsmethoden angewendet.
Beim Silberlachs haben sich Köderfische, künstliche Wobbler, Blinkern (Spoons) und Fliegen bewährt; saisonal können lokale Beifänge als natürlicher Köder sehr effektiv sein.
Typische Fangplätze sind Flussmündungen, Gezeitenzonen, küstennahe Upwelling-Bereiche und enge Flussabschnitte während des Laichzugs; dort sammelt sich der Silberlachs für Wanderungen.
Robuste Spinnruten oder Fliegenruten mittlerer bis starker Klasse, geflochtene Schnüre und robuste Rollen sind für den Umgang mit den kräftigen Fluchten des Silberlachses empfehlenswert.
Futteraktivität und Zugverhalten werden stark von Wassertemperatur, Gezeiten und Niederschlagsereignissen beeinflusst; milde, windarme Bedingungen fördern häufig aktives Fressen.
Im Winter verlagern sich Silberlachse oft in küstennähere, tiefere Wasserschichten oder in oceanische Futtergebiete mit stabileren Temperaturen.
Anschläge sind oft kräftig und direkt, gelegentlich begleiten Runs und wiederholte Testbisse vor dem endgültigen Hakenbiss.
Die Art zeigt kraftvolle Fluchten, wiederholte Sprünge und Ausdauer im Drill, weshalb Landung und Kescher gut vorbereitet sein sollten.
Schonender Umgang mit feuchten Händen oder Handschuhen, zügiges Entfernen des Hakens und rasche Rückkehr ins Wasser bei Releasing verbessern Überlebenschancen; barbless Haken erleichtern Rücknahmen.
Beim Fischfang können andere Lachse, Meerforellen, Heringe und juvenile Grundfische als Beifang auftreten.
Silberglänzende Flanken, dunkle Flecken auf Rücken und oberem Schwanzstiel, kleine Fettflosse und bei Laichmännchen ein Kieferhaken sind schnelle Erkennungsmerkmale.
Regionale Schonzeiten, Mindestmaße und Fanglimits variieren stark; vor dem Angeln lokale Fischereibestimmungen für Silberlachs beachten.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung63 °C
200 kcal / 100 g
22 g / 100 g
Mittelfett
Silberlachs hat mittleren Grätenanteil mit einigen Pinbones, die beim Filetieren entfernt werden sollten.
Mittel
Das Fleisch des Silberlachses ist aromatisch und leicht ölig, mit kräftigem, roten bis orangenem Fleisch, das sich gut zum Grillen, Räuchern und Kurzbraten eignet.
Die Fleischstruktur ist fest und saftig; beim Garen bleibt das Filet kompakt mit angenehmer Bissfestigkeit.
Primär Filets und Rogen; auch Steak-Schnitte sind möglich, Kopf und Gräten können Fonds geben.
Für Grill und Pfanne wird die Haut meist auf der Hautseite knusprig gebraten; zuvor sorgfältig entgräten und bei Bedarf entschuppen.
Grillen, Braten in der Pfanne, Backen oder Räuchern sind klassische Zubereitungsarten; auch Pochieren und schonendes Dämpfen gelingen.
Filets mit einer Dicke von etwa 2–3 cm benötigen in der Pfanne oder auf dem Grill etwa 6–10 Minuten, bis sie durchgegart sind.
Frische Kräuter wie Dill, Petersilie, Zitronenabrieb und schwarzer Pfeffer passen gut zur Aromatik des Silberlachs.
Kartoffeln, grünes Gemüse wie Bohnen oder gedünsteten Spinat und leichte Salate ergänzen den Silberlachs geschmacklich.
Trockene Weißweine (z. B. Sauvignon Blanc) oder leichte Rote mit moderater Säure harmonieren gut mit dem Fettgehalt.
Vor dem Garen Pinbones mit einer Pinzetten entfernen, bei Räuchern kurz anpökeln; für intensiveren Geschmack Marinaden oder eine leichte Beize verwenden.
Beim Verzehr von Rohware besteht ein geringes Risiko für Parasitenbefall (Anisakiden); Gefährdung minimiert sich durch Tiefkühlen oder ausreichendes Erhitzen.

