Steinlachs
Oncorhynchus masou
Steinlachs (Oncorhynchus masou), gehört zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die, für Salmoniden typische, stromlinienförmige Körpergestalt ermöglicht dem Steinlachs kraftvolle Schwimmbewegungen selbst in schnellfließenden Gewässern.
- Maulstellung: Beim Steinlachs befindet sich das Maul endständig, was die effiziente Jagd auf Beutefische in Fluss- und Küstengewässern unterstützt.
- Die Grundfärbung ist silbrig mit dunklen Punkten, vor allem entlang der Flanken. Erwachsene Tiere zeigen oft dunkle Querbänder, während Laichfärbung bei Männchen rötlich-orange werden kann.
- Dieser Fisch besitzt eine charakteristische Fettflosse und kräftige Zähne zum Beutefang.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Steinlachs treten während der Laichzeit bei den Männchen deutliche Verfärbungen und ein ausgeprägter Laichhaken auf.
Lebensraum
Natürlicherweise lebt er in klaren, kühlen Gebirgsflüssen und Zuflüssen mit Kiesgrund und zieht zum Laichen teilweise ins Brackwasser oder Meer.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies
Temperatur: 6 - 18 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Der Steinlachs (Oncorhynchus masou) stammt ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum, vor allem Japan, Korea und fernöstliches Russland. In einigen europäischen Flüssen wurde diese Art erfolgreich etabliert.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Bodentierfresser
Der Steinlachs ernährt sich vor allem von kleinen Fischen, Krebsen und größeren Insektenlarven.
Beute: Beutefische, Flusskrebse, Insektenlarven, gelegentlich Weichtiere
Verbreitung
Region: Europa, Ostasien
Länder: Japan, Südkorea, Russland
Der Steinlachs (Oncorhynchus masou) stammt ursprünglich aus dem ostasiatischen Raum, vor allem Japan, Korea und fernöstliches Russland. In einigen europäischen Flüssen wurde diese Art erfolgreich etabliert.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend tagaktiv, besonders während der Wanderungen und beim Beutefang.
- Jungfische zeigen bis zur Geschlechtsreife Gruppenverhalten, adulte Tiere leben meist einzeln oder während der Laichwanderung in Gruppen.
- Steinlachse sind anadrom und unternehmen Wanderungen zwischen Meer und Süßwasser zur Fortpflanzung.
- Zur Laichzeit wandern ausgewachsene Tiere flussaufwärts zu kiesigen, sauerstoffreichen Gewässerabschnitten.
- Invasive Populationen können lokale Arten verdrängen, ein Risiko besteht jedoch nicht für den Menschen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Protacanthopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Unterfamilie
- Salmoninae
- Gattung
- Oncorhynchus
- Art
- masou
- Erstbeschreiber
- Brevoort, 1856
- Synonyme
- Parasalmo masou, Salmo masou
Morphologie
- Körperform
- Die, für Salmoniden typische, stromlinienförmige Körpergestalt ermöglicht dem Steinlachs kraftvolle Schwimmbewegungen selbst in schnellfließenden Gewässern.
- Maulstellung
- Beim Steinlachs befindet sich das Maul endständig, was die effiziente Jagd auf Beutefische in Fluss- und Küstengewässern unterstützt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 11 - 14
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 14 - 18
- Wirbel
- 59 - 63
- Seitenlinie
- 115 - 140
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Steinlachs treten während der Laichzeit bei den Männchen deutliche Verfärbungen und ein ausgeprägter Laichhaken auf.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Zur Laichzeit wandern ausgewachsene Tiere flussaufwärts zu kiesigen, sauerstoffreichen Gewässerabschnitten.
- Laichtyp
- Kieslaicher, Grubenlaicher
- Brutpflege
- Nach dem Ablaichen erfolgt keine Brutpflege mehr. Eier werden im Kiesbett abgelegt.
- Inkubation
- 30 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend tagaktiv, besonders während der Wanderungen und beim Beutefang.
- Sozialverhalten
- Jungfische zeigen bis zur Geschlechtsreife Gruppenverhalten, adulte Tiere leben meist einzeln oder während der Laichwanderung in Gruppen.
- Wanderung
- Steinlachse sind anadrom und unternehmen Wanderungen zwischen Meer und Süßwasser zur Fortpflanzung.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Steinlachse haben in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet eine hohe Bedeutung für die kommerzielle Fischerei.
- Aquakultur
- Die Art wird in Ostasien aktiv für Speisezwecke und Besatzmaßnahmen gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 58
- Quellen
- FishBase, IUCN, FAO Species Fact Sheets, Koslowski: Salmoniden Europas.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Herbst
Vormittag, Nachmittag, Abenddämmerung
Schwer
Beachte lokale Fangzeiten, Mindestmaße und Schutzbestimmungen – Steinlachse sind in Europa oft besonders reglementiert.
Angler bevorzugen Fliegenfischen und Spinnangeln mit Streamern oder Wobblern in kühlen, klaren Flüssen.
Streamer, künstliche Fliegen und kleine Wobbler sind besonders effektiv.
Geeignete Fangplätze sind sauerstoffreiche Flussstrecken mit Kiesgrund und starker Strömung.
Mittlere bis schwere Spinn- oder Fliegenruten mit starker Bremse eignen sich für den Fang.
Bei leicht trübem Wasser und gemäßigten Temperaturen steigen die Fangchancen, da der Steinlachs dann aktiver jagt.
Im Winter ist die Nahrungsaufnahme reduziert, daher sind Bisse seltener.
Bisse erfolgen meist kräftig und ohne große Ankündigung; häufig schnellt die Rutenspitze schlagartig nach unten.
Der Drill ist kräftig, mit schnellen Fluchten und starken Sprüngen. Gut eingestelltes Gerät ist wichtig.
Nach dem Fang sollte der Fisch zügig gelandet und schonend zurückgesetzt oder verwertet werden.
Regenbogenforellen, Bachforellen, gelegentlich Äschen beim Salmonidenangeln im gleichen Habitat.
Silbriger, langgestreckter Körper, dunkle Punkte über und unter der Seitenlinie, charakteristische Fettflosse.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
146 kcal / 100 g
22 g / 100 g
Mittelfett
Gering
Wenig Gräten, Filets lassen sich sauber lösen.
Mittel
Das Fleisch ist zart, mild und leicht aromatisch mit einem typischen Lachsgeschmack.
Zartes, saftiges Fleisch mit feiner Faserstruktur.
Filets, Rücken- und Bauchlappen, Kaviar bei laichreifen Weibchen.
Die Haut kann mit gebraten oder geräuchert werden, lässt sich bei Bedarf leicht abziehen.
Geeignet sind Braten, Räuchern und Grillen, doch auch gedämpfte Gerichte schmecken hervorragend.
Filets benötigen je nach Dicke ca. 6–8 Minuten bei mittlerer Hitze.
Dill, Zitrone, Petersilie, weißer Pfeffer und ein Hauch Knoblauch ergänzen den Geschmack optimal.
Salzkartoffeln, frische Salate, Blattspinat oder Spargel passen hervorragend dazu.
Trockener Weißwein oder ein helles Pils empfehlen sich als Getränke.
Filets sollten vor dem Garen entgrätet und trocken getupft werden, um eine knusprige Haut zu erzielen.
Bei Wildfang stets auf Parasiten achten; ausreichend erhitzen oder vorher tiefkühlen.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

