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Edelgrundel

Ponticola kessleri

Edelgrundel (Ponticola kessleri), gehört zur Familie Gobiidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

18 cm, max 24 cmmax 0.2 kgbis 5 Jahre0.5-10 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Die Edelgrundel besitzt einen robusten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit großem Kopf und kräftigem Kiefer. Auffällig ist ihre keilförmige Silhouette.
  • Maulstellung: Bei der Edelgrundel liegt das Maul endständig und leicht oberständig, wodurch sie effektiv Beute vom Boden und direkt vor sich aufnehmen kann.
  • Die Grundfärbung ist grau bis olivbraun mit dunkleren marmorierten Flecken und einem ausgeprägten Gegenfarbkontrast zwischen Rücken und Bauch. Flossen zeigen oft kleine dunkle Tupfen.
  • Typisch für diese Art ist ein großer Kopf mit massigem Kiefer und rundes Maul. Rund um die Maulspalte befinden sich feine Barteln.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei der Edelgrundel sind Männchen in der Laichzeit dunkler gefärbt und besitzen größere, auffälligere Flossen als Weibchen.

Lebensraum

Die Edelgrundel bewohnt Flussunterläufe, Kanäle und Seen mit festem, oft steinigem bis sandigem Untergrund und bevorzugt Uferbereiche mit moderater Strömung.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Sandgrund

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein, Schlamm

Temperatur: 8 - 28 Grad C

pH-Wert: 6.8 - 8.5

Ponticola kessleri ist ursprünglich im Schwarzmeer- und Asowschen Meerraum endemisch, hat sich jedoch entlang der Donau und deren Nebenflüssen in Mitteleuropa ausgebreitet.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser

Diese Art ernährt sich überwiegend von am Boden lebenden Kleintieren, Krebstieren, Insektenlarven und kleinen Fischen.

Beute: Wichtige Nahrungsbestandteile sind Flohkrebse, Wasserasseln, Eintagsfliegen- und Köcherfliegenlarven, kleine Grundeln und Fischbrut.

Wichtige Nahrungsbestandteile sind Flohkrebse
Wasserasseln
Eintagsfliegen- und Köcherfliegenlarven

Verbreitung

Region: Europa

Ponticola kessleri ist ursprünglich im Schwarzmeer- und Asowschen Meerraum endemisch, hat sich jedoch entlang der Donau und deren Nebenflüssen in Mitteleuropa ausgebreitet.

Besonderheiten

  • Edelgrundeln sind tagsüber aktiv und halten sich meist am Boden in Deckungsnähe auf.
  • Die Fische leben außerhalb der Laichzeit einzeln oder in lockeren Gruppen, Männchen verteidigen zur Fortpflanzungszeit ihr Revier sehr energisch.
  • Innerhalb von Flüssen ist Ponticola kessleri weitgehend standorttreu und wandert nur kurze Strecken.
  • Zur Fortpflanzung verteidigen Männchen kleine Höhlen, in denen sie den Laich bewachen.
  • Es bestehen keine Risiken für Menschen durch die Edelgrundel.
TagaktivInsektenfresser, Bodentierfresser, KrebstierfresserFür die kommerzielle Fischerei hat die Edelgrund...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Gobioidei
Familie
Gobiidae
Unterfamilie
Benthophilinae
Gattung
Ponticola
Art
kessleri
Erstbeschreiber
Günther, 1861
Synonyme
Neogobius kessleri, Gobius kessleri

Morphologie

Körperform
Die Edelgrundel besitzt einen robusten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit großem Kopf und kräftigem Kiefer. Auffällig ist ihre keilförmige Silhouette.
Maulstellung
Bei der Edelgrundel liegt das Maul endständig und leicht oberständig, wodurch sie effektiv Beute vom Boden und direkt vor sich aufnehmen kann.
Rückenflosse Hartstrahlen
6 - 7
Rückenflosse Weichstrahlen
13 - 16
Afterflosse Hartstrahlen
1 - 1
Afterflosse Weichstrahlen
11 - 13
Wirbel
31 - 33
Seitenlinie
50 - 58
Geschlechtsunterschiede
Bei der Edelgrundel sind Männchen in der Laichzeit dunkler gefärbt und besitzen größere, auffälligere Flossen als Weibchen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Zur Fortpflanzung verteidigen Männchen kleine Höhlen, in denen sie den Laich bewachen.
Laichtyp
Höhlenlaicher unter Steinen oder in Spalten
Brutpflege
Männchen übernehmen die Brutpflege und bewachen die Eier bis zum Schlupf der Larven.
Inkubation
8 Tage

Verhalten

Aktivität
Edelgrundeln sind tagsüber aktiv und halten sich meist am Boden in Deckungsnähe auf.
Sozialverhalten
Die Fische leben außerhalb der Laichzeit einzeln oder in lockeren Gruppen, Männchen verteidigen zur Fortpflanzungszeit ihr Revier sehr energisch.
Wanderung
Innerhalb von Flüssen ist Ponticola kessleri weitgehend standorttreu und wandert nur kurze Strecken.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Wirtschaftlich ist Ponticola kessleri praktisch unbedeutend.
Aquakultur
Für die Aquakultur spielt diese Art derzeit keine Rolle.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
46
Quellen
FishBase, IUCN, GLW, aktuelle Mitteleuropa-Literatur

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Vormittag, Nachmittag

Schwierigkeit

Einfach

Angelmethoden

Angler fangen Edelgrundeln meist gezielt oder als Beifang beim Grundangeln mit kleinen Naturködern.

Empfohlene Köder

Empfohlen werden kleine Würmer, Insekten oder Stückchen von Garnelen am Grund.

Fangplätze

Aussichtsreich sind Uferbereiche mit Steinen oder Spundwänden in Flüssen und Kanälen.

Ausrüstung

Leichtes Grundangelgerät mit kleinen Haken bietet die besten Chancen.

Wetter & Mond

Bei stabilem, warmem Wetter sind die Chancen besonders hoch.

Winterverhalten

Im Winter ziehen sich die Fische in tiefere Bereiche zurück und sind weniger beißfreudig.

Bissanzeige

Bisse sind oft ruckartig und kurz, daher sollte aufmerksam geangelt werden.

Drillverhalten

Im Drill zeigen Edelgrundeln energische, aber kurze Fluchten ohne lange Kämpfe.

Landung & Abhaken

Am besten werden sie schonend mit nassen Händen oder einem feinen Netz gehandhabt.

Typischer Beifang

Am gleichen Platz gehen gelegentlich andere Grundelarten, kleine Barsche oder Rotaugen an den Haken.

Schnell erkennen

Typisch sind der große Kopf, die marmorierte Färbung und die zusammengewachsenen Bauchflossen zu einer Saugscheibe.

Regelhinweis

Lokale Regeln erlauben teils das gezielte Angeln oder fordern die Entnahme.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

62 °C

Energie

82 kcal / 100 g

Eiweiß

17 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Die Edelgrundel enthält nur wenige Gräten und lässt sich leicht filetieren.

Filetieren

Einfach

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist weiß, fein und mild mit zartem Aroma; grätenarm und in der Küche vielseitig einsetzbar.

Fleischstruktur

Die Filets sind fest, aber nicht trocken und eignen sich gut zum Braten und Backen.

Verwertbare Teile

Filets und Rückenfleisch

Hautzubereitung

Die Haut kann bei Zubereitung mitgegessen werden, lässt sich aber auch leicht abziehen.

Zubereitungsarten

Besonders schmackhaft ist Edelgrundel gebraten, gebacken oder frittiert. Sie eignet sich auch für Suppen.

Garzeit

Die Garzeit beträgt je nach Methode 8-12 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Empfohlen werden Petersilie, Dill, Zitronensaft, Pfeffer und Thymian.

Beilagen

Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Mischgemüse oder Reis sind ideale Begleiter.

Getränke

Trockener Weißwein, leichte Biere oder Mineralwasser passen gut zur Edelgrundel.

Vorbereitung

Gründlich entschuppen, filetieren und gegebenenfalls in Buttermilch marinieren, um das Aroma zu verfeinern.

Warnhinweise

Es gibt keine bekannten Risiken durch Toxine; Fisch bitte stets frisch zubereiten.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 120 l

Temperatur

8 - 28 °C

pH-Wert

6.8 - 8.5

Karbonathärte

4 - 15 dKH

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Eine Haltung ist auch für fortgeschrittene Anfänger mit strukturreichen, gut gefilterten Becken möglich.

Gruppengröße

In Aquarien empfiehlt sich die Einzelhaltung oder paarweise Haltung mit Rückzugsmöglichkeiten.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftung mit ähnlich robusten, bodenbewohnenden Arten ist möglich, sollte aber mit Bedacht erfolgen.

Pflanzen

Aquarienpflanzen werden nicht gezielt geschädigt, benötigen aber robusten Wuchs wegen gelegentlicher Grabaktivität.

Strömung & Sauerstoff

Präferiert wird eine moderate Strömung, wie sie für Flussaquarien typisch ist.

Futterannahme

In Gefangenschaft nehmen sie Frost-, Lebend- und geeignete Granulatfutter problemlos an.

Nachzucht

In strukturreichen Aquarien und bei geeigneter Temperatur gelingt die Nachzucht relativ gut.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Mittel