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Schwarzgrundel

Gobius niger

Schwarzgrundel (Gobius niger), gehoert zur Familie Gobiidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

10 cm, max 18 cmbis 5 Jahre0-80 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Die Schwarzgrundel hat einen gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Körper und einen vergleichsweise breiten Kopf, der das Charakterbild der Art prägt.
  • Maulstellung: Das Maul der Schwarzgrundel ist leicht unterständig (subterminal) und unterstützt damit das Absuchen des Bodens nach Wirbellosen.
  • Die Schwarzgrundel ist überwiegend bräunlich bis schwarz gefärbt, oft marmoriert mit dunklen Flecken und einem helleren Bauch; Männchen zeigen zur Paarungszeit kräftigere Färbung.
  • Die Schwarzgrundel besitzt wie andere Grundeln verwachsene Beckenflossen, die eine Saugscheibe bilden und das Verweilen auf dem Substrat erleichtern.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei der Schwarzgrundel unterscheiden sich die Männchen während der Fortpflanzungszeit durch intensivere Färbung und teilweise verlängerte unpaarige Flossen von den Weibchen.

Lebensraum

Die Schwarzgrundel lebt bevorzugt in flachen Küstenbereichen, in Seegraswiesen, geschützten Buchten sowie auf sandigen und schlammigen Böden und nutzt Felsstrukturen als Verstecke.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Ästuar, Küstengewässer, Seegraswiese, Sandgrund, Schlammgrund, Bodennah, Bodenlebend

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 5 - 24 Grad C

Die Schwarzgrundel (Gobius niger) kommt im Nordost-Atlantik von Norwegen bis Marokko sowie im gesamten Mittelmeer und in Teilen des Schwarzen Meeres und der Ostsee vor.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Insektenfresser

Die Schwarzgrundel ernährt sich vor allem von bodenbewohnenden Wirbellosen wie kleinen Krebstieren, Weichtieren und Insektenlarven.

Beute: Bevorzugte Beute der Schwarzgrundel sind Amphipoden und andere kleine Krebse, Gastropoden sowie Insektenlarven.

Bevorzugte Beute der Schwarzgrundel sind Amphipoden und andere kleine Krebse
Gastropoden sowie Insektenlarven.

Verbreitung

Region: Europa, Mittelmeer, Atlantik, Nordsee, Ostsee, Schwarzes Meer, Westasien, Nordafrika, Afrika südlich der Sahara

Länder: Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Russland, Schweden, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei, Norwegen, Niger

Die Schwarzgrundel (Gobius niger) kommt im Nordost-Atlantik von Norwegen bis Marokko sowie im gesamten Mittelmeer und in Teilen des Schwarzen Meeres und der Ostsee vor.

Besonderheiten

  • Die Schwarzgrundel ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv, wobei Jungfische gelegentlich auch nächtliche Aktivität zeigen.
  • Die Schwarzgrundel zeigt ein eher territoriales Verhalten; besonders Männchen verteidigen Reviere und Gelegen gegenüber Eindringlingen.
  • Die Schwarzgrundel ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
  • Die Schwarzgrundel laicht substratnah; Männchen bauen und bewachen Nestplätze in Höhlen oder unter Steinen.
Tagaktiv, DämmerungsaktivBodentierfresser, Krebstierfresser, Weichtierfres...Die Schwarzgrundel hat keine nennenswerte wirtsch...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Gobiiformes
Familie
Gobiidae
Gattung
Gobius
Art
niger
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Gobius niger Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Die Schwarzgrundel hat einen gedrungenen, seitlich leicht abgeflachten Körper und einen vergleichsweise breiten Kopf, der das Charakterbild der Art prägt.
Maulstellung
Das Maul der Schwarzgrundel ist leicht unterständig (subterminal) und unterstützt damit das Absuchen des Bodens nach Wirbellosen.
Geschlechtsunterschiede
Bei der Schwarzgrundel unterscheiden sich die Männchen während der Fortpflanzungszeit durch intensivere Färbung und teilweise verlängerte unpaarige Flossen von den Weibchen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Schwarzgrundel laicht substratnah; Männchen bauen und bewachen Nestplätze in Höhlen oder unter Steinen.
Laichtyp
Substratgebundenes Laichen in geschützten Hohlräumen, mit männlicher Brutpflege.
Brutpflege
Die Schwarzgrundel betreibt väterliche Brutpflege: Männchen bewachen und belüften die Eier bis zum Schlupf der Larven.
Inkubation
10 Tage

Verhalten

Aktivität
Die Schwarzgrundel ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv, wobei Jungfische gelegentlich auch nächtliche Aktivität zeigen.
Sozialverhalten
Die Schwarzgrundel zeigt ein eher territoriales Verhalten; besonders Männchen verteidigen Reviere und Gelegen gegenüber Eindringlingen.
Wanderung
Die Schwarzgrundel ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Die Schwarzgrundel spielt kommerziell keine Rolle, tritt jedoch als Beifang in küstennahen Fischereien auf.
Aquakultur
Für Aquakultur hat die Schwarzgrundel keine wirtschaftliche Relevanz.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; GBIF; Fachliteratur zu Küstenfischen Europas

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Die Schwarzgrundel hat zahlreiche kleine Gräten, was das Filetieren erschwert.

Filetieren

Schwer

Geschmacksprofil

Das Fleisch der Schwarzgrundel ist mager und mild im Geschmack, wird aufgrund der kleinen Größe jedoch selten kommerziell genutzt.

Fleischstruktur

Das Fleisch der Schwarzgrundel ist feinflockig und zart.

Verwertbare Teile

Bei kleinen Exemplaren wird die ganze Schlachthaltung genutzt; größere Tiere können filetiert werden.

Hautzubereitung

Bei kleinen Tieren genügt Ausnehmen und Abspülen; bei Filetierung kann die Haut entfernt werden.

Zubereitungsarten

Die Schwarzgrundel eignet sich zum Braten ganzer kleiner Exemplare, zum Frittieren und als Zutat für Fischsuppen.

Garzeit

Kleine, ganze Exemplare benötigen nur kurze Brat- oder Frittierzeiten; Suppenansatz je nach Rezept 20–40 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Zitronensaft, Petersilie und leichter Knoblauch passen gut zur Schwarzgrundel.

Beilagen

Als Beilage eignen sich Salate, Bratkartoffeln oder gedünstetes Gemüse.

Getränke

Ein trockener Weißwein oder ein spritziges Bier harmonieren gut mit der Schwarzgrundel.

Vorbereitung

Kleine Exemplare können im Ganzen gebraten werden; beim Filetieren ist wegen der vielen Gräten besondere Vorsicht geboten.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 100 l

Temperatur

5 - 24 °C

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Die Schwarzgrundel eignet sich für erfahrene Meerwasseraquarianer, da sie sauberes Wasser, Bodengrund zum Wühlen und ausreichend Verstecke benötigt.

Gruppengröße

Die Schwarzgrundel sollte einzeln oder als Paar in strukturierten Aquarien gehalten werden; mehrere Männchen sind territorial und vertragen sich schlecht.

Vergesellschaftung

Die Schwarzgrundel lässt sich mit ruhigen, nicht territorialen Beckenbewohnern vergesellschaften, benötigt aber sandigen Bodengrund und Versteckmöglichkeiten.

Pflanzen

Die Schwarzgrundel ist mit Seegras und robusten Pflanzen in Brackwasserbecken kompatibel, benötigt jedoch freie Sandflächen zum Wühlen.

Strömung & Sauerstoff

Moderate Strömung und gut durchströmte Bodenbereiche werden von der Schwarzgrundel bevorzugt.

Futterannahme

In Gefangenschaft nimmt die Schwarzgrundel lebende oder gefrorene Wirbellose sowie gelegentlich angepasstes Trockenfutter an.

Nachzucht

Nachzuchten der Schwarzgrundel sind vereinzelt im Aquarium gelungen; wichtig sind geeignete Verstecke, sandiger Boden und die Beobachtung der väterlichen Brutpflege.

Nachzuchtanspruch

Nur Zufallszuchten

Beleuchtung

Mittel