Donau-Steinbeißer
Cobitis tanaitica
Donau-Steinbeißer (Cobitis tanaitica), gehört zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser.
Merkmale
- Körperform: Eine langgestreckte, leicht seitlich abgeflachte Körperform kennzeichnet den Donau-Steinbeißer und ermöglicht ihm das Verstecken im lockeren Substrat von Flussufern.
- Maulstellung: Das endständige Maul des Donau-Steinbeißers ist ideal zum Gründeln und Aufnehmen von Kleintieren aus dem Bodensediment.
- Dieser kleine Grundfisch zeigt eine sandfarbene Grundfarbe mit dunklen Fleckenreihen und charakteristischem dunklem Seitenband, was ihn im Flussgrund gut tarnt.
- Typisch sind sechs Barteln um das Maul, die als Tastorgane dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Donau-Steinbeißer sind Männchen an verdickten Bauchflossenstrahlen und teilweise kräftigeren Farben zu erkennen.
Lebensraum
Donau-Steinbeißer leben bevorzugt in sandigen, langsam fließenden oder stehenden Gewässern der unteren Donau und angrenzenden Flusssystemen.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Sandgrund
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 10 - 25 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Cobitis tanaitica kommt im Donaubecken von Rumänien bis in den unteren Donauverlauf und benachbarte Flüsse vor. Die Art meidet stark verbesserte oder dauerhaft schnell fließende Abschnitte.
Ernährung
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser
Die Nahrung des Donau-Steinbeißers besteht vorwiegend aus kleinen Wirbellosen, wie Insektenlarven, Krebstierchen und Detritus.
Beute: Kleinste Bodentiere, Würmchen, Larven von Insekten, gelegentlich Zooplankton.
Verbreitung
Region: Europa
Länder: Rumänien
Cobitis tanaitica kommt im Donaubecken von Rumänien bis in den unteren Donauverlauf und benachbarte Flüsse vor. Die Art meidet stark verbesserte oder dauerhaft schnell fließende Abschnitte.
Galerie
Besonderheiten
- Am aktivsten sind Donau-Steinbeißer in der Dämmerung und während der Nachtstunden.
- Die Art hält sich meist in kleinen Gruppen auf und ist gegenüber Artgenossen friedlich.
- Donau-Steinbeißer sind standorttreu und unternehmen keine weiten Wanderungen.
- Zur Laichzeit legen Weibchen Eier auf sandigen Grund oder feinflächig bepflanzte Stellen – ohne Brutpflege.
- Für Aquarianer bestehen bei sachgemäßer Haltung keine Risiken.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cobitoidei
- Familie
- Cobitidae
- Gattung
- Cobitis
- Art
- tanaitica
- Erstbeschreiber
- Bǎcescu & Mayer, 1969
- Synonyme
- Cobitis taenia tanaitica, Donau-Steinbeißer
Morphologie
- Körperform
- Eine langgestreckte, leicht seitlich abgeflachte Körperform kennzeichnet den Donau-Steinbeißer und ermöglicht ihm das Verstecken im lockeren Substrat von Flussufern.
- Maulstellung
- Das endständige Maul des Donau-Steinbeißers ist ideal zum Gründeln und Aufnehmen von Kleintieren aus dem Bodensediment.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 2 - 3
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 7
- Afterflosse Hartstrahlen
- 2 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 6
- Wirbel
- 38 - 39
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Donau-Steinbeißer sind Männchen an verdickten Bauchflossenstrahlen und teilweise kräftigeren Farben zu erkennen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Zur Laichzeit legen Weibchen Eier auf sandigen Grund oder feinflächig bepflanzte Stellen – ohne Brutpflege.
- Laichtyp
- Freilaicher, Substratlaicher
- Brutpflege
- Der Donau-Steinbeißer zeigt keine Brutpflege nach dem Ablaichen.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Am aktivsten sind Donau-Steinbeißer in der Dämmerung und während der Nachtstunden.
- Sozialverhalten
- Die Art hält sich meist in kleinen Gruppen auf und ist gegenüber Artgenossen friedlich.
- Wanderung
- Donau-Steinbeißer sind standorttreu und unternehmen keine weiten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Für die kommerzielle Fischerei ist diese kleine Art bedeutungslos.
- Aquakultur
- Aquakultur spielt bei Cobitis tanaitica derzeit keine Rolle.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Kottelat & Freyhof 2007, Cobitidae monographs
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
10 - 25 °C
6.5 - 8
1 - 10 dKH
Bodennah
Für engagierte Aquarianer mit sandigem Bodengrund und guter Wasserqualität geeignet.
Eine Gruppenhaltung ab fünf Tieren wird empfohlen, da diese Art sehr schwarmorientiert lebt.
Gut mit anderen friedlichen Kleinfischarten des Unterlaufs und bodenorientierten Fischen zu vergesellschaften.
Bepflanzte Aquarien mit feinem Sandboden sind optimal und werden nicht beschädigt.
Eine sanfte bis mäßige Strömung, ähnlich natürlicher Flussläufe, fördert das Wohlbefinden.
Lebende und gefrorene Kleintiere sowie feines Futter werden meist problemlos akzeptiert.
Freilandüberwinterung ist für den Donau-Steinbeißer in Mitteleuropa nicht empfehlenswert.
Nachzuchten sind selten, gelingen aber vereinzelt bei gezielter Simulation von Wasserstandswechseln und niedrigen Temperaturen.
Schwer
Gedämpft

