Goldschmerle
Sabanejewia aurata
Goldschmerle (Sabanejewia aurata), gehört zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakt-gestreckter Körper mit leicht abgeflachtem Bauch; die Goldschmerle wirkt insgesamt gedrungen und ist für das Gründelverhalten am Boden gut angepasst.
- Maulstellung: Das Maul sitzt subterminal und wird von mehreren Barteln umgeben, wodurch die Art organische Partikel und Kleintiere auf dem Grund gut ertasten kann.
- Die Flanken sind oft goldgelb bis oliv mit einer netzartigen Zeichnung und dunkleren Fleckenreihen; Bauchseite ist heller und bildet einen dezenten Kontrast.
- Mehrere kurze Barteln um das Maul dienen der Orientierung und Nahrungssuche im Sediment und sind ein typisches Merkmal der Familie Cobitidae.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Goldschmerle sind Geschlechtsunterschiede meist schwach ausgeprägt; Männchen können während der Fortpflanzungszeit etwas intensivere Farbtöne und leicht verdickte Brustregionen zeigen.
Lebensraum
Die Goldschmerle lebt bevorzugt in langsam fließenden bis stehenden Gewässern mit sandigem oder kiesigem Grund und reichlich Versteckmöglichkeiten zwischen Wasserpflanzen und Wurzelwerk.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Teich, Sandgrund, Bodennah, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Kies, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 5 - 22 Grad C
pH-Wert: 6 - 8.5
Die Goldschmerle (Sabanejewia aurata) kommt vor allem in Flusssystemen und Seen Südost- und Osteuropas vor; die Verbreitung umfasst Donau-Zuflüsse sowie benachbarte Becken bis in Teile Westasiens.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Die Nahrung besteht überwiegend aus Bodentieren wie Insektenlarven, kleinen Krebstieren und anderen Wirbellosen, die im Sediment gesucht werden.
Beute: Vorzug für Chironomidenlarven, Amphipoden und kleinen Benthos; gelegentlich werden auch Pflanzenreste aufgenommen.
Verbreitung
Region: Europa, Westasien
Die Goldschmerle (Sabanejewia aurata) kommt vor allem in Flusssystemen und Seen Südost- und Osteuropas vor; die Verbreitung umfasst Donau-Zuflüsse sowie benachbarte Becken bis in Teile Westasiens.
Galerie
Besonderheiten
- Im Allgemeinen leben Goldschmerlen in losen Gruppen; sie sind bodenorientiert und zeigen keine starken Revierverhalten gegenüber Artgenossen außerhalb der Paarungszeit.
- Eiablage an feinkörnigen Substraten und in vegetationsreichen Bereichen, meist saisonal im Frühjahr bis Frühsommer.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Familie
- Cobitidae
- Gattung
- Sabanejewia
- Art
- aurata
- Erstbeschreiber
- De Filippi, 1863
- Synonyme
- Cobitis aurata
Morphologie
- Körperform
- Kompakt-gestreckter Körper mit leicht abgeflachtem Bauch; die Goldschmerle wirkt insgesamt gedrungen und ist für das Gründelverhalten am Boden gut angepasst.
- Maulstellung
- Das Maul sitzt subterminal und wird von mehreren Barteln umgeben, wodurch die Art organische Partikel und Kleintiere auf dem Grund gut ertasten kann.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 6
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Goldschmerle sind Geschlechtsunterschiede meist schwach ausgeprägt; Männchen können während der Fortpflanzungszeit etwas intensivere Farbtöne und leicht verdickte Brustregionen zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Eiablage an feinkörnigen Substraten und in vegetationsreichen Bereichen, meist saisonal im Frühjahr bis Frühsommer.
- Brutpflege
- Für die Goldschmerle ist nach der Eiablage keine fortgesetzte Brutpflege bekannt; Eier und Larven entwickeln sich frei im Substratverband oder zwischen Pflanzen.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Sozialverhalten
- Im Allgemeinen leben Goldschmerlen in losen Gruppen; sie sind bodenorientiert und zeigen keine starken Revierverhalten gegenüber Artgenossen außerhalb der Paarungszeit.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis, Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Keine bedeutende wirtschaftliche Fischerei; Vorkommen können regional durch Habitatverlust beeinflusst werden.
- Aquakultur
- Keine nennenswerte Bedeutung für Aquakultur und wird kommerziell nicht gezielt gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; Kottelat & Freyhof (2007) - Handbook of European Freshwater Fishes; IUCN Red List (Artencheck empfohlen)

