Kuhli-Schmerle
Pangio kuhlii (Valenciennes, 1846)
Kuhli-Schmerle (Pangio kuhlii (Valenciennes, 1846)), gehoert zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der langgestreckte, aalähnliche Körper der Kuhli-Schmerle ist schlank und ermöglicht ein Einwühlen in weichen Substraten; die Flossen sind klein und dem bodennahen Lebensstil angepasst.
- Maulstellung: Beim Kuhli-Schmerle ist das Maul subterminal und von Barteln umgeben, womit die Art den Boden gezielt nach Detritus und Kleintieren absucht.
- Die Färbung reicht von hellgelb bis bräunlich mit auffälligen dunklen, quer verlaufenden Bändern; Jungfische zeigen meist kontrastreichere Bänderung.
- Kennzeichnend sind mehrere Bartelpaare um das Maul sowie der flexible, schlanke Körper, der das Eingraben in Substrat und enge Verstecke ermöglicht.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Kuhli-Schmerle sind Geschlechtsunterschiede schwach ausgeprägt; Weibchen erscheinen vor dem Ablaichen oft etwas fülliger im Bauchbereich.
Lebensraum
In natürlichen Habitaten besiedelt die Kuhli-Schmerle langsam fließende, vegetationsreiche Flachgewässer, Torfmoore und überflutete Wälder mit weichem Substrat und reichlich Laub.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Künstliches Gewässer
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 5 - 7.5
Die Kuhli-Schmerle (Pangio kuhlii) stammt aus Südostasien und kommt in Flachgewässern der malaiischen Halbinsel, Sumatra, Borneo und benachbarten Regionen vor. In der Natur lebt die Art bevorzugt in dunkleren, langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit dichtem Pflanzenbewuchs und weichem Substrat.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser
Die Kuhli-Schmerle ernährt sich überwiegend am Gewässerboden von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven, Würmern und detritalem Material; zusätzlich werden biofilmartige Nahrungsbestandteile aufgenommen.
Beute: Bevorzugte Beute sind Insektenlarven, kleine Würmer, Benthoskrebstiere und Partikel organischen Materials; im Aquarium werden auch sinkende Granulate und Frostfutter angenommen.
Verbreitung
Region: Südostasien, Ostasien
Länder: Indonesien, Malaysia, Thailand
Die Kuhli-Schmerle (Pangio kuhlii) stammt aus Südostasien und kommt in Flachgewässern der malaiischen Halbinsel, Sumatra, Borneo und benachbarten Regionen vor. In der Natur lebt die Art bevorzugt in dunkleren, langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit dichtem Pflanzenbewuchs und weichem Substrat.
Galerie
Besonderheiten
- Bei dieser Art ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Aktivität zu beobachten; tagsüber verbergen sich Tiere unter Wurzeln und Laub.
- Kuhli-Schmerlen sind gesellig und bilden kleine Gruppen; gutes Sozialverhalten zeigt sich in der Gemeinschaftssuche nach Nahrung und beim Rückzug in Verstecke.
- Paarungsabläufe führen zu Eiablage an feinem Substrat oder Pflanzen; es handelt sich um Freilaicher ohne ausgeprägte Eltern Fürsorge.
- Keine speziellen Gefahren bekannt; die Art reagiert empfindlich auf schlechte Wasserqualität und unsachgemäße Pflege.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cobitoidei
- Familie
- Cobitidae
- Gattung
- Pangio
- Art
- kuhlii
- Erstbeschreiber
- Valenciennes, 1846
- Synonyme
- Cobitis kuhlii
Morphologie
- Körperform
- Der langgestreckte, aalähnliche Körper der Kuhli-Schmerle ist schlank und ermöglicht ein Einwühlen in weichen Substraten; die Flossen sind klein und dem bodennahen Lebensstil angepasst.
- Maulstellung
- Beim Kuhli-Schmerle ist das Maul subterminal und von Barteln umgeben, womit die Art den Boden gezielt nach Detritus und Kleintieren absucht.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Kuhli-Schmerle sind Geschlechtsunterschiede schwach ausgeprägt; Weibchen erscheinen vor dem Ablaichen oft etwas fülliger im Bauchbereich.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Paarungsabläufe führen zu Eiablage an feinem Substrat oder Pflanzen; es handelt sich um Freilaicher ohne ausgeprägte Eltern Fürsorge.
- Laichtyp
- Eier werden an feinem Substrat oder Pflanzen abgelegt.
- Brutpflege
- Es ist keine ausgeprägte Brutpflege bekannt; die Eltern ziehen sich nach der Ablage zurück.
Verhalten
- Aktivität
- Bei dieser Art ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktive Aktivität zu beobachten; tagsüber verbergen sich Tiere unter Wurzeln und Laub.
- Sozialverhalten
- Kuhli-Schmerlen sind gesellig und bilden kleine Gruppen; gutes Sozialverhalten zeigt sich in der Gemeinschaftssuche nach Nahrung und beim Rückzug in Verstecke.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Keine nennenswerte Bedeutung für die kommerzielle Fischerei; der Handel erfolgt überwiegend für den Aquariumsektor.
- Aquakultur
- Nachzuchten werden gelegentlich in der Aquaristik durchgeführt, eine großtechnische Aquakultur hat keine Relevanz.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; Kottelat (2007); taxonomische Revisionen zu Pangio spp.; Fachliteratur zur Aquarienhaltung
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
22 - 28 °C
5 - 7.5
Bodennah
Für engagierte Einsteiger geeignet, wenn weiches, leicht saures Wasser, feines Substrat und ausreichend Verstecke bereitgestellt werden; Gruppenhaltung ist wichtig.
Zur artgerechten Haltung sind Gruppen von mindestens sechs Individuen empfohlen, größere Gruppen fördern natürliches Sozialverhalten.
Friedlich und gut mit kleinen, nicht-aggressiven Gemeinschaftsarten vergesellschaftbar; große oder räuberische Fische meiden.
Gut pflanzenverträglich; dichte Bepflanzungen und verwurzelte Bereiche dienen als Verstecke und Laichsubstrat.
Bevorzugt langsame bis mäßige Strömung mit ruhigen Zonen, in denen sich die Tiere aufhalten können.
Akzeptiert Lebendfutter, Frostfutter sowie sinkende Pellets und Tabletten; in Gruppen zeigt sie gute Futteraufnahme am Boden.
Nachzuchten gelingen unter weichem, leicht saurem Wasser, gedämpfter Beleuchtung, feinem Substrat und versteckreichen Becken; regelmäßige Wasserwechsel und erhöhte Futtergabe fördern die Laichbereitschaft.
Mittel
Gedämpft

