Steinwels
Silurus aristotelis
Steinwels (Silurus aristotelis), gehört zur Familie Siluridae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Beim Steinwels ist die Körperform langgestreckt und leicht abgeflacht, was typisch für Vertreter der Siluridae ist.
- Maulstellung: Die endständige Maulstellung beim Steinwels erleichtert das Aufnehmen von Beute vom Boden.
- Die Färbung dieser Art ist meist dunkelbraun bis schwarzgrau auf dem Rücken und an den Seiten, mit einem etwas helleren Bauch.
- Auffällig sind die vier Barteln rund um das Maul, die zur Orientierung und Nahrungssuche am Gewässergrund dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Steinwels gibt es keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen sind äußerlich schwer zu unterscheiden.
Lebensraum
Silurus aristotelis bevorzugt klare, stehende oder langsam fließende Gewässer mit steinigem oder auch schlammigem Grund.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Fels / Stein, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 8 - 26 Grad C
pH-Wert: 6.8 - 8
Der Steinwels kommt endemisch in Griechenland vor, vor allem im Westgriechenland in den Seen Trichonis, Lysimachia, Amvrakia und ihren Zuflüssen.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Die Ernährung des Steinwels besteht überwiegend aus Insektenlarven, kleinen Fischen und Wirbellosen, wobei er bevorzugt am Grund jagt.
Beute: Bevorzugte Nahrung sind Wasserinsekten, kleine Fische, Krebstiere und Würmer.
Verbreitung
Region: Europa
Länder: Griechenland
Der Steinwels kommt endemisch in Griechenland vor, vor allem im Westgriechenland in den Seen Trichonis, Lysimachia, Amvrakia und ihren Zuflüssen.
Galerie
Besonderheiten
- Aktiv bleibt der Steinwels meist in der Dämmerung und bei Nacht, tagsüber zieht er sich gerne in Verstecke zurück.
- Meist lebt die Art einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, Revierverhalten ist wenig ausgeprägt.
- Die Art ist weitgehend ortstreu, größere Wanderungen sind nicht bekannt.
- Während der Fortpflanzung legt das Weibchen die Eier über Steinen oder Pflanzenteilen im Flachwasser ab.
- Es bestehen keine besonderen Risiken beim Umgang, abgesehen von möglichen leichten Stichen durch die Flossenstrahlen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Siluridae
- Gattung
- Silurus
- Art
- aristotelis
- Erstbeschreiber
- Garman, 1890
- Synonyme
- Silurus aristotelis Garman, 1890, Silurus aristoletis
Morphologie
- Körperform
- Beim Steinwels ist die Körperform langgestreckt und leicht abgeflacht, was typisch für Vertreter der Siluridae ist.
- Maulstellung
- Die endständige Maulstellung beim Steinwels erleichtert das Aufnehmen von Beute vom Boden.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 4 - 6
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 60 - 80
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Steinwels gibt es keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen sind äußerlich schwer zu unterscheiden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Während der Fortpflanzung legt das Weibchen die Eier über Steinen oder Pflanzenteilen im Flachwasser ab.
- Laichtyp
- Substratlaicher
- Brutpflege
- Nach dem Laichen betreibt der Steinwels keine Brutpflege; die Jungfische sind nach dem Schlupf sofort eigenständig.
- Inkubation
- 4 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Aktiv bleibt der Steinwels meist in der Dämmerung und bei Nacht, tagsüber zieht er sich gerne in Verstecke zurück.
- Sozialverhalten
- Meist lebt die Art einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, Revierverhalten ist wenig ausgeprägt.
- Wanderung
- Die Art ist weitgehend ortstreu, größere Wanderungen sind nicht bekannt.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Kommerzielle Nutzung ist nur lokal bedeutend; die Art steht teilweise unter Schutz.
- Aquakultur
- Aquakultur hat keine wirtschaftliche Bedeutung für diese Art.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 56
- Quellen
- FishBase, IUCN, Eschmeyer Catalog of Fishes, regionale griechische Limnologie
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Abenddämmerung, Nacht
Mittel
Erfolgreiches Angeln auf Steinwels erfolgt meist mit Grundmontagen, insbesondere in der Dämmerung oder nachts.
Natürliche Köder wie Würmer oder kleine Fischstücke werden bevorzugt.
Beste Fangmöglichkeiten bieten die Uferbereiche der natürlichen Seen in Westgriechenland.
Leichte Grundruten mit widerstandsfähiger Schnur sind ausreichend.
Wärmeres Wasser und ruhiges Wetter begünstigen den Fang.
Im Winter ist die Aktivität stark reduziert und Fänge sind selten.
Bisse erfolgen meist zögerlich und werden oft durch langsames Zupfen angezeigt.
Der Drill ist wenig spektakulär, Steinwelse wehren sich meist am Grund.
Ein gummierter Kescher schützt die Schleimhaut, Haken sollten möglichst schonend entfernt werden.
Kleine Weißfische, Barschartige und gelegentlich Karpfenartige.
Langgestreckte Form, barteltragendes Maul und einfarbige dunkle Färbung.
Der Steinwels steht in Griechenland unter Schutz, das Angeln ist häufig genehmigungspflichtig.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
100 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mittelfett
Der Anteil an Gräten ist durchschnittlich und nicht störend.
Mittel
Das Fleisch des Steinwels ist zart, aromatisch und leicht fettig; es eignet sich gut für verschiedene Zubereitungsarten.
Sein Fleisch ist fest, saftig und besitzt eine angenehme Textur.
Filets, Rücken und Schwanzstücke werden meist verwertet.
Haut kann entfernt oder mitgegessen werden, je nach Rezept bevorzugt.
Gedünstet, gebraten oder gegrillt bewahrt der Steinwels seinen charakteristischen Geschmack.
Filets benötigen rund 6-8 Minuten Garzeit.
Petersilie, Dill, Knoblauch und Zitronensaft ergänzen das Aroma besonders gut.
Kartoffeln, Reis und saisonales Gemüse werden gerne dazu gereicht.
Ein trockener Weißwein oder ein helles Bier passt ausgezeichnet.
Gründlich entschuppen und säubern, größere Exemplare enthäuten.
Es bestehen keine bekannten Risiken beim Verzehr von Silurus aristotelis.

