Glaswels
Kryptopterus vitreolus
Glaswels (Kryptopterus vitreolus), gehört zur Familie Siluridae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Schlank und seitlich abgeflacht wirkt der Körper transparent; die lange Afterflosse und der gestreckte Rumpf geben dem Glaswels ein elegantes, bandförmiges Erscheinungsbild.
- Maulstellung: Das kleine, endständig angeordnete Maul dient dem Aufnehmen von Kleintieren aus der Wassersäule und von Pflanzenoberflächen.
- Der Körper ist stark reduziert pigmentiert und daher transparent bis silbrig; Rückenpartie leicht dunkler, Bauchseite heller, bei juvenilen Tieren kann eine dezente Längszeichnung sichtbar sein.
- Typisch ist die stark verlängerte Afterflosse, die bis zur Schwanzwurzel reicht, sowie die durchscheinende Haut, durch die innerere Organe erkennbar sind.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Glaswels sind äußere Geschlechtsunterschiede nur schwach ausgeprägt; während der Laichzeit erscheinen Männchen oft etwas schlanker.
Lebensraum
Lebensräume sind flache Tieflandflüsse, Seitenarme und bewachsene Tümpel mit ruhigem Wasser und dichtem Pflanzenbestand; der Glaswels nutzt Vegetationspolster und Wurzelzonen als Schutz und Laichsubstrat.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 5 - 7.5
Der Glaswels (Kryptopterus vitreolus) kommt in flachen, bewachsenen Tieflandgewässern Südostasiens vor, vor allem auf der Malayischen Halbinsel und in angrenzenden Flusssystemen von Thailand und Malaysia. In Naturhabitaten findet man ihn bevorzugt in klaren bis leicht gefärbten Gewässern mit dichter Ufervegetation.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser
Der Glaswels frisst vorwiegend kleine wirbellose Tiere wie Insektenlarven, Kleinkrebstiere und Plankton; in Aquarien wird er zusätzlich an Frost- und gefriergetrocknete Futtersorten herangeführt.
Beute: Bevorzugte Beute sind Chironomidenlarven, Daphnien und andere Kleinkrebstiere sowie bodennahe Wirbellose.
Verbreitung
Region: Südostasien, Ostasien
Länder: Thailand, Malaysia
Der Glaswels (Kryptopterus vitreolus) kommt in flachen, bewachsenen Tieflandgewässern Südostasiens vor, vor allem auf der Malayischen Halbinsel und in angrenzenden Flusssystemen von Thailand und Malaysia. In Naturhabitaten findet man ihn bevorzugt in klaren bis leicht gefärbten Gewässern mit dichter Ufervegetation.
Galerie
Besonderheiten
- Bei gedämpftem Licht ist die Art tagsüber und in der Dämmerung am aktivsten; dabei bleibt sie scheu und bildet dichte Schwärme.
- Glaswelse sind ausgesprochen gesellige Fische und bilden größere Schwärme; intensive Schwarmbildung reduziert Stress und fördert natürliches Verhalten.
- Die Art ist standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen.
- Die Laichablage erfolgt an Pflanzen oder feinem Substrat, Eier werden abgelegt und nicht weiter betreut.
- Keine spezifischen Risiken; bei unsachgemäßer Haltung kann Stress zu erhöhter Sterblichkeit führen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Siluridae
- Gattung
- Kryptopterus
- Art
- vitreolus
- Erstbeschreiber
- Ng, 2013
- Synonyme
- Kryptopterus bicirrhis
Morphologie
- Körperform
- Schlank und seitlich abgeflacht wirkt der Körper transparent; die lange Afterflosse und der gestreckte Rumpf geben dem Glaswels ein elegantes, bandförmiges Erscheinungsbild.
- Maulstellung
- Das kleine, endständig angeordnete Maul dient dem Aufnehmen von Kleintieren aus der Wassersäule und von Pflanzenoberflächen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Glaswels sind äußere Geschlechtsunterschiede nur schwach ausgeprägt; während der Laichzeit erscheinen Männchen oft etwas schlanker.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Laichablage erfolgt an Pflanzen oder feinem Substrat, Eier werden abgelegt und nicht weiter betreut.
- Laichtyp
- Pflanzen- und Substratlaicher mit freier Ablage an Pflanzenoberflächen oder feinem Detritus.
- Brutpflege
- Es ist keine Brutpflege bekannt; die Eier werden abgelegt und entwickeln sich ohne elterliche Fürsorge.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Bei gedämpftem Licht ist die Art tagsüber und in der Dämmerung am aktivsten; dabei bleibt sie scheu und bildet dichte Schwärme.
- Sozialverhalten
- Glaswelse sind ausgesprochen gesellige Fische und bilden größere Schwärme; intensive Schwarmbildung reduziert Stress und fördert natürliches Verhalten.
- Wanderung
- Die Art ist standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Keine nennenswerte Bedeutung für die kommerzielle Fischerei; Fang erfolgt gelegentlich für den Aquarienhandel.
- Aquakultur
- Geringe Relevanz für Aquakultur; Nachzucht ist in der Heimzucht selten und punktuell erprobt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- Ng HH (2013); FishBase; Fachliteratur zur Süßwasseraquaristik
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
22 - 28 °C
5 - 7.5
0 - 8 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Für Halter mit etwas Erfahrung: der Glaswels benötigt ruhige Beckenbedingungen, weiches Wasser und eine ausreichende Schwarmgröße, um stressfrei zu gedeihen.
Mindestens 6–8 Exemplare, besser größere Gruppen, da der Glaswels stark schwarmorientiert ist und in kleinen Gruppen gestresst reagiert.
Friedlicher Gesellschaftsfisch, verträgt sich gut mit ruhigen, nicht räuberischen Arten; laute oder territoriale Fische sind ungeeignet.
Sehr gut mit dichten Pflanzenbeständen, Wurzeln und Schwimmpflanzen verträglich; Pflanzen bieten sowohl Rückzug als auch Laichsubstrat.
Bevorzugt ruhige bis schwach fließende Bereiche mit geringem, gleichmäßigem Wasseraustausch.
Akzeptiert in Gefangenschaft lebendfutter, Frost- und feingranuliertes Futter; Gewöhnung an hochwertiges Trockenfutter ist möglich, aber mitunter langsam.
Für mitteleuropäische Gartenteiche ungeeignet, da die Art tropisches Klima und konstante Temperaturen benötigt; Überwinterung im Freiland ist nicht möglich.
Nachzucht gilt als schwierig und erfordert weiches, leicht saures Wasser, dichte Pflanzen als Laichsubstrat sowie sorgfältige Wasserparameter-Kontrolle; nur in spezialisierten Zuchten erfolgreich.
Schwer
Gedämpft

