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Schwarzweißer Moorwels

Clarias gariepinus

Schwarzweißer Moorwels (Clarias gariepinus), gehört zur Familie Clariidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

100 cm, max 170 cmmax 60 kgbis 20 Jahre0.5-50 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der Schwarzweiße Moorwels hat einen langgestreckten, kräftigen Körper mit abgeflachtem Kopf. Die Art zeigt ausgeprägte Barteln rund um das Maul.
  • Maulstellung: Die endständige Maulstellung des Schwarzweißen Moorwels ermöglicht das effiziente Ergreifen von Beute im Bodenschlamm und Freiwasser.
  • Die Färbung reicht von dunkelgrau bis schwarz auf dem Rücken, die Flanken sind heller. Der Bauch erscheint meist weißlich.
  • Bemerkenswert ist das sehr breite Maul mit acht deutlich sichtbaren Barteln, die der Orientierung und Nahrungsaufnahme dienen. Die Art besitzt ein Hilfsatmungsorgan zur Luftatmung.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Schwarzweißen Moorwels sind geschlechtsreife Männchen an einer spitz zulaufenden Genitalpapille erkennbar, während Weibchen eine rundliche Papille aufweisen.

Lebensraum

Diese Art bewohnt überwiegend langsam fließende Flüsse, Seen und Überschwemmungsgebiete, ist aber auch in Teichen und saisonalen Tümpeln zu finden.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub

Temperatur: 15 - 35 Grad C

pH-Wert: 6 - 8

Der Schwarzweiße Moorwels ist im gesamten Afrika südlich der Sahara verbreitet, vom Nil bis zum Sambesi sowie in weiten Teilen Nordafrikas und Teilen Westasiens, etwa Israel und Syrien.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Zooplanktonfresser

Clarias gariepinus ernährt sich von Fischen, Krebstieren, Großinsekten, Amphibien sowie gelegentlich von Kleinsäugern oder Pflanzenresten.

Beute: Jungfische verzehren bevorzugt Insektenlarven und Zooplankton, adulte Tiere nehmen größere Beute bis hin zu kleinen Wirbeltieren.

Jungfische verzehren bevorzugt Insektenlarven und Zooplankton
adulte Tiere nehmen größere Beute bis hin zu kleinen Wirbeltieren.

Verbreitung

Region: Afrika südlich der Sahara, Westasien, Nordafrika

Länder: Israel, Syrien

Der Schwarzweiße Moorwels ist im gesamten Afrika südlich der Sahara verbreitet, vom Nil bis zum Sambesi sowie in weiten Teilen Nordafrikas und Teilen Westasiens, etwa Israel und Syrien.

Besonderheiten

  • Die Art ist überwiegend nachtaktiv, kann aber auch zur Dämmerung aktiv auf Nahrungssuche gehen.
  • Im natürlichen Habitat lebt der Schwarzweiße Moorwels meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, kann aber zu Schwärmen aggregieren, etwa vor Laichereignissen.
  • Saisonale Wanderungen in Überschwemmungsgebiete finden zur Laichzeit statt.
  • In der Regenzeit wandern die Tiere in überflutete Gebiete, wo sie als Freiwasserlaicher ihre Eier abgeben.
  • In südostasiatischen Farmen besteht gelegentlich Verwechslungsgefahr mit anderen Clarias-Arten, aber keine Gesundheitsrisiken.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser...Clarias gariepinus ist von großer Bedeutung als...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Siluriformes
Familie
Clariidae
Gattung
Clarias
Art
gariepinus
Erstbeschreiber
Burchell, 1822
Synonyme
Afrikanischer Raubwels, African Catfish

Morphologie

Körperform
Der Schwarzweiße Moorwels hat einen langgestreckten, kräftigen Körper mit abgeflachtem Kopf. Die Art zeigt ausgeprägte Barteln rund um das Maul.
Maulstellung
Die endständige Maulstellung des Schwarzweißen Moorwels ermöglicht das effiziente Ergreifen von Beute im Bodenschlamm und Freiwasser.
Rückenflosse Weichstrahlen
70 - 85
Afterflosse Weichstrahlen
60 - 65
Geschlechtsunterschiede
Beim Schwarzweißen Moorwels sind geschlechtsreife Männchen an einer spitz zulaufenden Genitalpapille erkennbar, während Weibchen eine rundliche Papille aufweisen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
In der Regenzeit wandern die Tiere in überflutete Gebiete, wo sie als Freiwasserlaicher ihre Eier abgeben.
Laichtyp
Freiwasserlaicher in Überschwemmungsgebieten
Brutpflege
Eine Brutpflege wird nicht gezeigt, die Eier und Larven werden sich selbst überlassen.
Inkubation
2 Tage

Verhalten

Aktivität
Die Art ist überwiegend nachtaktiv, kann aber auch zur Dämmerung aktiv auf Nahrungssuche gehen.
Sozialverhalten
Im natürlichen Habitat lebt der Schwarzweiße Moorwels meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, kann aber zu Schwärmen aggregieren, etwa vor Laichereignissen.
Wanderung
Saisonale Wanderungen in Überschwemmungsgebiete finden zur Laichzeit statt.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Afrotropis

Nutzung

Fischerei
Er hat hohe wirtschaftliche Bedeutung für Fischerei und Aquakultur, da er robust wachstumsstark und tolerant gegenüber schwierigen Bedingungen ist.
Aquakultur
Die Art zählt zu den wichtigsten Aquakulturfischen Afrikas und wird global auch für Experimentalzwecke genutzt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
56
Quellen
FishBase, IUCN, FAO, Froese & Pauly (Ed.), 2024

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Sommer, Herbst

Angelzeit

Nacht, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Am besten wird auf Clarias gariepinus mit Grundmontagen, Lebendköder oder Fleischstücken geangelt. Auch Netzeinsatz ist weit verbreitet.

Empfohlene Köder

Fleischreste, Würmer, Fischstücke und gelegentlich größere Insektenlarven sind sehr fängig.

Fangplätze

An Flussufern, in Altarmen, nährstoffreichen Seen und Überschwemmungszonen mit viel Deckung sind die Fangchancen besonders hoch.

Ausrüstung

Eine kräftige Grundrute mit stabiler Schnur ist empfehlenswert, da große Exemplare sehr kampfstark sind.

Wetter & Mond

Nach Regenfällen und bei warmen, sauerstoffreichen Bedingungen sind die Fische besonders aktiv.

Winterverhalten

In Regionen mit fallenden Temperaturen reduzieren die Fische ihre Aktivität bis zum Ruhen.

Bissanzeige

Bisse sind häufig stark und abrupt, oft mit kräftigen Zügen zur Seite.

Drillverhalten

Im Drill zeigt die Art ausdauernde Fluchten und nutzt ihre Kraft, um sich im Bodenschlamm zu vergraben.

Landung & Abhaken

Nasse Hände oder Handschuhe vermeiden Verletzungen am Schleimhautpanzer. Auf die spitzen Brustflossen achten!

Typischer Beifang

Neben Clarias-Arten sind Barsche, Karpfenfische und kleine Welse typische Begleitfänge.

Schnell erkennen

Langer, walzenförmiger Körper, sehr breite Maulpartie mit mehreren Barteln und eine durchgehende Rückenflosse sind deutlich erkennbar.

Regelhinweis

In einigen Ländern kann es Fang- oder Besatzauflagen für eingeführte oder gezüchtete Exemplare geben.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

65 °C

Energie

140 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Gräten sind mittelgroß und lassen sich beim Filetieren gut entfernen.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch ist wohlschmeckend mit mildem Geschmack, vielseitig einsetzbar und überzeugt durch seine Zartheit.

Fleischstruktur

Die Textur ist fest bis zart, das Fleisch bleibt auch gegart relativ saftig.

Verwertbare Teile

Filet, Schwanzstück, seitliche Muskelpartien

Hautzubereitung

Die Haut sollte vor der Zubereitung entfernt oder gründlich gereinigt werden, da sie zäh und schleimig ist.

Zubereitungsarten

Der Fisch eignet sich zum Braten, Grillen, Backen und Dünsten sowie für Eintöpfe.

Garzeit

Filets benötigen etwa 10–15 Minuten, dicke Stücke entsprechend länger.

Kräuter & Gewürze

Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Chili, Petersilie und Zitronengras

Beilagen

Reis, gebratene Wurzelgemüse, Gemüsepfannen oder Couscous

Getränke

Leichte Weißweine, kühles Bier oder aromatische Tees

Vorbereitung

Unbedingt vor dem Garen häuten beziehungsweise schleimige Haut gut abreiben und gründlich spülen.

Warnhinweise

Keine bekannten toxikologischen Risiken bei einwandfreiem Verzehr.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 800 l

Mindestteich

ab 3000 l

Temperatur

15 - 35 °C

pH-Wert

6 - 8

Karbonathärte

1 - 15 dKH

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

Die Haltung ist unkompliziert, jedoch sind sehr große Aquarien erforderlich. Für Einsteiger wenig geeignet, da ausgewachsene Tiere ein erhebliches Platzangebot benötigen.

Gruppengröße

Jungtiere lassen sich zeitweise in Gruppen pflegen, adulte Tiere bevorzugen Einzelhaltung oder ausreichend große Teiche.

Vergesellschaftung

Mit größeren, robusten Fischen kann eine Vergesellschaftung versucht werden. Kleine Fische und wirbellose Tiere werden gefressen.

Pflanzen

Pflanzen werden mit zunehmender Größe häufig entwurzelt oder zerstört. Robuste Arten und feste Bepflanzung sind notwendig.

Strömung & Sauerstoff

Eine moderate bis große Strömung fördert das Wohlbefinden. In stehenden Bereichen ist regelmäßige Sauerstoffversorgung essentiell.

Futterannahme

Jungtiere nehmen Frostfutter, Pellets und lebende Nahrung problemlos an. Erwachsene fressen große Pellets, Futterfische, Fleischstücke und Küchenabfälle.

überwinterung

Eine Überwinterung ist nur in wärmeren Regionen möglich, da die Art Temperaturen unter 15°C nicht langfristig verträgt.

Nachzucht

Für erfolgreiche Nachzucht wird warmes, flaches Wasser zur Regenzeit simuliert. Eier werden im offenen Wasser abgelegt, die Larven schlüpfen nach 24–48 Stunden.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Anpassungsfähig