Schwarzweißer Moorwels
Clarias gariepinus
Schwarzweißer Moorwels (Clarias gariepinus), gehört zur Familie Clariidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Schwarzweiße Moorwels hat einen langgestreckten, kräftigen Körper mit abgeflachtem Kopf. Die Art zeigt ausgeprägte Barteln rund um das Maul.
- Maulstellung: Die endständige Maulstellung des Schwarzweißen Moorwels ermöglicht das effiziente Ergreifen von Beute im Bodenschlamm und Freiwasser.
- Die Färbung reicht von dunkelgrau bis schwarz auf dem Rücken, die Flanken sind heller. Der Bauch erscheint meist weißlich.
- Bemerkenswert ist das sehr breite Maul mit acht deutlich sichtbaren Barteln, die der Orientierung und Nahrungsaufnahme dienen. Die Art besitzt ein Hilfsatmungsorgan zur Luftatmung.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Schwarzweißen Moorwels sind geschlechtsreife Männchen an einer spitz zulaufenden Genitalpapille erkennbar, während Weibchen eine rundliche Papille aufweisen.
Lebensraum
Diese Art bewohnt überwiegend langsam fließende Flüsse, Seen und Überschwemmungsgebiete, ist aber auch in Teichen und saisonalen Tümpeln zu finden.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Sumpf
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub
Temperatur: 15 - 35 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Der Schwarzweiße Moorwels ist im gesamten Afrika südlich der Sahara verbreitet, vom Nil bis zum Sambesi sowie in weiten Teilen Nordafrikas und Teilen Westasiens, etwa Israel und Syrien.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Zooplanktonfresser
Clarias gariepinus ernährt sich von Fischen, Krebstieren, Großinsekten, Amphibien sowie gelegentlich von Kleinsäugern oder Pflanzenresten.
Beute: Jungfische verzehren bevorzugt Insektenlarven und Zooplankton, adulte Tiere nehmen größere Beute bis hin zu kleinen Wirbeltieren.
Verbreitung
Region: Afrika südlich der Sahara, Westasien, Nordafrika
Länder: Israel, Syrien
Der Schwarzweiße Moorwels ist im gesamten Afrika südlich der Sahara verbreitet, vom Nil bis zum Sambesi sowie in weiten Teilen Nordafrikas und Teilen Westasiens, etwa Israel und Syrien.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend nachtaktiv, kann aber auch zur Dämmerung aktiv auf Nahrungssuche gehen.
- Im natürlichen Habitat lebt der Schwarzweiße Moorwels meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, kann aber zu Schwärmen aggregieren, etwa vor Laichereignissen.
- Saisonale Wanderungen in Überschwemmungsgebiete finden zur Laichzeit statt.
- In der Regenzeit wandern die Tiere in überflutete Gebiete, wo sie als Freiwasserlaicher ihre Eier abgeben.
- In südostasiatischen Farmen besteht gelegentlich Verwechslungsgefahr mit anderen Clarias-Arten, aber keine Gesundheitsrisiken.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Clariidae
- Gattung
- Clarias
- Art
- gariepinus
- Erstbeschreiber
- Burchell, 1822
- Synonyme
- Afrikanischer Raubwels, African Catfish
Morphologie
- Körperform
- Der Schwarzweiße Moorwels hat einen langgestreckten, kräftigen Körper mit abgeflachtem Kopf. Die Art zeigt ausgeprägte Barteln rund um das Maul.
- Maulstellung
- Die endständige Maulstellung des Schwarzweißen Moorwels ermöglicht das effiziente Ergreifen von Beute im Bodenschlamm und Freiwasser.
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 70 - 85
- Afterflosse Weichstrahlen
- 60 - 65
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Schwarzweißen Moorwels sind geschlechtsreife Männchen an einer spitz zulaufenden Genitalpapille erkennbar, während Weibchen eine rundliche Papille aufweisen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- In der Regenzeit wandern die Tiere in überflutete Gebiete, wo sie als Freiwasserlaicher ihre Eier abgeben.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher in Überschwemmungsgebieten
- Brutpflege
- Eine Brutpflege wird nicht gezeigt, die Eier und Larven werden sich selbst überlassen.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend nachtaktiv, kann aber auch zur Dämmerung aktiv auf Nahrungssuche gehen.
- Sozialverhalten
- Im natürlichen Habitat lebt der Schwarzweiße Moorwels meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, kann aber zu Schwärmen aggregieren, etwa vor Laichereignissen.
- Wanderung
- Saisonale Wanderungen in Überschwemmungsgebiete finden zur Laichzeit statt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Er hat hohe wirtschaftliche Bedeutung für Fischerei und Aquakultur, da er robust wachstumsstark und tolerant gegenüber schwierigen Bedingungen ist.
- Aquakultur
- Die Art zählt zu den wichtigsten Aquakulturfischen Afrikas und wird global auch für Experimentalzwecke genutzt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 56
- Quellen
- FishBase, IUCN, FAO, Froese & Pauly (Ed.), 2024
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangSommer, Herbst
Nacht, Abenddämmerung
Mittel
Am besten wird auf Clarias gariepinus mit Grundmontagen, Lebendköder oder Fleischstücken geangelt. Auch Netzeinsatz ist weit verbreitet.
Fleischreste, Würmer, Fischstücke und gelegentlich größere Insektenlarven sind sehr fängig.
An Flussufern, in Altarmen, nährstoffreichen Seen und Überschwemmungszonen mit viel Deckung sind die Fangchancen besonders hoch.
Eine kräftige Grundrute mit stabiler Schnur ist empfehlenswert, da große Exemplare sehr kampfstark sind.
Nach Regenfällen und bei warmen, sauerstoffreichen Bedingungen sind die Fische besonders aktiv.
In Regionen mit fallenden Temperaturen reduzieren die Fische ihre Aktivität bis zum Ruhen.
Bisse sind häufig stark und abrupt, oft mit kräftigen Zügen zur Seite.
Im Drill zeigt die Art ausdauernde Fluchten und nutzt ihre Kraft, um sich im Bodenschlamm zu vergraben.
Nasse Hände oder Handschuhe vermeiden Verletzungen am Schleimhautpanzer. Auf die spitzen Brustflossen achten!
Neben Clarias-Arten sind Barsche, Karpfenfische und kleine Welse typische Begleitfänge.
Langer, walzenförmiger Körper, sehr breite Maulpartie mit mehreren Barteln und eine durchgehende Rückenflosse sind deutlich erkennbar.
In einigen Ländern kann es Fang- oder Besatzauflagen für eingeführte oder gezüchtete Exemplare geben.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung65 °C
140 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mittelfett
Gräten sind mittelgroß und lassen sich beim Filetieren gut entfernen.
Mittel
Das Fleisch ist wohlschmeckend mit mildem Geschmack, vielseitig einsetzbar und überzeugt durch seine Zartheit.
Die Textur ist fest bis zart, das Fleisch bleibt auch gegart relativ saftig.
Filet, Schwanzstück, seitliche Muskelpartien
Die Haut sollte vor der Zubereitung entfernt oder gründlich gereinigt werden, da sie zäh und schleimig ist.
Der Fisch eignet sich zum Braten, Grillen, Backen und Dünsten sowie für Eintöpfe.
Filets benötigen etwa 10–15 Minuten, dicke Stücke entsprechend länger.
Ingwer, Knoblauch, Kurkuma, Chili, Petersilie und Zitronengras
Reis, gebratene Wurzelgemüse, Gemüsepfannen oder Couscous
Leichte Weißweine, kühles Bier oder aromatische Tees
Unbedingt vor dem Garen häuten beziehungsweise schleimige Haut gut abreiben und gründlich spülen.
Keine bekannten toxikologischen Risiken bei einwandfreiem Verzehr.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 800 l
ab 3000 l
15 - 35 °C
6 - 8
1 - 15 dKH
Bodennah
Die Haltung ist unkompliziert, jedoch sind sehr große Aquarien erforderlich. Für Einsteiger wenig geeignet, da ausgewachsene Tiere ein erhebliches Platzangebot benötigen.
Jungtiere lassen sich zeitweise in Gruppen pflegen, adulte Tiere bevorzugen Einzelhaltung oder ausreichend große Teiche.
Mit größeren, robusten Fischen kann eine Vergesellschaftung versucht werden. Kleine Fische und wirbellose Tiere werden gefressen.
Pflanzen werden mit zunehmender Größe häufig entwurzelt oder zerstört. Robuste Arten und feste Bepflanzung sind notwendig.
Eine moderate bis große Strömung fördert das Wohlbefinden. In stehenden Bereichen ist regelmäßige Sauerstoffversorgung essentiell.
Jungtiere nehmen Frostfutter, Pellets und lebende Nahrung problemlos an. Erwachsene fressen große Pellets, Futterfische, Fleischstücke und Küchenabfälle.
Eine Überwinterung ist nur in wärmeren Regionen möglich, da die Art Temperaturen unter 15°C nicht langfristig verträgt.
Für erfolgreiche Nachzucht wird warmes, flaches Wasser zur Regenzeit simuliert. Eier werden im offenen Wasser abgelegt, die Larven schlüpfen nach 24–48 Stunden.
Mittel
Anpassungsfähig

