Quastenflosser
Latimeria chalumnae
Quastenflosser (Latimeria chalumnae), gehört zur Familie Latimeriidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Quastenflosser hat einen kräftigen, spindelförmigen Körper mit massigen, lappenartigen Flossenansätzen; die robuste Gestalt unterstützt langsame, wendige Bewegungen in Felsspalten und Höhlen.
- Maulstellung: Das Maul ist weitgehend endständig angelegt und ermöglicht dem Quastenflosser das Erfassen von Beute an felsigen Untergründen und im Freiwasser.
- Die Färbung zeigt ein dunkles, blau-graues Grundkleid mit helleren, unregelmäßigen Flecken; dorsal meist dunkler als ventral ausgeprägt, wodurch ein leichter Kontrast entsteht.
- Typisch sind die lappenartigen, knorpelig gestützten Flossenansätze, ein intrakraniales Gelenk und ein fetthaltiges Organ im Rumpf, das die Funktion eines Schwimmblasenäquivalents übernimmt; zudem besitzt die Schnauze ein rostrales Elektroorgan.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Quastenflosser sind Weibchen in der Regel größer als Männchen, ansonsten ist der äußere Geschlechtsdimorphismus nur wenig ausgeprägt.
Lebensraum
Quastenflosser leben bevorzugt in tiefen Felshöhlen und Steilwänden des Kontinentalhangs; tagsüber ziehen sie sich in Spalten zurück und gehen nachts auf Nahrungssuche.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Höhle, Küstengewässer, Felsriff, Bodennah, Bodenlebend, Tiefsee
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur
Temperatur: 12 - 22 Grad C
Latimeria chalumnae kommt ausschließlich im westlichen Indischen Ozean vor; die Art ist besonders in der Region um die Komoren sowie an den Küsten Ostafrikas und Madagaskars dokumentiert und gilt damit als regional endemisch.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser
Quastenflosser ernähren sich überwiegend räuberisch von Bodentieren und kleinen Knochenfischen; die Art jagt nachts in der Nähe des Grundes und in Spalten nach Beute.
Beute: Als Beute dienen kleine demersale Fische, Kopffüßer und bodenbewohnende Krebstiere; größere Beutetiere werden eher selten erbeutet.
Verbreitung
Region: Indischer Ozean, Afrika südlich der Sahara
Länder: Komoren, Tansania, Mosambik, Madagaskar, Südafrika
Latimeria chalumnae kommt ausschließlich im westlichen Indischen Ozean vor; die Art ist besonders in der Region um die Komoren sowie an den Küsten Ostafrikas und Madagaskars dokumentiert und gilt damit als regional endemisch.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend nachtaktiv und bleibt tagsüber in Felshöhlen verborgen; nächtliche Streifzüge dienen der Nahrungssuche.
- Quastenflosser werden zumeist einzeln oder in sehr kleinen Gruppen beobachtet; es sind keine ausgeprägten Schwarmbildungen bekannt.
- Es gibt keine großen saisonalen Wanderungen; Individuen bleiben meist in relativ begrenzten Habitatbereichen nahe ihren Höhlen.
- Die Fortpflanzung erfolgt intern mit lebendgebärender Entwicklung (Ovoviviparie), wobei die Embryonen im Mutterleib heranreifen.
- Es sind keine spezifischen Gefahren für Menschen bekannt; Schutzmaßnahmen richten sich vor allem auf den Erhalt der Art.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Sarcopterygii
- Ordnung
- Coelacanthiformes
- Familie
- Latimeriidae
- Gattung
- Latimeria
- Art
- chalumnae
- Erstbeschreiber
- Smith, 1939
Morphologie
- Körperform
- Der Quastenflosser hat einen kräftigen, spindelförmigen Körper mit massigen, lappenartigen Flossenansätzen; die robuste Gestalt unterstützt langsame, wendige Bewegungen in Felsspalten und Höhlen.
- Maulstellung
- Das Maul ist weitgehend endständig angelegt und ermöglicht dem Quastenflosser das Erfassen von Beute an felsigen Untergründen und im Freiwasser.
- Rückenflosse Hartstrahlen
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- Geschlechtsunterschiede
- Beim Quastenflosser sind Weibchen in der Regel größer als Männchen, ansonsten ist der äußere Geschlechtsdimorphismus nur wenig ausgeprägt.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt intern mit lebendgebärender Entwicklung (Ovoviviparie), wobei die Embryonen im Mutterleib heranreifen.
- Laichtyp
- Innere Entwicklung mit lebend geborenen Jungfischen (Ovoviviparie).
- Brutpflege
- Nach der Geburt übernehmen Eltern keine Brutpflege; die Jungfische sind sofort relativ selbstständig.
- Inkubation
- 365 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend nachtaktiv und bleibt tagsüber in Felshöhlen verborgen; nächtliche Streifzüge dienen der Nahrungssuche.
- Sozialverhalten
- Quastenflosser werden zumeist einzeln oder in sehr kleinen Gruppen beobachtet; es sind keine ausgeprägten Schwarmbildungen bekannt.
- Wanderung
- Es gibt keine großen saisonalen Wanderungen; Individuen bleiben meist in relativ begrenzten Habitatbereichen nahe ihren Höhlen.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Gelegentliche Beifänge in Tiefseefischereien kommen vor, jedoch spielt die Art keine wirtschaftlich relevante Rolle.
- Aquakultur
- Keine Relevanz für Aquakultur; Haltung und Zucht in Gefangenschaft sind nicht etabliert.
Schutz & Quellen
- Quellen
- IUCN Red List; FishBase; J.L.B. Smith (1939); Peer-reviewed literature zu Latimeria chalumnae

