Peruanischer Wildkaiserbarsch
Apistogramma bitaeniata
Peruanischer Wildkaiserbarsch (Apistogramma bitaeniata), gehört zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art hat einen seitlich abgeflachten, relativ gestreckten Körper mit auffälligen, lang ausgezogenen Flossenstrahlen bei Männchen.
- Maulstellung: Beim Peruanischen Wildkaiserbarsch ist das kleine, endständige Maul ideal, um im dichten Pflanzendickicht auf Nahrungssuche zu gehen.
- Diese Art zeigt eine auffällige blaue bis türkise Grundfärbung mit zwei dunklen horizontalen Längsstreifen und roten oder gelben Flossenrändern, besonders bei adulten Männchen.
- Insbesondere die Rückenflosse der Männchen ist stark ausgezogen und signalisiert Gesundheitszustand und Rang beim Imponierverhalten.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Peruanischen Wildkaiserbarsch sind die Männchen farblich intensiver, größer und besitzen längere Flossenfilamente als die Weibchen.
Lebensraum
In naturnahen Altarmen des peruanischen Amazonasregenwaldes lebt diese Art bevorzugt zwischen Laubansammlungen und Unterwasserpflanzen.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 23 - 28 Grad C
pH-Wert: 4.8 - 6.5
Apistogramma bitaeniata kommt im peruanischen Teil des Amazonasbeckens vor, vor allem im Rio Nanay, Rio Tigre und kleineren Zuflüssen.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser, Detritusfresser
Der Peruanische Wildkaiserbarsch ernährt sich in der Natur von kleinen Krebstieren, Insektenlarven und Mikroorganismen, die er am Bodengrund aufspürt.
Beute: Kleine Ruderfußkrebse, Cyclops, Mückenlarven, kleine Würmchen, gelegentlich Detritus.
Verbreitung
Region: Südamerika
Länder: Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Peru, Suriname, Venezuela
Apistogramma bitaeniata kommt im peruanischen Teil des Amazonasbeckens vor, vor allem im Rio Nanay, Rio Tigre und kleineren Zuflüssen.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und nutzt das morgendliche Licht für Balz und Nahrungssuche.
- Als Haremsfisch mit territorialen Männchen benötigen sie ausreichend Raum zur Revierbildung; Weibchen leben paarweise oder in kleinen Gruppen.
- Standorttreu – der Peruanische Wildkaiserbarsch bleibt überwiegend im gleichen Abschnitt des Gewässers.
- Ein Weibchen legt die Eier meist in Höhlen oder unter Wurzeln ab, das Männchen bewacht sein Revier.
- Keine Risiken für Menschen; artgerechte Pflege ist rücksichts- und kenntnisreich umzusetzen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Unterordnung
- Cichlidae
- Familie
- Cichlidae
- Unterfamilie
- Cichlinae
- Gattung
- Apistogramma
- Art
- bitaeniata
- Erstbeschreiber
- Pellegrin, 1936
- Synonyme
- Apistogramma sweglesi, Apistogramma sweglesi var. bitaeniata
Morphologie
- Körperform
- Die Art hat einen seitlich abgeflachten, relativ gestreckten Körper mit auffälligen, lang ausgezogenen Flossenstrahlen bei Männchen.
- Maulstellung
- Beim Peruanischen Wildkaiserbarsch ist das kleine, endständige Maul ideal, um im dichten Pflanzendickicht auf Nahrungssuche zu gehen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 3 - 4
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 14 - 17
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 8 - 10
- Seitenlinie
- 23 - 26
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Peruanischen Wildkaiserbarsch sind die Männchen farblich intensiver, größer und besitzen längere Flossenfilamente als die Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Ein Weibchen legt die Eier meist in Höhlen oder unter Wurzeln ab, das Männchen bewacht sein Revier.
- Laichtyp
- Höhlenlaicher
- Brutpflege
- Das Weibchen betreibt intensive Brutpflege durch Bewachung und Belüftung der Eier, bis die Jungfische selbständig sind.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und nutzt das morgendliche Licht für Balz und Nahrungssuche.
- Sozialverhalten
- Als Haremsfisch mit territorialen Männchen benötigen sie ausreichend Raum zur Revierbildung; Weibchen leben paarweise oder in kleinen Gruppen.
- Wanderung
- Standorttreu – der Peruanische Wildkaiserbarsch bleibt überwiegend im gleichen Abschnitt des Gewässers.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Für die kommerzielle Fischerei spielt die Art keine Rolle.
- Aquakultur
- In der Aquaristik ist Apistogramma bitaeniata als Wildfang und gelegentlich als Nachzucht verfügbar.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 46
- Quellen
- FishBase, IUCN, Römer U. (1996): Cichliden Atlas, Amazonas Magazin
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
23 - 28 °C
4.8 - 6.5
0 - 5 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Für erfahrene Aquarianer mit Kenntnissen in Weichwasserhaltung geeignet; stabile Wasserwerte unerlässlich.
Ein Männchen mit mehreren Weibchen und Verstecken stärkt das natürliche Sozialverhalten.
Mit anderen ruhigen Zwergbuntbarschen und kleinen Salmlern ist eine Vergesellschaftung möglich, solange ausreichend Rückzugsmöglichkeiten vorhanden sind.
Apistogramma bitaeniata schätzt dichten Pflanzenwuchs im Aquarium und beschädigt keine Pflanzen.
Leichte bis mittlere Strömung, am besten filterbedingt, im Lebensraum meist sehr ruhig.
Futter wird im Aquarium häufig lebhaft angenommen, lebende und frostige Nahrung sind besonders beliebt.
Zur Nachzucht sind sehr weiches, leicht saures Wasser und viele Höhlenstrukturen erforderlich.
Schwer
Gedämpft

