Mandarinen-Kaiserbuntbarsch
Apistogramma baenschi
Mandarinen-Kaiserbuntbarsch (Apistogramma baenschi), gehört zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art zeichnet sich durch einen seitlich stark abgeflachten, kompakten Körperbau aus. Breite Rückenflosse und deutliche Flossenzeichnung unterstreichen das Profil.
- Maulstellung: Beim Mandarinen-Kaiserbuntbarsch sitzt das Maul endständig und ermöglicht eine gezielte Aufnahme kleiner Beute direkt vor dem Körper.
- Das auffällige Farbmuster kombiniert strahlend blaue, gelbe und orange Farbtöne mit schwarzen Längsstreifen. In der Balz zeigen sich die Farben besonders intensiv.
- Bei der Art sind die Rücken- und Afterflossen mit kräftigen, teils verlängerten Strahlen versehen, die bei dominanten Männchen mehr ausgeprägt sind.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Mandarinen-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer, intensiver gefärbt und besitzen verlängerte Flossenstrahlen an Rücken- und Schwanzflosse. Weibchen bleiben kleiner und zeigen einen eher gelben Grundton.
Lebensraum
Typisch für Apistogramma baenschi sind langsam fließende, pflanzenreiche Gewässer mit weichem, leicht saurem Wasser und vielen Verstecken aus Laub oder Wurzeln.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf, Bodenlebend
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Sand, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 23 - 29 Grad C
pH-Wert: 5 - 7
Apistogramma baenschi, der Mandarinen-Kaiserbuntbarsch, kommt endemisch im Einzugsgebiet des oberen Río Huallaga in Peru vor. Er bewohnt kleine Nebenflüsse, sumpfige Bereiche und saisonal überschwemmte Wälder.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser
Die Nahrung besteht in der Natur hauptsächlich aus kleinen Wirbellosen, Insektenlarven, Krebstieren und gelegentlich Zooplankton.
Beute: Asseln, Mückenlarven, kleine Garnelen und Würmer stehen häufig auf dem Speiseplan.
Verbreitung
Region: Südamerika
Länder: Peru
Apistogramma baenschi, der Mandarinen-Kaiserbuntbarsch, kommt endemisch im Einzugsgebiet des oberen Río Huallaga in Peru vor. Er bewohnt kleine Nebenflüsse, sumpfige Bereiche und saisonal überschwemmte Wälder.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist vorwiegend tagaktiv und zeigt bei Fütterung und Balz besonders rege Bewegungen.
- Mandarinen-Kaiserbuntbarsche zeigen ein stark ausgeprägtes Brutpflegeverhalten und ausgeprägte Territorialität, Männchen bewachen ihr Revier und balzen intensiv um die Weibchen.
- Die Art gilt als standorttreu und wandert nicht.
- Die Eiablage erfolgt bevorzugt in kleinen Höhlen oder Spalten, das Weibchen betreibt intensive Brutpflege und bewacht die Larven.
- Bei artgerechter Haltung bestehen keine Risiken.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Unterfamilie
- Cichlinae
- Gattung
- Apistogramma
- Art
- baenschi
- Erstbeschreiber
- Staeck & Schindler, 2008
Morphologie
- Körperform
- Die Art zeichnet sich durch einen seitlich stark abgeflachten, kompakten Körperbau aus. Breite Rückenflosse und deutliche Flossenzeichnung unterstreichen das Profil.
- Maulstellung
- Beim Mandarinen-Kaiserbuntbarsch sitzt das Maul endständig und ermöglicht eine gezielte Aufnahme kleiner Beute direkt vor dem Körper.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 15 - 17
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 5 - 7
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 6 - 9
- Wirbel
- 24 - 26
- Seitenlinie
- 20 - 24
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Mandarinen-Kaiserbuntbarsch sind die Männchen größer, intensiver gefärbt und besitzen verlängerte Flossenstrahlen an Rücken- und Schwanzflosse. Weibchen bleiben kleiner und zeigen einen eher gelben Grundton.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Eiablage erfolgt bevorzugt in kleinen Höhlen oder Spalten, das Weibchen betreibt intensive Brutpflege und bewacht die Larven.
- Laichtyp
- Höhlenlaicher
- Brutpflege
- Das Weibchen betreibt ausgeprägte mütterliche Brutpflege, verteidigt Gelege und Jungfische über mehrere Wochen.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist vorwiegend tagaktiv und zeigt bei Fütterung und Balz besonders rege Bewegungen.
- Sozialverhalten
- Mandarinen-Kaiserbuntbarsche zeigen ein stark ausgeprägtes Brutpflegeverhalten und ausgeprägte Territorialität, Männchen bewachen ihr Revier und balzen intensiv um die Weibchen.
- Wanderung
- Die Art gilt als standorttreu und wandert nicht.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Die Art wird nicht kommerziell gefischt, ist aber im Aquarienhandel präsent.
- Aquakultur
- In der Zierfischzucht wird die Nachzucht regelmäßig und erfolgreich praktiziert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, Staeck & Schindler 2008, DATZ, IUCN
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
23 - 29 °C
5 - 7
0 - 5 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Die Haltung gilt als mittel: Anspruchsvoll bezüglich Wasserparameter und Versteckangebot – ideal für engagierte Aquarianer mit Erfahrung.
Eine Paar- oder Haremshaltung mit 1 Männchen und 2–3 Weibchen ist optimal.
Am besten halten Aquarianer die Tiere mit friedlichen, nicht zu kleinen Fischen und vermeiden ruppige Mitbewohner.
Vergesellschaftung mit Pflanzen ist problemlos, da Apistogramma baenschi diese nicht schädigt.
Leichte bis moderate Strömung wird bevorzugt, ruhige Bereiche sind zum Ablegen der Eier notwendig.
Vor allem Frost- und Lebendfutter werden gerne genommen; hochwertiges Granulat oder feines Flockenfutter kann ergänzt werden.
Keine Teichhaltung geeignet, da die Art auf hohe Wassertemperaturen angewiesen ist.
Nachzuchten erfordern weiches, leicht saures Wasser und zahlreiche Höhlenverstecke; regelmäßige Wasserwechsel fördern den Laichansatz.
Mittel
Mittel

