FischLex
KI-generiert

Neuseeländischer Aal

Anguilla dieffenbachii

Neuseeländischer Aal (Anguilla dieffenbachii), gehört zur Familie Anguillidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

120 cm, max 200 cmmax 40 kgbis 100 Jahre0-60 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Der langgestreckte Körper mit schleimiger Haut ermöglicht dem Neuseeländischen Aal das mühelose Schwimmen in engen und verwinkelten Gewässern.
  • Maulstellung: Beim Neuseeländischen Aal befindet sich das Maul terminal und erlaubt eine vielseitige Ernährung aus verschiedensten Quellen am Gewässerboden oder im freien Wasser.
  • Die dunkle olivbraune bis fast schwarze Färbung der Oberseite kontrastiert mit dem helleren Bauch. Jungtiere sind silbergrau, ältere Tiere erscheinen oft sehr dunkel.
  • Die Art zeichnet sich durch extrem lange Rücken- und Afterflossen aus, die nahtlos mit der Schwanzflosse verbunden sind.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Neuseeländischen Aal sind die Weibchen deutlich größer und können ein viel höheres Alter erreichen als die Männchen.

Lebensraum

Die Hauptlebensräume sind Süßwasserflüsse, Seen und Bäche in Neuseeland, häufig mit Sand-, Kies- oder Schlammboden. Auch in seichten Küstenbereichen können sie zeitweise vorkommen.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Feuchtgebiet, Sumpf, Ästuar, Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Kies, Schlamm

Temperatur: 8 - 26 Grad C

pH-Wert: 6.2 - 8.5

Anguilla dieffenbachii kommt ausschließlich in Neuseeland vor und ist in Flüssen, Seen, Sümpfen und Feuchtgebieten auf der Nord- und Südinsel weit verbreitet.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Aasfresser

Diese Aalart ernährt sich von Fischen, Krebstieren, Insekten und gelegentlich auch von Wasserpflanzen oder Aas.

Beute: Typische Beute sind Süßwasserfische, Flusskrebse, Larven aquatischer Insekten und Würmer.

Typische Beute sind Süßwasserfische
Flusskrebse
Larven aquatischer Insekten und Würmer.

Verbreitung

Region: Ozeanien, Australien

Länder: Neuseeland

Anguilla dieffenbachii kommt ausschließlich in Neuseeland vor und ist in Flüssen, Seen, Sümpfen und Feuchtgebieten auf der Nord- und Südinsel weit verbreitet.

Besonderheiten

  • Nachts sind Neuseeländische Aale aktiv auf Nahrungssuche, während sie sich tagsüber bevorzugt verstecken oder eingraben.
  • Diese Fische leben meist einzelgängerisch und verteidigen bevorzugte Verstecke aggressiv gegen Artgenossen.
  • Im Rahmen der Fortpflanzung legen adulte Tiere lange Wanderungen von den Binnengewässern zu entfernten Laichgebieten im westlichen Pazifik zurück.
  • Die Art ist katadrom und pflanzt sich nur einmal im Leben im offenen Ozean fort (Semelparität).
  • Keine speziellen Risiken für Menschen im Umgang mit dieser Art.
NachtaktivFischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser...Der Neuseeländische Aal ist ein traditioneller S...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Elopomorpha
Ordnung
Anguilliformes
Familie
Anguillidae
Gattung
Anguilla
Art
dieffenbachii
Erstbeschreiber
Gray, 1842

Morphologie

Körperform
Der langgestreckte Körper mit schleimiger Haut ermöglicht dem Neuseeländischen Aal das mühelose Schwimmen in engen und verwinkelten Gewässern.
Maulstellung
Beim Neuseeländischen Aal befindet sich das Maul terminal und erlaubt eine vielseitige Ernährung aus verschiedensten Quellen am Gewässerboden oder im freien Wasser.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
240 - 250
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
200 - 220
Wirbel
105 - 112
Geschlechtsunterschiede
Beim Neuseeländischen Aal sind die Weibchen deutlich größer und können ein viel höheres Alter erreichen als die Männchen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Art ist katadrom und pflanzt sich nur einmal im Leben im offenen Ozean fort (Semelparität).
Laichtyp
Freiwasserlaicher, laichen vermutlich in großer Tiefe im Meer.
Brutpflege
Nach dem Ablaichen findet beim Neuseeländischen Aal keine Brutpflege statt.

Verhalten

Aktivität
Nachts sind Neuseeländische Aale aktiv auf Nahrungssuche, während sie sich tagsüber bevorzugt verstecken oder eingraben.
Sozialverhalten
Diese Fische leben meist einzelgängerisch und verteidigen bevorzugte Verstecke aggressiv gegen Artgenossen.
Wanderung
Im Rahmen der Fortpflanzung legen adulte Tiere lange Wanderungen von den Binnengewässern zu entfernten Laichgebieten im westlichen Pazifik zurück.
Endemisch
Ja
Biogeographie
Australis

Nutzung

Fischerei
Die Art wird noch handwerklich und in kleinem Maßstab befischt, jedoch nehmen die Bestände durch Überfischung und Lebensraumverlust ab.
Aquakultur
Aufzucht in kontrollierten Systemen ist bislang kaum wirtschaftlich, da die Zuchtbedingungen sehr anspruchsvoll sind.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN, McDowall RM (2010): New Zealand Freshwater Fishes, Te Ara – The Encyclopedia of New Zealand.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Sommer, Herbst

Angelzeit

Nacht, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Regelhinweis

Aale stehen in Neuseeland teilweise unter besonderen Schutzbestimmungen; lokale Fangquoten unbedingt beachten.

Angelmethoden

Traditionell werden Reusen verwendet, Angler setzen Köder wie Fischstücke und Würmer nahe Grund ein.

Empfohlene Köder

Fischfetzen, tote Kleinfische und größere Würmer gelten als besonders fängig.

  • Würmer
  • Köderfische
  • Fischfetzen
Fangplätze

Tiefe Kolke, Flussmündungen und unterspülte Ufer bieten die besten Möglichkeiten.

Ausrüstung

Schweres Grundangeln mit robusten Schnüren und großen Haken wird für den kräftigen Aal empfohlen.

Wetter & Mond

Besonders nach starken Regenfällen und bei leicht trübem Wasser sind die Aale aktiv.

Winterverhalten

Im Winter nehmen Aktivität und Fressverhalten ab, die Fangchancen sinken deutlich.

Bissanzeige

Meist langsam ziehende oder ruckartige Bisse, Köder werden gerne länger gehalten.

Drillverhalten

Starke, ausdauernde Fluchten am Gewässergrund; der Aal kann sich um Hindernisse winden und das Vorfach beschädigen.

Landung & Abhaken

Nasses Tuch für den Griff empfohlen. Vorsicht wegen der schlüpfrigen Haut, Fisch möglichst schonend behandeln und rasch zurücksetzen.

Typischer Beifang

Flussbarsche, Plattfische und kleinere Süßwasserfische sind typischer Beifang bei der Aal-Fischerei.

Schnell erkennen

Sehr lange, zusammenhängende Rücken-, Schwanz- und Afterflosse, oliv-braune bis schwarze Färbung, extrem schleimige Haut.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kulinarische Kerntemperatur

65 °C

Energie

260 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Fettreich

Grätenstruktur

Gering

Wenig störende Gräten, dicke Mittelgräte, lässt sich leicht filetieren.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Aal-Fleisch ist sehr aromatisch und erinnert an geräucherten Fisch, dabei angenehm würzig.

  • Aromatisch
Fleischstruktur

Das Fleisch ist fest, dabei jedoch saftig und fett, was sich besonders beim Räuchern bemerkbar macht.

  • Fest
Verwertbare Teile

Filet, Rückenstücke und Haut können verarbeitet werden.

Hautzubereitung

Vor der Zubereitung empfiehlt sich oft das Häuten, da die Haut sehr schleimig ist.

Zubereitungsarten

Das Räuchern gilt traditionell als beliebteste Zubereitung, aber auch Grillen oder Braten überzeugt durch volles Aroma.

  • Braten
  • Grillen
  • Räuchern
Garzeit

Filets benötigen beim Braten oder Grillen etwa 8–10 Minuten, im Rauch ca. 60–90 Minuten.

Kräuter & Gewürze

Dill, Petersilie, Knoblauch und etwas Zitronensaft unterstreichen das Aroma.

Beilagen

Kartoffeln, frisches Brot und grüne Salate harmonieren besonders gut.

Getränke

Ein kräftiger Weißwein oder ein helles Bier passen hervorragend.

Vorbereitung

Aale vor der Zubereitung abhäuten und kurz abspülen, um den typischen Schleim zu entfernen.

Warnhinweise

Aal sollte niemals roh verzehrt werden, da roher Aalblut giftig ist.

Sicheres Erhitzen

Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.