Neuseeländischer Aal
Anguilla dieffenbachii
Neuseeländischer Aal (Anguilla dieffenbachii), gehört zur Familie Anguillidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der langgestreckte Körper mit schleimiger Haut ermöglicht dem Neuseeländischen Aal das mühelose Schwimmen in engen und verwinkelten Gewässern.
- Maulstellung: Beim Neuseeländischen Aal befindet sich das Maul terminal und erlaubt eine vielseitige Ernährung aus verschiedensten Quellen am Gewässerboden oder im freien Wasser.
- Die dunkle olivbraune bis fast schwarze Färbung der Oberseite kontrastiert mit dem helleren Bauch. Jungtiere sind silbergrau, ältere Tiere erscheinen oft sehr dunkel.
- Die Art zeichnet sich durch extrem lange Rücken- und Afterflossen aus, die nahtlos mit der Schwanzflosse verbunden sind.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Neuseeländischen Aal sind die Weibchen deutlich größer und können ein viel höheres Alter erreichen als die Männchen.
Lebensraum
Die Hauptlebensräume sind Süßwasserflüsse, Seen und Bäche in Neuseeland, häufig mit Sand-, Kies- oder Schlammboden. Auch in seichten Küstenbereichen können sie zeitweise vorkommen.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Feuchtgebiet, Sumpf, Ästuar, Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies, Schlamm
Temperatur: 8 - 26 Grad C
pH-Wert: 6.2 - 8.5
Anguilla dieffenbachii kommt ausschließlich in Neuseeland vor und ist in Flüssen, Seen, Sümpfen und Feuchtgebieten auf der Nord- und Südinsel weit verbreitet.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Aasfresser
Diese Aalart ernährt sich von Fischen, Krebstieren, Insekten und gelegentlich auch von Wasserpflanzen oder Aas.
Beute: Typische Beute sind Süßwasserfische, Flusskrebse, Larven aquatischer Insekten und Würmer.
Verbreitung
Region: Ozeanien, Australien
Länder: Neuseeland
Anguilla dieffenbachii kommt ausschließlich in Neuseeland vor und ist in Flüssen, Seen, Sümpfen und Feuchtgebieten auf der Nord- und Südinsel weit verbreitet.
Galerie
Besonderheiten
- Nachts sind Neuseeländische Aale aktiv auf Nahrungssuche, während sie sich tagsüber bevorzugt verstecken oder eingraben.
- Diese Fische leben meist einzelgängerisch und verteidigen bevorzugte Verstecke aggressiv gegen Artgenossen.
- Im Rahmen der Fortpflanzung legen adulte Tiere lange Wanderungen von den Binnengewässern zu entfernten Laichgebieten im westlichen Pazifik zurück.
- Die Art ist katadrom und pflanzt sich nur einmal im Leben im offenen Ozean fort (Semelparität).
- Keine speziellen Risiken für Menschen im Umgang mit dieser Art.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Elopomorpha
- Ordnung
- Anguilliformes
- Familie
- Anguillidae
- Gattung
- Anguilla
- Art
- dieffenbachii
- Erstbeschreiber
- Gray, 1842
Morphologie
- Körperform
- Der langgestreckte Körper mit schleimiger Haut ermöglicht dem Neuseeländischen Aal das mühelose Schwimmen in engen und verwinkelten Gewässern.
- Maulstellung
- Beim Neuseeländischen Aal befindet sich das Maul terminal und erlaubt eine vielseitige Ernährung aus verschiedensten Quellen am Gewässerboden oder im freien Wasser.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 240 - 250
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 200 - 220
- Wirbel
- 105 - 112
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Neuseeländischen Aal sind die Weibchen deutlich größer und können ein viel höheres Alter erreichen als die Männchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art ist katadrom und pflanzt sich nur einmal im Leben im offenen Ozean fort (Semelparität).
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher, laichen vermutlich in großer Tiefe im Meer.
- Brutpflege
- Nach dem Ablaichen findet beim Neuseeländischen Aal keine Brutpflege statt.
Verhalten
- Aktivität
- Nachts sind Neuseeländische Aale aktiv auf Nahrungssuche, während sie sich tagsüber bevorzugt verstecken oder eingraben.
- Sozialverhalten
- Diese Fische leben meist einzelgängerisch und verteidigen bevorzugte Verstecke aggressiv gegen Artgenossen.
- Wanderung
- Im Rahmen der Fortpflanzung legen adulte Tiere lange Wanderungen von den Binnengewässern zu entfernten Laichgebieten im westlichen Pazifik zurück.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Australis
Nutzung
- Fischerei
- Die Art wird noch handwerklich und in kleinem Maßstab befischt, jedoch nehmen die Bestände durch Überfischung und Lebensraumverlust ab.
- Aquakultur
- Aufzucht in kontrollierten Systemen ist bislang kaum wirtschaftlich, da die Zuchtbedingungen sehr anspruchsvoll sind.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, McDowall RM (2010): New Zealand Freshwater Fishes, Te Ara – The Encyclopedia of New Zealand.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangSommer, Herbst
Nacht, Abenddämmerung
Mittel
Aale stehen in Neuseeland teilweise unter besonderen Schutzbestimmungen; lokale Fangquoten unbedingt beachten.
Traditionell werden Reusen verwendet, Angler setzen Köder wie Fischstücke und Würmer nahe Grund ein.
Fischfetzen, tote Kleinfische und größere Würmer gelten als besonders fängig.
Tiefe Kolke, Flussmündungen und unterspülte Ufer bieten die besten Möglichkeiten.
Schweres Grundangeln mit robusten Schnüren und großen Haken wird für den kräftigen Aal empfohlen.
Besonders nach starken Regenfällen und bei leicht trübem Wasser sind die Aale aktiv.
Im Winter nehmen Aktivität und Fressverhalten ab, die Fangchancen sinken deutlich.
Meist langsam ziehende oder ruckartige Bisse, Köder werden gerne länger gehalten.
Starke, ausdauernde Fluchten am Gewässergrund; der Aal kann sich um Hindernisse winden und das Vorfach beschädigen.
Nasses Tuch für den Griff empfohlen. Vorsicht wegen der schlüpfrigen Haut, Fisch möglichst schonend behandeln und rasch zurücksetzen.
Flussbarsche, Plattfische und kleinere Süßwasserfische sind typischer Beifang bei der Aal-Fischerei.
Sehr lange, zusammenhängende Rücken-, Schwanz- und Afterflosse, oliv-braune bis schwarze Färbung, extrem schleimige Haut.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung65 °C
260 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Fettreich
Gering
Wenig störende Gräten, dicke Mittelgräte, lässt sich leicht filetieren.
Mittel
Aal-Fleisch ist sehr aromatisch und erinnert an geräucherten Fisch, dabei angenehm würzig.
Das Fleisch ist fest, dabei jedoch saftig und fett, was sich besonders beim Räuchern bemerkbar macht.
Filet, Rückenstücke und Haut können verarbeitet werden.
Vor der Zubereitung empfiehlt sich oft das Häuten, da die Haut sehr schleimig ist.
Das Räuchern gilt traditionell als beliebteste Zubereitung, aber auch Grillen oder Braten überzeugt durch volles Aroma.
Filets benötigen beim Braten oder Grillen etwa 8–10 Minuten, im Rauch ca. 60–90 Minuten.
Dill, Petersilie, Knoblauch und etwas Zitronensaft unterstreichen das Aroma.
Kartoffeln, frisches Brot und grüne Salate harmonieren besonders gut.
Ein kräftiger Weißwein oder ein helles Bier passen hervorragend.
Aale vor der Zubereitung abhäuten und kurz abspülen, um den typischen Schleim zu entfernen.
Aal sollte niemals roh verzehrt werden, da roher Aalblut giftig ist.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

