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Kielsprotte

Sprattus sprattus membras

Kielsprotte (Sprattus sprattus membras), gehört zur Familie Clupeidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.

12 cm, max 16 cmmax 0.03 kgbis 5 Jahre0-110 m TiefePlanktonfresserKI-generiert

Merkmale

  • Körperform: Kielsprotten besitzen einen schlanken, spindelförmigen Körper mit silbrig glänzenden Flanken und charakteristischem, scharfkantigem Kiel.
  • Maulstellung: Das leicht endständige Maul der Kielsprotte ermöglicht effizientes Filtrieren von Plankton im offenen Wasser.
  • Silbrig glänzende Seiten, heller Bauch und ein dunklerer Rücken sind typisch für die Kielsprotte. Ein auffälliger Kiel an der Bauchseite grenzt sie von ähnlichen Arten ab.
  • Die deutlich gekielte Bauchlinie und die recht dünnen Schuppen dienen als Artmerkmal.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei Kielsprotten unterscheiden sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum, eine Geschlechterunterscheidung ist im Feld schwierig.

Lebensraum

Kielsprotten leben überwiegend im offenen Küstenbereich der Ostsee, besonders in Schwärmen nahe der Wasseroberfläche.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Küstennahes Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Schlamm, Kein Substratbezug

Temperatur: 2 - 18 Grad C

pH-Wert: 7 - 8.5

Das Hauptverbreitungsgebiet der Kielsprotte (Sprattus sprattus membras) umfasst die gesamte Ostsee von Dänemark bis Finnland und bis in die Brackwassergebiete angrenzender Länder.

Ernährung

Ernährungsweise: Planktonfresser

Nahrungsschwerpunkte: Zooplanktonfresser, Phytoplanktonfresser, Krebstierfresser, Algenfresser

Kielsprotten ernähren sich hauptsächlich von Zooplankton wie kleinen Krebstieren, aber auch von Phytoplankton, je nach Jahreszeit.

Beute: Ruderfußkrebse, Wasserflöhe sowie Algen und Kieselalgen zählen zur typischen Nahrung.

Ruderfußkrebse
Wasserflöhe sowie Algen und Kieselalgen zählen zur typischen Nahrung.

Verbreitung

Region: Ostsee, Europa

Länder: Deutschland, Polen, Schweden, Finnland, Dänemark, Russland, Estland, Lettland, Litauen

Das Hauptverbreitungsgebiet der Kielsprotte (Sprattus sprattus membras) umfasst die gesamte Ostsee von Dänemark bis Finnland und bis in die Brackwassergebiete angrenzender Länder.

Besonderheiten

  • Während der Dämmerung sind Kielsprotten besonders aktiv und steigen in flachere Wasserschichten auf.
  • Die Art bildet große Schwärme und übt damit ein klassisches Schwarmverhalten aus; Einzelgänger sind selten.
  • Im Jahresverlauf finden kleinere Wanderungen zwischen Küstenzonen und tieferen Bereichen statt, größere Langstreckenwanderungen fehlen.
  • Kielsprotten sind Freilaicher, die ihre Eier im Freiwasser abgeben.
  • Keine gesundheitlichen Risiken durch den Verzehr bekannt.
Tagaktiv, DämmerungsaktivZooplanktonfresser, Phytoplanktonfresser, Krebsti...Die Kielsprotte hat eine große Bedeutung als Spe...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Clupeomorpha
Ordnung
Clupeiformes
Unterordnung
Clupeoidei
Familie
Clupeidae
Gattung
Sprattus
Art
sprattus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Clupea sprattus membras, Sprattus membras

Morphologie

Körperform
Kielsprotten besitzen einen schlanken, spindelförmigen Körper mit silbrig glänzenden Flanken und charakteristischem, scharfkantigem Kiel.
Maulstellung
Das leicht endständige Maul der Kielsprotte ermöglicht effizientes Filtrieren von Plankton im offenen Wasser.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
15 - 21
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
15 - 23
Wirbel
43 - 48
Geschlechtsunterschiede
Bei Kielsprotten unterscheiden sich Männchen und Weibchen äußerlich kaum, eine Geschlechterunterscheidung ist im Feld schwierig.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Kielsprotten sind Freilaicher, die ihre Eier im Freiwasser abgeben.
Laichtyp
Freiwasserlaicher
Brutpflege
Die Kielsprotte betreibt keine Brutpflege, die Larven entwickeln sich frei treibend im Plankton.
Inkubation
4 Tage

Verhalten

Aktivität
Während der Dämmerung sind Kielsprotten besonders aktiv und steigen in flachere Wasserschichten auf.
Sozialverhalten
Die Art bildet große Schwärme und übt damit ein klassisches Schwarmverhalten aus; Einzelgänger sind selten.
Wanderung
Im Jahresverlauf finden kleinere Wanderungen zwischen Küstenzonen und tieferen Bereichen statt, größere Langstreckenwanderungen fehlen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Die Art ist wirtschaftlich sehr wichtig als Zielart der kommerziellen Ostseefischerei.
Aquakultur
Für die kommerzielle Aquakultur spielt die Kielsprotte keine Rolle.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
48
Quellen
FishBase, IUCN Red List, FAO, Literatur zu Clupeidae.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

130 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Kielsprotten haben zahlreiche feine Gräten, die traditionell mitgegessen werden.

Filetieren

Schwer

Geschmacksprofil

Das Fleisch der Kielsprotte ist fein und mild, besonders beliebt geräuchert als 'Kieler Sprotte'.

Fleischstruktur

Das Fleisch ist zart und lässt sich leicht vom Gräten lösen.

Verwertbare Teile

Ganze Fische, meist mit Haut und Gräten bei Räucherware.

Hautzubereitung

Die Haut bleibt beim Räuchern auf dem Fisch und ist essbar.

Zubereitungsarten

Räuchern ist die traditionelle Zubereitungsart, aber auch Braten und Einlegen sind möglich.

Garzeit

Räuchervorgang dauert je nach Größe 20–30 Minuten bei indirekter Hitze.

Kräuter & Gewürze

Dill, Pfeffer, Lorbeerblatt und Zitrone harmonieren besonders gut mit dem milden Geschmack.

Beilagen

Traditionell serviert mit Schwarzbrot, Butter oder als Fingerfood zu Kartoffelsalat.

Getränke

Helles Bier, trockener Weißwein oder Aquavit passen gut zur Kielsprotte.

Vorbereitung

Vor dem Garen Kopf entfernen und gegebenenfalls ausnehmen. Bei Räucherware können Kopf und Schwanz verbleiben.

Warnhinweise

Bei genügender Frische und sachgemäßer Zubereitung bestehen keine Risiken.