Kaukasische Grundel
Knipowitschia caucasica
Kaukasische Grundel (Knipowitschia caucasica), gehört zur Familie Gobiidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Diese Art weist einen zierlichen, schlanken Körperbau auf, der an typische Grundeln erinnert und speziell für das Leben am Gewässerboden angepasst ist.
- Maulstellung: Beim Kaukasischen Grundel befindet sich das endständige Maul ideal zum Pflanzen- und Kleintierfang am Boden.
- Die Art besitzt eine marmorierte Grundfärbung mit kleinen, dunklen Flecken und Längsstreifen, wobei Jung- und Alttiere ähnliche Muster zeigen.
- Charakteristisch für die Gattung ist die Verschmelzung der Bauchflossen zu einer Saugplatte, die dem Halt auf Steinen und Pflanzen dient.
- Geschlechtsunterschiede: Bei der Kaukasischen Grundel sind Männchen zur Laichzeit durch dunklere Färbung und deutlich größere Bauchflossen von den Weibchen unterscheidbar.
Lebensraum
Lebt in langsam fließenden Flüssen, Süßwasserseen und Brackwasserzonen; bevorzugt pflanzenreiche Ufer mit sandigem oder schlammigem Untergrund.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Sumpf, Schlammgrund
Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 8 - 29 Grad C
pH-Wert: 7 - 8.5
Die Kaukasische Grundel (Knipowitschia caucasica) ist im Schwarzmeerraum, in angrenzenden Flüssen und Seen des Balkans bis Westasien verbreitet. Sie wurde auch in einigen Donaunebengewässern nachgewiesen.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Algenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser
Hauptsächlich ernährt sich die Art von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven und gelegentlich von Algen oder Detritus.
Beute: Kleinkrebse, Würmer, Insektenlarven, Detritus, Fadenalgen.
Verbreitung
Region: Europa, Westasien
Länder: Isle of Man, Indien
Die Kaukasische Grundel (Knipowitschia caucasica) ist im Schwarzmeerraum, in angrenzenden Flüssen und Seen des Balkans bis Westasien verbreitet. Sie wurde auch in einigen Donaunebengewässern nachgewiesen.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist hauptsächlich dämmerungsaktiv, kann aber auch tagsüber auf Nahrungssuche beobachtet werden.
- Überwiegend einzelgängerisch, Männchen verteidigen kleine Reviere während der Fortpflanzungszeit deutlich.
- Kaukasische Grundeln sind standorttreu und zeigen keine ausgeprägten Wanderungen.
- Die Fortpflanzung erfolgt über das Legen von Klebe-Eiern in Höhlen und unter Steinen, meist bewacht das Männchen das Gelege.
- Weder beim Fang noch in Gefangenschaft sind Gefahren bekannt.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Gobiiformes
- Familie
- Gobiidae
- Gattung
- Knipowitschia
- Art
- caucasica
- Erstbeschreiber
- Berg, 1916
- Synonyme
- Gobius caucasicus
Morphologie
- Körperform
- Diese Art weist einen zierlichen, schlanken Körperbau auf, der an typische Grundeln erinnert und speziell für das Leben am Gewässerboden angepasst ist.
- Maulstellung
- Beim Kaukasischen Grundel befindet sich das endständige Maul ideal zum Pflanzen- und Kleintierfang am Boden.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 6 - 7
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Afterflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Wirbel
- 28 - 30
- Geschlechtsunterschiede
- Bei der Kaukasischen Grundel sind Männchen zur Laichzeit durch dunklere Färbung und deutlich größere Bauchflossen von den Weibchen unterscheidbar.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt über das Legen von Klebe-Eiern in Höhlen und unter Steinen, meist bewacht das Männchen das Gelege.
- Laichtyp
- Höhlenlaicher, Substratlaicher
- Brutpflege
- Während der Brutzeit übernimmt das Männchen die Bewachung und Belüftung der Eier.
- Inkubation
- 5 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist hauptsächlich dämmerungsaktiv, kann aber auch tagsüber auf Nahrungssuche beobachtet werden.
- Sozialverhalten
- Überwiegend einzelgängerisch, Männchen verteidigen kleine Reviere während der Fortpflanzungszeit deutlich.
- Wanderung
- Kaukasische Grundeln sind standorttreu und zeigen keine ausgeprägten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Keine Bedeutung für die kommerzielle Fischerei.
- Aquakultur
- In der Aquakultur ohne besondere Relevanz.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 46
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, EU-Natura 2000, Kottelat & Freyhof 2007
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
8 - 29 °C
7 - 8.5
2 - 20 dKH
Bodennah
Die Art lässt sich im Aquarium gut halten, bevorzugt strukturierte Becken mit Sand und Pflanzen.
Einzelhaltung oder als Paar, bei Gruppen reichen kleine Reviere; auf ausreichend Verstecke achten.
Vergesellschaftung mit anderen ruhigen Arten ist möglich, aggressive oder große Mitbewohner meiden.
Die Art akzeptiert Pflanzen und beschädigt diese nicht.
Bevorzugt sanfte bis mittlere Strömung, stehende Bereiche werden selten genutzt.
In Gefangenschaft werden Frost- und Lebendfutter gerne angenommen, Flockenfutter nur zögerlich.
Eine dauerhafte Haltung im Freilandteich ist ohne spezielle Maßnahmen in Mitteleuropa nicht zu empfehlen.
Zur Nachzucht ist eine Temperaturerhöhung und stellenweise starke Begrünung hilfreich.
Mittel
Mittel

