FischLex
KI-generiert

Kaiserschnapper

Lutjanus sebae

Kaiserschnapper (Lutjanus sebae), gehört zur Familie Lutjanidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

80 cm, max 116 cmmax 32 kgbis 34 Jahre5-180 m TiefeFleischfresserKI-generiert

Merkmale

  • Körperform: Der Kaiserschnapper weist einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körperbau auf, der kräftig und gedrungen wirkt.
  • Maulstellung: Beim Kaiserschnapper ist das große Maul endständig, was ihm ermöglicht, sowohl über dem Grund als auch in mittleren Wasserschichten flexibel zu jagen.
  • Charakteristisch für Lutjanus sebae ist die silbrig-weiße Grundfarbe mit drei schräg verlaufenden rötlichen Querbändern. Jungtiere zeigen auffälligere Streifen; im Alter werden diese blasser.
  • Bemerkenswert sind die ausgeprägten Schuppen sowie die ausgezogenen Spitzen der Rücken- und Afterflosse bei älteren Exemplaren.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Kaiserschnapper gibt es keinen ausgeprägten äußerlichen Geschlechtsunterschied. Die Art zeigt nur geringe sexuelle Dimorphie.

Lebensraum

Bevorzugt werden Riffbereiche, Lagunen sowie äußere Kontinentalplattformen, häufig auf felsigem oder sandigem Untergrund.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Lagune, Küstengewässer, Korallenriff, Felsriff, Sandgrund, Bodenlebend

Klimazone: Tropisch, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Korallenstruktur

Temperatur: 22 - 28 Grad C

pH-Wert: 7.8 - 8.3

Das Verbreitungsgebiet des Kaiserschnappers Lutjanus sebae erstreckt sich vom Roten Meer über die Küsten Ostafrikas bis in den westlichen Pazifik, einschließlich Nordaustralien und Südostasien.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Weichtierfresser

Der Kaiserschnapper jagt aktiv Fische, Krebstiere und Weichtiere, wobei Beute häufig dünn über dem Bodengrund überrascht wird.

Beute: Vor allem Grundfische, Garnelen, Krabben und Tintenfische gehören zum Nahrungsspektrum.

Vor allem Grundfische
Garnelen
Krabben und Tintenfische gehören zum Nahrungsspektrum.

Verbreitung

Region: Indischer Ozean, Pazifik, Ostasien, Südostasien, Australien

Das Verbreitungsgebiet des Kaiserschnappers Lutjanus sebae erstreckt sich vom Roten Meer über die Küsten Ostafrikas bis in den westlichen Pazifik, einschließlich Nordaustralien und Südostasien.

Besonderheiten

  • Kaiserschnapper sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; tagsüber ruhen sie oft in Felsspalten oder tieferen Riffbereichen.
  • Junge Exemplare leben oft in kleinen Schulen, während adulte Tiere meist einzelgängerisch oder als Paar auftreten.
  • Die Art gilt als eher standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen zur Laichzeit.
  • Zur Fortpflanzung bilden sich lockere Gruppen, in denen die Eier ins offene Wasser abgegeben werden.
  • Starke Flossenstacheln können beim Fang oder Hantieren schmerzhafte Verletzungen verursachen.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivFischfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser...Wirtschaftlich bedeutsam als beliebter Speisefisc...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Percoidei
Familie
Lutjanidae
Gattung
Lutjanus
Art
sebae
Erstbeschreiber
Cuvier, 1816
Synonyme
Serranus sebae, Emperor bream

Morphologie

Körperform
Der Kaiserschnapper weist einen hochrückigen, seitlich abgeflachten Körperbau auf, der kräftig und gedrungen wirkt.
Maulstellung
Beim Kaiserschnapper ist das große Maul endständig, was ihm ermöglicht, sowohl über dem Grund als auch in mittleren Wasserschichten flexibel zu jagen.
Rückenflosse Hartstrahlen
11 - 12
Rückenflosse Weichstrahlen
13 - 15
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
8 - 9
Wirbel
24 - 24
Geschlechtsunterschiede
Beim Kaiserschnapper gibt es keinen ausgeprägten äußerlichen Geschlechtsunterschied. Die Art zeigt nur geringe sexuelle Dimorphie.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Zur Fortpflanzung bilden sich lockere Gruppen, in denen die Eier ins offene Wasser abgegeben werden.
Laichtyp
Freiwasserlaicher
Brutpflege
Brutpflege findet beim Kaiserschnapper nicht statt – nach dem Ablaichen werden die Eier sich selbst überlassen.
Inkubation
2 Tage

Verhalten

Aktivität
Kaiserschnapper sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv; tagsüber ruhen sie oft in Felsspalten oder tieferen Riffbereichen.
Sozialverhalten
Junge Exemplare leben oft in kleinen Schulen, während adulte Tiere meist einzelgängerisch oder als Paar auftreten.
Wanderung
Die Art gilt als eher standorttreu, unternimmt aber saisonale Wanderungen zur Laichzeit.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Orientalis / Indomalaiische Region, Afrotropis

Nutzung

Fischerei
Vor allem in Südostasien und Australien ist der Kaiserschnapper ein wichtiger Zielfisch der Küstenfischerei.
Aquakultur
Lutjanus sebae wird in einigen Regionen künstlich aufgezogen, um die Nachfrage des Marktes zu bedienen.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Chromosomenzahl
48
Quellen
FishBase; IUCN Red List; FAO Species Catalogue; Allen, G.R.; GBIF.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Ganzjährig

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung, Nacht

Schwierigkeit

Mittel

Regelhinweis

Regionale Mindestmaße und Fangbeschränkungen beachten; Schonzeiten in einigen Ländern möglich.

Angelmethoden

Kaiserschnapper werden vorzugsweise mit Grundangeln, Jigging oder beim Schleppfischen gefangen.

  • Grundangeln
  • Schleppfischen
Empfohlene Köder

Bevorzugt werden Fischfetzen, Garnelen oder lebende Köderfische verwendet.

  • Köderfische
  • Fischfetzen
  • Meeresfrüchte
Fangplätze

Gute Fangplätze sind felsige Außenriffe, tiefere Lagunen und Kantriffe des Indischen Ozeans.

Ausrüstung

Ein kräftiges Bootsruten-Setup mit widerstandsfähigen Haken und abriebfester Schnur ist empfehlenswert.

Wetter & Mond

Die Beißlaune verbessert sich häufig bei trübem Wasser, wechselndem Wetter oder nach Tidenwechsel.

Winterverhalten

Da das Verbreitungsgebiet überwiegend tropisch ist, ändert sich das Beißverhalten im Winter kaum.

Bissanzeige

Heftige Bisse zeigen sich oft als kräftiger Ruck an der Rute, häufig ohne vorsichtiges Zupfen.

Drillverhalten

Nach dem Anhieb liefert der Kaiserschnapper einen intensiven Kampf mit schnellen Fluchten zum Grund.

Landung & Abhaken

Beim Landen ist Sorgfalt geboten, um Verletzungen durch Flossenstacheln zu vermeiden. Landehandschuhe sind ratsam.

Typischer Beifang

Häufig werden Zackenbarsche, weitere Schnapperarten und kleinere Grundfische als Beifang angelandet.

Schnell erkennen

Typisch sind drei schräge rote Bänder, hochrückige Statur und kräftige Rückenflosse.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kulinarische Kerntemperatur

60 °C

Energie

105 kcal / 100 g

Eiweiß

20 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Gering

Wenig Gräten, zentral angeordnet und leicht zu entfernen.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das feste, weiße Fleisch ist mild im Geschmack und besonders in asiatischen Küchen beliebt.

  • Mild
Fleischstruktur

Die Filets sind kompakt, fest und behalten auch nach Garen ihre Struktur.

  • Fest
Verwertbare Teile

Filets, Steaks und auch der Kopf werden häufig verwendet.

Hautzubereitung

Die Haut kann abgezogen oder im Ganzen mitgegart werden. Sie wird bei größeren Fischen oft entfernt.

Zubereitungsarten

Kaiserschnapper lässt sich braten, grillen oder dämpfen, aber auch für Currys und Suppen eignet er sich bestens.

  • Braten
  • Grillen
  • Dämpfen
  • Suppen / Fonds
Garzeit

Filets benötigen etwa 8–12 Minuten – je nach Dicke – bei mittlerer Hitze.

Kräuter & Gewürze

Limette, Ingwer, Koriander, Schnittlauch sowie milde Currymischungen passen ausgezeichnet.

Beilagen

Gedämpfter Reis, asiatisches Gemüse und Kokossaucen sind hervorragende Begleiter.

Getränke

Ein trockener Weißwein oder helles Bier harmoniert gut mit dem milden Fleisch.

Vorbereitung

Vor der Zubereitung Filets gründlich entgräten und größere Exemplare parieren.

Warnhinweise

Bei sehr großen Exemplaren in einigen warmen Regionen sind vereinzelt Ciguatera-Vergiftungen möglich.

Sicheres Erhitzen

Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.