Fünfzehnstachliger Stichling
Spinachia spinachia
Fünfzehnstachliger Stichling (Spinachia spinachia), gehört zur Familie Gasterosteidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Körper ist langgestreckt und schlangenähnlich, mit einer sehr verlängerten Rückenflosse, die der Art ein auffälliges Profil verleiht.
- Maulstellung: Das Maul ist endständig bis leicht oberständig ausgeprägt und erlaubt dem Fünfzehnstachligen Stichling, kleine Krebstiere und Larven im vegetationsreichen Küstenbereich zu fangen.
- Die Grundfarbe ist oliv- bis bräunlich, Rückenpartie dunkler und Bauch heller (Countershading); in vegetationsreichen Habitaten tritt ein leicht marmoriertes Erscheinungsbild auf.
- Charakteristisch ist die sehr lange Rückenflosse mit zahlreichen Stacheln, die den Körper über weite Strecken bedeckt; eine Fettflosse fehlt wie bei anderen Gasterosteiden.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Fünfzehnstachligen Stichling zeigen Männchen zur Laichzeit eine intensivere Färbung und teils ausgeprägtere Brust- und Kiemendeckenkonturen; die Unterschiede sind jedoch weniger deutlich als bei manchen anderen Stichlingsarten.
Lebensraum
Diese Art bewohnt küstennahe Seegraswiesen, Algenbestände und felsige Uferzonen; häufig findet man sie auch in brackigen Ästuaren und geschützten Buchten.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Ästuar, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese, Sandgrund, Bodennah
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Pflanzenbestand
Temperatur: 2 - 20 Grad C
Spinachia spinachia kommt entlang der Küsten des nordöstlichen Atlantiks vor und besiedelt die Nordsee sowie küstennahe Bereiche der westlichen Ostsee; der Fünfzehnstachlige Stichling ist vor allem in Seegras- und Tangzonen zu finden.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser, Insektenfresser, Algenfresser
Der Fünfzehnstachlige Stichling frisst vorwiegend kleine Krebstiere wie Amphipoden und Copepoden, außerdem Zooplankton und gelegentlich Fischlarven; er bevorzugt Beute, die in Seegras- und Algenzonen vorkommt.
Beute: Amphipoden, Copepoden, kleine Krebse, Insektenlarven und Fischbrut.
Verbreitung
Region: Nordsee, Ostsee, Atlantik, Europa
Länder: Deutschland, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Frankreich, Irland
Spinachia spinachia kommt entlang der Küsten des nordöstlichen Atlantiks vor und besiedelt die Nordsee sowie küstennahe Bereiche der westlichen Ostsee; der Fünfzehnstachlige Stichling ist vor allem in Seegras- und Tangzonen zu finden.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist tagsüber und in der Dämmerung aktiv, nutzt vegetationsreiche Stellen zur Nahrungssuche und gelegentlich Schutzverstecke am Boden.
- Der Fünfzehnstachlige Stichling ist meist einzelgängerisch oder in lockeren Gruppen anzutreffen; Revierverhalten zeigen vor allem laichbereite Männchen in ausgewählten Abschnitten der Vegetation.
- Die Art zeigt keine großen Wanderungen, Standorttreue an geeigneten Küstenabschnitten ist typisch.
- Pflanzen- oder Substratlaicher mit mütterlich/väterlich betreuten Eiern durch das Männchen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Gasterosteiformes
- Familie
- Gasterosteidae
- Gattung
- Spinachia
- Art
- spinachia
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
- Synonyme
- Gasterosteus spinachia
Morphologie
- Körperform
- Der Körper ist langgestreckt und schlangenähnlich, mit einer sehr verlängerten Rückenflosse, die der Art ein auffälliges Profil verleiht.
- Maulstellung
- Das Maul ist endständig bis leicht oberständig ausgeprägt und erlaubt dem Fünfzehnstachligen Stichling, kleine Krebstiere und Larven im vegetationsreichen Küstenbereich zu fangen.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Fünfzehnstachligen Stichling zeigen Männchen zur Laichzeit eine intensivere Färbung und teils ausgeprägtere Brust- und Kiemendeckenkonturen; die Unterschiede sind jedoch weniger deutlich als bei manchen anderen Stichlingsarten.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Laichtyp
- Pflanzen- oder Substratlaicher mit mütterlich/väterlich betreuten Eiern durch das Männchen.
- Brutpflege
- Männchen betreuen die Eier an Pflanzen oder auf festem Substrat und belüften sie durch Flossenschläge, häufig bleibt die Brutpflege bis zum Schlupf bestehen.
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist tagsüber und in der Dämmerung aktiv, nutzt vegetationsreiche Stellen zur Nahrungssuche und gelegentlich Schutzverstecke am Boden.
- Sozialverhalten
- Der Fünfzehnstachlige Stichling ist meist einzelgängerisch oder in lockeren Gruppen anzutreffen; Revierverhalten zeigen vor allem laichbereite Männchen in ausgewählten Abschnitten der Vegetation.
- Wanderung
- Die Art zeigt keine großen Wanderungen, Standorttreue an geeigneten Küstenabschnitten ist typisch.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Kommerzielle Bedeutung fehlt, die Art spielt nur eine marginale Rolle als lokaler Beifang.
- Aquakultur
- Keine relevante Bedeutung für die Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; WoRMS; regionale Küstenfaunen (fachliteratur)

