FischLex
KI-generiert

Dreistachliger Stichling

Gasterosteus aculeatus

Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus), gehoert zur Familie Gasterosteidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

6 cm, max 10 cmbis 5 Jahre0-50 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Der Dreistachlige Stichling hat einen gedrungenen, leicht kompakten Körper und drei auffällige, frei stehende Rückenstacheln, die das äußere Erscheinungsbild prägen.
  • Maulstellung: Der Dreistachlige Stichling besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, kleine Wirbellose und Larven aktiv zu fangen.
  • Der Dreistachlige Stichling ist countershaded mit olivgrünem Rücken und hellerem Bauch; laichbereite Männchen weisen eine rote Kehle und dunklere Flanken auf.
  • Der Dreistachlige Stichling besitzt drei freie Rückenstacheln und häufig eine Reihe verknöcherter Schilde entlang der Flanke, die als Schutz dienen.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Dreistachligen Stichling unterscheiden sich Männchen und Weibchen sichtbar: Männchen zeigen zur Laichzeit eine rote bis orangefarbene Kehle und intensivierte Flankenfärbung, während Weibchen blasser bleiben.

Lebensraum

Der Dreistachlige Stichling besiedelt Uferzonen mit dichter Vegetation in Küstenbereichen, Ästuaren sowie in Seen und langsam fließenden Binnengewässern.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Ästuar, Lagune, Mangrove, Küstengewässer, Seegraswiese

Klimazone: Gemäßigt, Subpolar

Bodengrund: Sand, Kies, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 0 - 25 Grad C

pH-Wert: 6 - 8

Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist in Küsten- und Binnengewässern der Holarktis weit verbreitet und kommt in Europa, Teilen Asiens sowie in Nordamerika vor.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser

Der Dreistachlige Stichling ernährt sich überwiegend von kleinen Wirbellosen; er jagt Insektenlarven, Wasserflöhe und Kleinkrebse sowie anderes Zooplankton.

Beute: Zu den bevorzugten Beutetieren des Dreistachligen Stichlings gehören Cyclopiden, Daphnien, Chironomidenlarven und gelegentlich sehr kleine Fische oder Fischbrut.

Zu den bevorzugten Beutetieren des Dreistachligen Stichlings gehören Cyclopiden
Daphnien
Chironomidenlarven und gelegentlich sehr kleine Fische oder Fischbrut.

Verbreitung

Region: Europa, Nordamerika, Ostasien, Westasien

Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist in Küsten- und Binnengewässern der Holarktis weit verbreitet und kommt in Europa, Teilen Asiens sowie in Nordamerika vor.

Besonderheiten

  • Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders in der Dämmerung erhöhte Nahrungsaktivität.
  • Der Dreistachlige Stichling zeigt zur Fortpflanzungszeit territoriales Verhalten der Männchen; außerhalb der Laichzeit treten lockere Schwärme oder Gruppenbildungen auf.
  • Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen zwischen Meeres- und Süßwasserbereichen.
  • Männchen bauen Nester aus Pflanzenmaterial, locken Weibchen und betreuen Eier sowie frisch geschlüpfte Larven aktiv.
  • Der Dreistachlige Stichling stellt keine nennenswerte Gefahr dar; die Rückenstacheln können bei unsachgemäßer Handhabung leichte Stichverletzungen verursachen.
Tagaktiv, DämmerungsaktivInsektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfre...Der Dreistachlige Stichling hat geringe wirtschaf...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Ordnung
Gasterosteiformes
Familie
Gasterosteidae
Gattung
Gasterosteus
Art
aculeatus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Der Dreistachlige Stichling hat einen gedrungenen, leicht kompakten Körper und drei auffällige, frei stehende Rückenstacheln, die das äußere Erscheinungsbild prägen.
Maulstellung
Der Dreistachlige Stichling besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, kleine Wirbellose und Larven aktiv zu fangen.
Rückenflosse Hartstrahlen
3 - 3
Rückenflosse Weichstrahlen
6 - 10
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
8 - 11
Geschlechtsunterschiede
Beim Dreistachligen Stichling unterscheiden sich Männchen und Weibchen sichtbar: Männchen zeigen zur Laichzeit eine rote bis orangefarbene Kehle und intensivierte Flankenfärbung, während Weibchen blasser bleiben.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Männchen bauen Nester aus Pflanzenmaterial, locken Weibchen und betreuen Eier sowie frisch geschlüpfte Larven aktiv.
Laichtyp
Männchen sind Nestbauer und betreiben vaterliche Brutpflege.
Brutpflege
Der Dreistachlige Stichling betreibt intensive, vaterliche Brutpflege: Männchen belüften, säubern und bewachen die Eier bis zum Schlupf.
Inkubation
7 Tage

Verhalten

Aktivität
Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders in der Dämmerung erhöhte Nahrungsaktivität.
Sozialverhalten
Der Dreistachlige Stichling zeigt zur Fortpflanzungszeit territoriales Verhalten der Männchen; außerhalb der Laichzeit treten lockere Schwärme oder Gruppenbildungen auf.
Wanderung
Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen zwischen Meeres- und Süßwasserbereichen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis, Nearktis

Nutzung

Fischerei
Der Dreistachlige Stichling hat keine kommerzielle Bedeutung für die Fischerei.
Aquakultur
Der Dreistachlige Stichling wird hauptsächlich in Forschung und Hobbyhaltung gezüchtet, nicht jedoch in der kommerziellen Aquakultur.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN; GBIF; Kottelat & Freyhof (2007)

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 60 l

Mindestteich

ab 500 l

Temperatur

0 - 25 °C

pH-Wert

6 - 8

Karbonathärte

4 - 20 dKH

Schwimmzone

Mittlere Wasserschichten, Bodennah

Haltungsanspruch

Der Dreistachlige Stichling ist für engagierte Aquarianer gut geeignet; die Haltung ist moderat, während die Zucht und das Management territorialer Männchen etwas Erfahrung erfordern.

Gruppengröße

Der Dreistachlige Stichling sollte in Gruppen gehalten werden; eine kleine Gesellschaft von etwa 6-10 Individuen mit mehreren Weibchen und einigen Männchen ist empfehlenswert.

Vergesellschaftung

Der Dreistachlige Stichling verträgt sich mit ruhigen Kleinfischen und pflanzenreichen Becken; große räuberische Arten sind zu vermeiden.

Pflanzen

Der Dreistachlige Stichling ist pflanzenfreundlich und profitiert von dichtem Bewuchs für Nestbau und Deckung.

Strömung & Sauerstoff

Der Dreistachlige Stichling bevorzugt ruhige bis schwach strömende Gewässerabschnitte und reagiert empfindlich auf starke Turbulenzen.

Futterannahme

Der Dreistachlige Stichling nimmt in Gefangenschaft lebende und gefrorene Wirbellose sowie fein zerteilte Flocken- und Granulatfutter zuverlässig an.

überwinterung

Der Dreistachlige Stichling kann in temperierten Regionen im Gartenteich überwintern, sofern ausreichend Tiefe und Sauerstoff vorhanden sind.

Nachzucht

Für die Nachzucht des Dreistachligen Stichlings sind stabile Wasserwerte, dichtes Pflanzenmaterial für Nestbau und getrennte Bereiche für territoriale Männchen förderlich.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Mittel