Dreistachliger Stichling
Gasterosteus aculeatus
Dreistachliger Stichling (Gasterosteus aculeatus), gehoert zur Familie Gasterosteidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Dreistachlige Stichling hat einen gedrungenen, leicht kompakten Körper und drei auffällige, frei stehende Rückenstacheln, die das äußere Erscheinungsbild prägen.
- Maulstellung: Der Dreistachlige Stichling besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, kleine Wirbellose und Larven aktiv zu fangen.
- Der Dreistachlige Stichling ist countershaded mit olivgrünem Rücken und hellerem Bauch; laichbereite Männchen weisen eine rote Kehle und dunklere Flanken auf.
- Der Dreistachlige Stichling besitzt drei freie Rückenstacheln und häufig eine Reihe verknöcherter Schilde entlang der Flanke, die als Schutz dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Dreistachligen Stichling unterscheiden sich Männchen und Weibchen sichtbar: Männchen zeigen zur Laichzeit eine rote bis orangefarbene Kehle und intensivierte Flankenfärbung, während Weibchen blasser bleiben.
Lebensraum
Der Dreistachlige Stichling besiedelt Uferzonen mit dichter Vegetation in Küstenbereichen, Ästuaren sowie in Seen und langsam fließenden Binnengewässern.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Ästuar, Lagune, Mangrove, Küstengewässer, Seegraswiese
Klimazone: Gemäßigt, Subpolar
Bodengrund: Sand, Kies, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 0 - 25 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist in Küsten- und Binnengewässern der Holarktis weit verbreitet und kommt in Europa, Teilen Asiens sowie in Nordamerika vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser
Der Dreistachlige Stichling ernährt sich überwiegend von kleinen Wirbellosen; er jagt Insektenlarven, Wasserflöhe und Kleinkrebse sowie anderes Zooplankton.
Beute: Zu den bevorzugten Beutetieren des Dreistachligen Stichlings gehören Cyclopiden, Daphnien, Chironomidenlarven und gelegentlich sehr kleine Fische oder Fischbrut.
Verbreitung
Region: Europa, Nordamerika, Ostasien, Westasien
Der Dreistachlige Stichling (Gasterosteus aculeatus) ist in Küsten- und Binnengewässern der Holarktis weit verbreitet und kommt in Europa, Teilen Asiens sowie in Nordamerika vor.
Galerie
Besonderheiten
- Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders in der Dämmerung erhöhte Nahrungsaktivität.
- Der Dreistachlige Stichling zeigt zur Fortpflanzungszeit territoriales Verhalten der Männchen; außerhalb der Laichzeit treten lockere Schwärme oder Gruppenbildungen auf.
- Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen zwischen Meeres- und Süßwasserbereichen.
- Männchen bauen Nester aus Pflanzenmaterial, locken Weibchen und betreuen Eier sowie frisch geschlüpfte Larven aktiv.
- Der Dreistachlige Stichling stellt keine nennenswerte Gefahr dar; die Rückenstacheln können bei unsachgemäßer Handhabung leichte Stichverletzungen verursachen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Gasterosteiformes
- Familie
- Gasterosteidae
- Gattung
- Gasterosteus
- Art
- aculeatus
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
Morphologie
- Körperform
- Der Dreistachlige Stichling hat einen gedrungenen, leicht kompakten Körper und drei auffällige, frei stehende Rückenstacheln, die das äußere Erscheinungsbild prägen.
- Maulstellung
- Der Dreistachlige Stichling besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, kleine Wirbellose und Larven aktiv zu fangen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 10
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 8 - 11
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Dreistachligen Stichling unterscheiden sich Männchen und Weibchen sichtbar: Männchen zeigen zur Laichzeit eine rote bis orangefarbene Kehle und intensivierte Flankenfärbung, während Weibchen blasser bleiben.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Männchen bauen Nester aus Pflanzenmaterial, locken Weibchen und betreuen Eier sowie frisch geschlüpfte Larven aktiv.
- Laichtyp
- Männchen sind Nestbauer und betreiben vaterliche Brutpflege.
- Brutpflege
- Der Dreistachlige Stichling betreibt intensive, vaterliche Brutpflege: Männchen belüften, säubern und bewachen die Eier bis zum Schlupf.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend tagaktiv und zeigt besonders in der Dämmerung erhöhte Nahrungsaktivität.
- Sozialverhalten
- Der Dreistachlige Stichling zeigt zur Fortpflanzungszeit territoriales Verhalten der Männchen; außerhalb der Laichzeit treten lockere Schwärme oder Gruppenbildungen auf.
- Wanderung
- Der Dreistachlige Stichling ist überwiegend standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen zwischen Meeres- und Süßwasserbereichen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis, Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Der Dreistachlige Stichling hat keine kommerzielle Bedeutung für die Fischerei.
- Aquakultur
- Der Dreistachlige Stichling wird hauptsächlich in Forschung und Hobbyhaltung gezüchtet, nicht jedoch in der kommerziellen Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN; GBIF; Kottelat & Freyhof (2007)
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
ab 500 l
0 - 25 °C
6 - 8
4 - 20 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Der Dreistachlige Stichling ist für engagierte Aquarianer gut geeignet; die Haltung ist moderat, während die Zucht und das Management territorialer Männchen etwas Erfahrung erfordern.
Der Dreistachlige Stichling sollte in Gruppen gehalten werden; eine kleine Gesellschaft von etwa 6-10 Individuen mit mehreren Weibchen und einigen Männchen ist empfehlenswert.
Der Dreistachlige Stichling verträgt sich mit ruhigen Kleinfischen und pflanzenreichen Becken; große räuberische Arten sind zu vermeiden.
Der Dreistachlige Stichling ist pflanzenfreundlich und profitiert von dichtem Bewuchs für Nestbau und Deckung.
Der Dreistachlige Stichling bevorzugt ruhige bis schwach strömende Gewässerabschnitte und reagiert empfindlich auf starke Turbulenzen.
Der Dreistachlige Stichling nimmt in Gefangenschaft lebende und gefrorene Wirbellose sowie fein zerteilte Flocken- und Granulatfutter zuverlässig an.
Der Dreistachlige Stichling kann in temperierten Regionen im Gartenteich überwintern, sofern ausreichend Tiefe und Sauerstoff vorhanden sind.
Für die Nachzucht des Dreistachligen Stichlings sind stabile Wasserwerte, dichtes Pflanzenmaterial für Nestbau und getrennte Bereiche für territoriale Männchen förderlich.
Mittel
Mittel
