Flussgrundel
Padogobius martensii
Flussgrundel (Padogobius martensii), gehört zur Familie Gobiidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Bei Padogobius martensii handelt es sich um einen kleinen, gedrungen gebauten Grundfisch mit abgerundetem Kopf.
- Maulstellung: Die Flussgrundel besitzt ein endständiges Maul, das ihr das Gründeln und Aufnehmen kleiner Beutetiere vom Bodengrund ermöglicht.
- Die Grundfärbung ist bräunlich bis grau mit dunklen, marmorierten Flecken und oft bläulich schimmernden Partien; Männchen können in der Laichzeit kräftiger gefärbt sein.
- Charakteristisch ist die zur Saugscheibe umgebildete Bauchflosse, die der Art das Verweilen auf Kies und Steinen in starker Strömung erleichtert.
- Geschlechtsunterschiede: Bei der Flussgrundel zeigen die Männchen in der Paarungszeit intensivere Färbungen und größere Kopfplatten als die Weibchen.
Lebensraum
Die Flussgrundel bevorzugt saubere, sauerstoffreiche Fließgewässer mit kiesigem oder steinigem Grund in Mittel- und Südeuropa.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Felsriff
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein
Temperatur: 10 - 22 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Padogobius martensii ist hauptsächlich in den Flusssystemen Norditaliens verbreitet, insbesondere im Einzugsgebiet des Pos. Auch in Teilen slowenischer und kroatischer Flüsse findet man diese Art.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser
Die Nahrung besteht überwiegend aus kleinen Wirbellosen wie Insektenlarven, Kleinkrebsen und gelegentlich kleineren Fischen.
Beute: Larven von Eintagsfliegen, Flohkrebschen, Bachflohkrebsen und kleine Würmer.
Verbreitung
Region: Europa
Länder: Indien, Isle of Man
Padogobius martensii ist hauptsächlich in den Flusssystemen Norditaliens verbreitet, insbesondere im Einzugsgebiet des Pos. Auch in Teilen slowenischer und kroatischer Flüsse findet man diese Art.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und hält sich nahe am Gewässergrund auf.
- Flussgrundeln leben meist einzelgängerisch oder in kleinen losen Gruppen ohne ausgeprägtes Territorialverhalten außerhalb der Paarungszeit.
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Während der Fortpflanzungszeit verteidigen Männchen kleine Reviere und locken die Weibchen zur Eiablage unter Steinen.
- Für Aquarien können ungesicherte Technik und starkes Absaugen Gefahren für die Tiere darstellen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Unterordnung
- Gobioidei
- Familie
- Gobiidae
- Gattung
- Padogobius
- Art
- martensii
- Erstbeschreiber
- Günther, 1861
- Synonyme
- Gobius martensii
Morphologie
- Körperform
- Bei Padogobius martensii handelt es sich um einen kleinen, gedrungen gebauten Grundfisch mit abgerundetem Kopf.
- Maulstellung
- Die Flussgrundel besitzt ein endständiges Maul, das ihr das Gründeln und Aufnehmen kleiner Beutetiere vom Bodengrund ermöglicht.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 6 - 7
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 9 - 10
- Afterflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Geschlechtsunterschiede
- Bei der Flussgrundel zeigen die Männchen in der Paarungszeit intensivere Färbungen und größere Kopfplatten als die Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Während der Fortpflanzungszeit verteidigen Männchen kleine Reviere und locken die Weibchen zur Eiablage unter Steinen.
- Laichtyp
- Substratlaicher, versteckt Eier unter Steinen
- Brutpflege
- Nach erfolgreicher Befruchtung übernimmt das Männchen die Bewachung und Belüftung des Geleges bis zum Schlupf.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist überwiegend tagaktiv und hält sich nahe am Gewässergrund auf.
- Sozialverhalten
- Flussgrundeln leben meist einzelgängerisch oder in kleinen losen Gruppen ohne ausgeprägtes Territorialverhalten außerhalb der Paarungszeit.
- Wanderung
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Flussgrundeln haben keine Bedeutung für die kommerzielle Fischerei.
- Aquakultur
- Eine wirtschaftliche Nutzung in der Aquakultur findet nicht statt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN, Kottelat & Freyhof 2007, Atlas der Fische Mitteleuropas
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
10 - 22 °C
6.5 - 8
2 - 15 dKH
Bodennah
Da die Flussgrundel einen hohen Sauerstoffgehalt und sauberes Wasser benötigt, ist ihre Haltung eher für erfahrene Aquarianer mit Flussaquarien geeignet.
Für die Aquarienhaltung empfiehlt sich eine kleine Gruppe ab 4 Tieren, sofern genügend Verstecke geboten werden.
Vergesellschaftung mit ruhigen, bodenbewohnenden Fischen ist möglich, aggressive oder sehr große Arten sollten vermieden werden.
Pflanzen werden von Padogobius martensii meist nicht beschädigt, robuste Arten sind gut geeignet.
Eine starke bis mäßige Strömung im Aquarium ist wichtig, um die Bedingungen des natürlichen Lebensraumes nachzuempfinden.
Im Aquarium nimmt die Art Frostfutter, Lebendfutter sowie feines Granulat bereitwillig an.
Für die Nachzucht ist kühleres, sauerstoffreiches Wasser sowie ein strukturreicher Bodengrund nötig. Steine und Höhlen fördern das Laichen.
Schwer
Anpassungsfähig

