Felsgrundel
Gobius paganellus
Felsgrundel (Gobius paganellus), gehoert zur Familie Gobiidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakter, leicht langgestreckter Körper, der eine gute Anpassung an enge Spalten und felsige Küstenbereiche erlaubt.
- Maulstellung: Das Maul ist endständig angeordnet und erlaubt gezieltes Aufnehmen kleiner Wirbelloser vom Substrat.
- Die Felsgrundel zeigt ein unregelmäßiges, bräunlich-marmoriertes Muster mit dunkleren Flecken am Rücken und einem helleren Bauch; Jungfische sind oft kontrastreicher gefleckt.
- Die verschmolzenen Beckenflossen bilden eine Haftscheibe, mit der sich die Felsgrundel an Felsen und Tang festkrallen kann.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Felsgrundel sind die Geschlechter nur schwach dimorph; Männchen können während der Fortpflanzungszeit kräftigere Zeichnung und leicht größere Brustflossen zeigen.
Lebensraum
Bevorzugt werden felsige Küsten, Gezeitenzonen, Seetangwiesen und geschützte Buchten, wo die Art zwischen Steinen und Algen Verstecke findet.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese, Sandgrund
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Pflanzenbestand
Temperatur: 5 - 22 Grad C
In Europa kommt Gobius paganellus entlang des nordöstlichen Atlantiks vor, von Skandinavien und den britischen Inseln über die Küsten Westeuropas bis in das Mittelmeer; die Art besiedelt besonders küstennahe, felsige Habitate.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Bodentierfresser, Insektenfresser, Weichtierfresser
Die Felsgrundel ernährt sich überwiegend von kleinen Krebstieren, Weichtieren und bodenlebenden Insektenlarven, die sie gezielt vom Substrat aufnimmt.
Beute: Typische Beute umfasst Amphipoden, kleinen Krebsen (z. B. Gammariden), polychaeten Würmern und Schnecken.
Verbreitung
Region: Europa, Nordsee, Atlantik, Mittelmeer, Westasien, Nordafrika
Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei
In Europa kommt Gobius paganellus entlang des nordöstlichen Atlantiks vor, von Skandinavien und den britischen Inseln über die Küsten Westeuropas bis in das Mittelmeer; die Art besiedelt besonders küstennahe, felsige Habitate.
Galerie
Besonderheiten
- Tagsüber ist die Felsgrundel aktiv; sie nutzt Verstecke zwischen Felsen, bewegt sich aber bei Ebbe und Flut auch in Gezeitenpools auf Nahrungssuche.
- Die Art führt ein territoriales Revierverhalten, Männchen verteidigen Nistplätze und bewachen Gelege gegenüber Eindringlingen.
- In der Regel standorttreu und nicht wandernd; gelegentliche lokale Verschiebungen juveniler bzw. subadulten Tiere sind möglich.
- Männchen legen Revier an und bewachen die abgelegten Eier; die Fortpflanzung erfolgt demnach mit elterlicher Brutpflege durch das Männchen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Gobiidae
- Gattung
- Gobius
- Art
- paganellus
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
- Synonyme
- Gobius ater, Gobius minutus paganellus
Morphologie
- Körperform
- Kompakter, leicht langgestreckter Körper, der eine gute Anpassung an enge Spalten und felsige Küstenbereiche erlaubt.
- Maulstellung
- Das Maul ist endständig angeordnet und erlaubt gezieltes Aufnehmen kleiner Wirbelloser vom Substrat.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Felsgrundel sind die Geschlechter nur schwach dimorph; Männchen können während der Fortpflanzungszeit kräftigere Zeichnung und leicht größere Brustflossen zeigen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Männchen legen Revier an und bewachen die abgelegten Eier; die Fortpflanzung erfolgt demnach mit elterlicher Brutpflege durch das Männchen.
- Laichtyp
- Substratlaicher, Männchen bewachen das Gelege unter Steinen oder in Höhlen.
- Brutpflege
- Das Männchen reinigt eine Höhle oder Unterspalt und bewacht die angehefteten Eier bis zum Schlupf; diese väterliche Brutpflege ist typisch für die Art.
Verhalten
- Aktivität
- Tagsüber ist die Felsgrundel aktiv; sie nutzt Verstecke zwischen Felsen, bewegt sich aber bei Ebbe und Flut auch in Gezeitenpools auf Nahrungssuche.
- Sozialverhalten
- Die Art führt ein territoriales Revierverhalten, Männchen verteidigen Nistplätze und bewachen Gelege gegenüber Eindringlingen.
- Wanderung
- In der Regel standorttreu und nicht wandernd; gelegentliche lokale Verschiebungen juveniler bzw. subadulten Tiere sind möglich.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Wirtschaftlich unbedeutend; nur als Beifang in Küstenfischereien oder lokal als Köder verwendet.
- Aquakultur
- Keine praktische Bedeutung für die Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; The Shorefishes of the NE Atlantic and Mediterranean (various authors).
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
5 - 22 °C
Bodennah
Anspruchslos bis mittel: für erfahrene Aquarianer leicht zu halten, sofern passende Verstecke und salzige, temperierte Bedingungen angeboten werden.
Kleinere Territorien erfordern Abstand zwischen mehreren Männchen; als Haltungsoption empfiehlt sich ein Paar oder mehrere Weibchen mit einem dominanten Männchen in einem gut strukturierten Becken.
Verträglich mit ruhigeren, nicht stark räuberischen Fischen; ausreichend viele Verstecke reduzieren territoriale Konflikte.
Pflanzen sind verträglich, insbesondere robuste Arten, die in salzigen, küstennahen Aquarien gedeihen; Tang und strukturierter Bodengrund werden bevorzugt.
Gering bis mäßig: in natürlicher Lage treten leichte Strömungen auf, starke Strömung sollte vermieden werden.
In Gefangenschaft frisst die Felsgrundel lebende oder gefrorene Salzwasserbeute wie Artemia, Mysis und klein geschnittene Meeresfrüchte sowie geeignete Pellet- und Flockennahrung.
Zucht ist möglich, wenn Verstecke für Nistplätze vorhanden sind; Männchen zeigen Brutpflege, eine stabile Salz- und Temperaturführung fördert den Erfolg.
Mittel
Mittel

