Fledermausrochen
Platyrhina sinensis
Fledermausrochen (Platyrhina sinensis), gehört zur Familie Platyrhinidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Körperform erinnert an einen abgeflachten Rochen, wobei die Flügel breit und rund auslaufen und dem Fledermausrochen ein charakteristisches Erscheinungsbild verleihen.
- Maulstellung: Beim Fledermausrochen liegt das Maul auf der Unterseite, was die Art für das Graben und Absaugen von Bodentieren prädestiniert.
- Die Oberseite ist grau-braun bis sandfarben, oft mit unregelmäßigen Flecken versehen. Die Unterseite bleibt deutlich heller.
- Typisch für diesen Rochen sind robuste, mit kleinen Dornen bewehrte Schultern und zwei deutlich sichtbare Rückenflossen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Fledermausrochen sind Männchen oft an den längeren Klaspern erkennbar, während Weibchen insgesamt massiger erscheinen.
Lebensraum
Fledermausrochen bewohnen flache Küstenbereiche sowie sandige bis schlammige Meeresböden des westlichen Pazifiks.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Küstengewässer, Sandgrund, Schlammgrund, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm
Temperatur: 10 - 26 Grad C
Platyrhina sinensis ist entlang der Küsten Chinas, Japans, Koreas und bis ins Südchinesische Meer verbreitet. In seichten Buchten und Küstennähe ist der Fledermausrochen am häufigsten anzutreffen.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser
Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Würmern, Krebstieren und Muscheln, die im weichen Meeresboden gesucht werden.
Beute: Krebse, kleine Garnelen, Muscheln, Polychaeten und gelegentlich kleine Fische.
Verbreitung
Region: Pazifik, Ostasien, Südostasien
Platyrhina sinensis ist entlang der Küsten Chinas, Japans, Koreas und bis ins Südchinesische Meer verbreitet. In seichten Buchten und Küstennähe ist der Fledermausrochen am häufigsten anzutreffen.
Galerie
Besonderheiten
- Fledermausrochen zeigen meist dämmerungs- und nachtaktive Verhaltensmuster, wobei sie tagsüber am Grund ruhen.
- Die Tiere leben überwiegend einzeln oder in losen, nicht stabilen Gruppen und zeigen kaum territoriales Verhalten.
- Der Fledermausrochen gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Die Art bringt lebende Junge zur Welt, wobei die Embryonen durch Dotter versorgt werden.
- Verletzungen durch die Rückenstacheln sind bei unvorsichtiger Handhabung möglich.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Chondrichthyes
- überordnung
- Batoidea
- Ordnung
- Platyrhiniformes
- Familie
- Platyrhinidae
- Gattung
- Platyrhina
- Art
- sinensis
- Erstbeschreiber
- Bloch & Schneider, 1801
- Synonyme
- Platyrhina japonica sinensis, Raia sinensis
Morphologie
- Körperform
- Die Körperform erinnert an einen abgeflachten Rochen, wobei die Flügel breit und rund auslaufen und dem Fledermausrochen ein charakteristisches Erscheinungsbild verleihen.
- Maulstellung
- Beim Fledermausrochen liegt das Maul auf der Unterseite, was die Art für das Graben und Absaugen von Bodentieren prädestiniert.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 14 - 16
- Wirbel
- 117 - 121
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Fledermausrochen sind Männchen oft an den längeren Klaspern erkennbar, während Weibchen insgesamt massiger erscheinen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Die Art bringt lebende Junge zur Welt, wobei die Embryonen durch Dotter versorgt werden.
- Laichtyp
- Ovoviviparer Fortpflanzungstyp
- Brutpflege
- Nach dem Gebären zeigt der Fledermausrochen keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Fledermausrochen zeigen meist dämmerungs- und nachtaktive Verhaltensmuster, wobei sie tagsüber am Grund ruhen.
- Sozialverhalten
- Die Tiere leben überwiegend einzeln oder in losen, nicht stabilen Gruppen und zeigen kaum territoriales Verhalten.
- Wanderung
- Der Fledermausrochen gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Für die kommerzielle Fischerei spielt er nur als gelegentlicher Beifang eine Rolle.
- Aquakultur
- Eine gezielte Aquakultur findet für diese Art nicht statt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, GBIF, Compagno L.J.V. (2004): Rays of the World.
IUCN (2021). Platyrhina sinensis: globale Bewertung EN. https://doi.org/10.2305/IUCN.UK.2021-1.RLTS.T169236406A124511558.en. Datengrundlage: IUCN Red List 2026-1, https://doi.org/10.15468/0qnb58 (CC BY 4.0).
Teilprüfung am 22. Oktober 2026 (siehe Korrekturbericht für geprüfte Felder):
https://www.iucnredlist.org/species/169236406/124511558
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
95 kcal / 100 g
17 g / 100 g
Mager
Gering
Wenig Gräten, da das Skelett überwiegend knorpelig ist.
Mittel
Das Fleisch gilt als mager, weich und von mildem Eigengeschmack.
Zart und saftig, eignet sich gut für schonende Garmethoden.
Die Flügel, insbesondere das Brustmuskelgewebe, sind die wichtigsten essbaren Teile.
Die ledrige Haut sollte vor der Zubereitung abgezogen werden.
Sanfte Garmethoden wie Dämpfen oder Pochieren erhalten Geschmack und Textur am besten.
Kurzes Garen von 8–15 Minuten je nach Dicke des Fleischstücks wird empfohlen.
Milder Pfeffer, Zitronensaft, Petersilie und Dill passen gut zur Zubereitung.
Leichte Salate, gedämpftes Gemüse oder Reis sind hervorragende Begleiter.
Trockener Weißwein oder ein leichter, spritziger Sake unterstreichen das Aroma.
Vor dem Kochen sollten die Flügel sauber abgetrennt und sorgfältig gehäutet werden.
Keine spezifischen Toxizitätswarnungen bekannt, Fangfrische ist jedoch wie bei allen Meeresfischen wichtig.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

