Einhorn-Doktorfisch
Naso brevirostris
Einhorn-Doktorfisch (Naso brevirostris), gehört zur Familie Acanthuridae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Planktonfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Einhorn-Doktorfisch besitzt einen großen, seitlich abgeflachten Doktorfischkörper; Naso brevirostris entwickelt als Adulttier ein markantes Stirnhorn.
- Maulstellung: Der Einhorn-Doktorfisch hat ein kleines endständiges Maul, mit dem Jungfische Algen abweiden und adulte Tiere vor allem Plankton aufnehmen.
- Der Einhorn-Doktorfisch ist graublau bis olivfarben und trägt zahlreiche dunkle Punkte; die Schwanzwurzel besitzt die typischen Skalpellstacheln der Doktorfische.
- Besonders auffällig am Einhorn-Doktorfisch sind das Stirnhorn erwachsener Tiere und die scharfen, paarigen Klingen an der Schwanzwurzel.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Einhorn-Doktorfisch werden große Männchen oft stärker gezeichnet; das Stirnhorn ist bei ausgewachsenen Tieren beider Geschlechter vorhanden.
Lebensraum
Der Einhorn-Doktorfisch lebt an Außenriffen, Lagunenrändern und strömungsreichen Riffhängen des Indopazifiks.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Lagune, Küstengewässer, Korallenriff, Felsriff, Küstennahes Freiwasser
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur, Kein Substratbezug
Temperatur: 24 - 29 Grad C
pH-Wert: 7.9 - 8.4
Der Einhorn-Doktorfisch (Naso brevirostris) ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet, von Ostafrika über Südostasien bis zu pazifischen Inseln.
Ernährung
Ernährungsweise: Planktonfresser
Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Algenfresser
Der Einhorn-Doktorfisch frisst als Jungtier viel Algenaufwuchs, nimmt als Adulttier aber verstärkt Zooplankton aus der Strömung auf.
Beute: Beim Einhorn-Doktorfisch gehören Algenfilme, Rotalgen, Copepoden und andere planktonische Kleinkrebse zur Nahrung.
Verbreitung
Region: Ostasien, Südostasien, Australien, Ozeanien, Pazifik, Indischer Ozean
Der Einhorn-Doktorfisch (Naso brevirostris) ist im tropischen Indopazifik weit verbreitet, von Ostafrika über Südostasien bis zu pazifischen Inseln.
Galerie
Besonderheiten
- Der Einhorn-Doktorfisch ist tagaktiv und schwimmt häufig in lockeren Gruppen entlang strömungsreicher Riffe.
- Der Einhorn-Doktorfisch bildet Trupps, kann in zu kleinen Aquarien aber territorial gegen ähnliche Doktorfische werden.
- Der Einhorn-Doktorfisch ist ein ozeanodromer Rifffisch ohne Süßwasserwanderungen.
- Der Einhorn-Doktorfisch laicht paarweise oder in Gruppen im Freiwasser; Eier und Larven treiben pelagisch.
- Beim Einhorn-Doktorfisch sind Stachelverletzungen und regional mögliche Ciguatera-Warnungen zu beachten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Acanthuriformes
- Familie
- Acanthuridae
- Unterfamilie
- Nasinae
- Gattung
- Naso
- Art
- brevirostris
- Erstbeschreiber
- (Valenciennes, 1835)
Morphologie
- Körperform
- Der Einhorn-Doktorfisch besitzt einen großen, seitlich abgeflachten Doktorfischkörper; Naso brevirostris entwickelt als Adulttier ein markantes Stirnhorn.
- Maulstellung
- Der Einhorn-Doktorfisch hat ein kleines endständiges Maul, mit dem Jungfische Algen abweiden und adulte Tiere vor allem Plankton aufnehmen.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Einhorn-Doktorfisch werden große Männchen oft stärker gezeichnet; das Stirnhorn ist bei ausgewachsenen Tieren beider Geschlechter vorhanden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Der Einhorn-Doktorfisch laicht paarweise oder in Gruppen im Freiwasser; Eier und Larven treiben pelagisch.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Der Einhorn-Doktorfisch betreibt nach dem Ablaichen keine Brutpflege.
Verhalten
- Aktivität
- Der Einhorn-Doktorfisch ist tagaktiv und schwimmt häufig in lockeren Gruppen entlang strömungsreicher Riffe.
- Sozialverhalten
- Der Einhorn-Doktorfisch bildet Trupps, kann in zu kleinen Aquarien aber territorial gegen ähnliche Doktorfische werden.
- Wanderung
- Der Einhorn-Doktorfisch ist ein ozeanodromer Rifffisch ohne Süßwasserwanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Afrotropis, Orientalis / Indomalaiische Region, Australis, Ozeanien
Nutzung
- Fischerei
- Der Einhorn-Doktorfisch wird regional in Rifffischereien genutzt.
- Aquakultur
- Der Einhorn-Doktorfisch hat keine etablierte Speisefisch-Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; IUCN Red List; Eschmeyer's Catalog of Fishes.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangGanzjährig
Vormittag, Nachmittag
Schwer
Der Einhorn-Doktorfisch wird in Rifffischereien mit Netzen, Leinen oder einfachen Naturködern gefangen, doch lokale Riffschutzregeln sind entscheidend.
Für den Einhorn-Doktorfisch werden in der Freizeitangelei kleine marine Naturköder und pflanzliche Köderanteile genutzt, sofern die Art lokal befischt werden darf.
Der Einhorn-Doktorfisch hält sich an Riffkanten, Außenriffen und strömungsreichen Lagunenpässen auf.
Beim Einhorn-Doktorfisch ist mittleres Salzwassergerät mit widerstandsfähigem Vorfach sinnvoll.
Beim Einhorn-Doktorfisch beeinflussen Licht, Wasserstand und Strömung die Fressaktivität.
Im Winter hält sich der Einhorn-Doktorfisch meist tiefer oder strukturgebundener auf, soweit die Art im Winter aktiv bleibt.
Beim Einhorn-Doktorfisch hängt die Bissanzeige stark von Köder und Methode ab.
Der Einhorn-Doktorfisch kann je nach Größe kurze, kräftige Fluchten zeigen.
Der Einhorn-Doktorfisch sollte nur nach lokalen Regeln entnommen oder schonend im Wasser abgehakt und freigelassen werden.
Beim gezielten Fang des Einhorn-Doktorfisch können Arten aus demselben Habitat als Beifang auftreten; konkrete Angaben hängen stark vom Gewässer und der Methode ab.
Der Einhorn-Doktorfisch ist an Stirnhorn, gepunktetem Körper und scharfen Schwanzwurzelklingen erkennbar.
Beim Einhorn-Doktorfisch müssen lokale Schonzeiten, Mindestmaße, Schutzstatus und Entnahmeverbote vor dem Fang geprüft werden.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und ZubereitungMittelfett
Beim Einhorn-Doktorfisch ist der Grätenanteil mit sauberer Filetierung gut beherrschbar.
Mittel
Der Einhorn-Doktorfisch gilt kulinarisch als milder bis aromatischer Fisch, sofern die Art regional als Speisefisch genutzt wird.
Das Fleisch des Einhorn-Doktorfisch ist je nach Größe eher fest und eignet sich für einfache Fischgerichte.
Beim Einhorn-Doktorfisch werden vor allem Filets und größere Seitenstücke verwertet.
Die Haut des Einhorn-Doktorfisch kann je nach Art geschuppt, abgezogen oder knusprig gebraten werden.
Der Einhorn-Doktorfisch eignet sich je nach Fettgehalt zum Braten, Backen, Grillen oder Räuchern.
Der Einhorn-Doktorfisch sollte nur so lange gegart werden, bis das Fleisch gerade undurchsichtig und saftig bleibt.
Zum Einhorn-Doktorfisch passen Zitrone, Petersilie, Dill, Pfeffer und zurückhaltende Kräuter.
Der Einhorn-Doktorfisch harmoniert mit Kartoffeln, Reis, Salat oder mildem Gemüse.
Zum Einhorn-Doktorfisch passen mineralisches Wasser, leichter Weißwein oder alkoholfreie Zitrusgetränke.
Der Einhorn-Doktorfisch sollte vor dem Garen gekühlt, sauber ausgenommen und möglichst frisch verarbeitet werden.
Beim Einhorn-Doktorfisch sollte in tropischen Rifffischereien auf lokale Ciguatera-Warnungen geachtet werden.

