Edelkreischbarbe
Barbus paludinosus
Edelkreischbarbe (Barbus paludinosus), gehört zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Schlanker, spindelförmiger Körper mit leicht hochrückiger Silhouette sorgt für eine stromlinienförmige Erscheinung.
- Maulstellung: Bei der Edelkreischbarbe liegt das endständige Maul ideal für das Absuchen des freien Wassers wie auch des Bodens nach Futter.
- Die Grundfarbe ist silbrig bis helloliv, mit schwachen dunkleren Schattierungen am Rücken. Jungtiere sind meist noch transparenter gefärbt.
- Kurz ausgeprägte Barteln an den Maulwinkeln sind typisch für die Art und dienen der Futtersuche am Gewässergrund.
- Geschlechtsunterschiede: Beim erwachsenen Männchen entwickeln sich zur Laichzeit oft kleine Laichausschläge auf dem Kopf; Weibchen bleiben etwas kräftiger gebaut.
Lebensraum
Edelkreischbarben besiedeln bevorzugt kleinere Flüsse, Bäche und Überschwemmungsgebiete mit ruhigen bis moderaten Strömungen.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Überschwemmungsgebiet
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 18 - 28 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Die Edelkreischbarbe (Barbus paludinosus) ist in weiten Teilen des östlichen und südlichen Afrikas verbreitet. Sie kommt unter anderem in den Stromsystemen des Sambesi, Okavango und Limpopo sowie im Tanganjikasee-Becken vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Algenfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser, Detritusfresser
Die Nahrung besteht aus Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Pflanzenteilen und gelegentlich Algen.
Beute: Kleine Würmer, Insekten, Detritus und Fadenalgen.
Verbreitung
Region: Afrika südlich der Sahara
Länder: Burundi, Demokratische Republik Kongo, Tansania, Sambia
Die Edelkreischbarbe (Barbus paludinosus) ist in weiten Teilen des östlichen und südlichen Afrikas verbreitet. Sie kommt unter anderem in den Stromsystemen des Sambesi, Okavango und Limpopo sowie im Tanganjikasee-Becken vor.
Galerie
Besonderheiten
- Meist tagaktiv, mit erhöhten Aktivitätsphasen am Morgen und späten Nachmittag.
- Diese Fische zeigen schwarmnahes Verhalten, sind jedoch gegenüber Artgenossen friedlich.
- Zur Laichzeit wandern Exemplare oft in überflutete Auen und seichte Nebenarme.
- Die Art streut ihre Eier im Flachwasser an wasserpflanzenreiche Bereiche.
- Für die Aquaristik besteht kein Risiko, der Umgang ist unkompliziert.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cyprinoidei
- Familie
- Cyprinidae
- Gattung
- Barbus
- Art
- paludinosus
- Erstbeschreiber
- Peters, 1852
- Synonyme
- Barbus striatus, Barbus tropidonotus
Morphologie
- Körperform
- Schlanker, spindelförmiger Körper mit leicht hochrückiger Silhouette sorgt für eine stromlinienförmige Erscheinung.
- Maulstellung
- Bei der Edelkreischbarbe liegt das endständige Maul ideal für das Absuchen des freien Wassers wie auch des Bodens nach Futter.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 2 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 6
- Seitenlinie
- 22 - 28
- Geschlechtsunterschiede
- Beim erwachsenen Männchen entwickeln sich zur Laichzeit oft kleine Laichausschläge auf dem Kopf; Weibchen bleiben etwas kräftiger gebaut.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art streut ihre Eier im Flachwasser an wasserpflanzenreiche Bereiche.
- Laichtyp
- Substratlaicher an Pflanzen, gelegentlich Freilaicher bei Überschwemmung.
- Brutpflege
- Nach dem Ablaichen erfolgt keine Brutpflege; die Eier werden sich selbst überlassen.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Meist tagaktiv, mit erhöhten Aktivitätsphasen am Morgen und späten Nachmittag.
- Sozialverhalten
- Diese Fische zeigen schwarmnahes Verhalten, sind jedoch gegenüber Artgenossen friedlich.
- Wanderung
- Zur Laichzeit wandern Exemplare oft in überflutete Auen und seichte Nebenarme.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Örtlich gering wirtschaftlich bedeutsam, vor allem als Beifang.
- Aquakultur
- Kaum Bedeutung für Aquakultur, gelegentlich wird sie in naturnahen Anlagen gehalten.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, Froese & Pauly, 2024; IUCN Red List; Skelton, P. (2001): A Complete Guide to the Freshwater Fishes of Southern Africa.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangSommer, Herbst
Vormittag, Nachmittag
Einfach
Lokale Schonzeiten und Mindestmaße sollten beachtet werden, sofern sie regional vorgeschrieben sind.
Für lokale Kleinfischerei werden oft kleine Haken und feine Köder verwendet; beim Angeln selten gezielt befischt.
Maden, Würmer oder kleine Insekten eignen sich besonders für diesen Fisch.
Flache Uferbereiche mit Pflanzen und langsam fließendes Wasser sind besonders Erfolg versprechend.
Feine Posenruten finden bei Friedfischanglern Verwendung.
Während der Regenzeit sind die Fische aktiver und verteilen sich auch in saisonal überflutete Gebiete.
Bei niedrigen Temperaturen ruht die Art am Bodengrund und frisst wenig.
Bisse erfolgen meist zaghaft mit kurzen Zupfern an der Pose.
Im Drill verhält sich die Art nicht besonders kämpferisch und wird selten zum Ziel größerer Angler.
Ein schonendes Abhaken ist empfehlenswert, da das Maul empfindlich sein kann.
Oft gemeinsam mit anderen afrikanischen Barben oder kleineren Karpfenfischen gefangen.
Schlanker, silbriger Körper, endständiges Maul mit kurzen Barteln und gegabelte Schwanzflosse zeichnen diese Barbe aus.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
84 kcal / 100 g
16 g / 100 g
Mager
Gering
Wenig störende Gräten, was die Verarbeitung für den Verzehr erleichtert.
Einfach
Das Fleisch ist mild und angenehm im Geschmack, dabei recht grätenarm.
Das Filet ist relativ fest und lässt sich einfach zubereiten.
Filet, ganzer Fisch oder kleinere Stücke werden meist genutzt.
Die Haut lässt sich einfach entfernen, kann aber auch mitgegart werden.
Dünsten, Braten und Backen sind die bevorzugten Zubereitungsarten.
Bei Filets genügen oft 5–8 Minuten, im Ganzen etwa 15 Minuten.
Petersilie, Koriander, Zitronensaft und etwas Pfeffer unterstreichen den Eigengeschmack.
Für leichte Kartoffelbeilagen, Reis oder frisches Gemüse ist die Edelkreischbarbe gut geeignet.
Ein trockener Weißwein oder auch herbe Limonaden runden das Gericht ab.
Schonendes Entschuppen und Ausnehmen reichen in der Regel; mit frischen Kräutern gefüllt ein Genuss.
Keine toxikologischen Risiken für den Menschen bekannt.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 120 l
ab 300 l
18 - 28 °C
6 - 8
2 - 14 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Mit ihrer Robustheit und Anpassungsfähigkeit eignet sich die Art gut für das Gesellschaftsbecken.
Eine Gruppe ab sechs Tieren wird empfohlen, da die Edelkreischbarbe schwarmorientiert ist.
Gut mit friedlichen afrikanischen Barben, Salmlern oder Karpfenfischen zu vergesellschaften.
Aquarienpflanzen werden meist nicht gefressen, mit robusten Arten besteht keine Gefahr.
Eine sanfte bis moderate Strömung unterstützt das natürliche Verhalten der Art.
Die Art nimmt bereitwillig Flocken-, Frost- und Lebendfutter an.
Eine Überwinterung ist nur in frostfreien Regionen möglich, da die Wassertemperatur nicht unter 15 °C sinken sollte.
Für eine erfolgreiche Zucht können wechselnde Wasserstände und feinblättrige Pflanzen das Ablaichen begünstigen.
Mittel
Anpassungsfähig

