Dreistachelmakrele
Caranx hippos
Dreistachelmakrele (Caranx hippos), gehört zur Familie Carangidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Diese Art ist seitlich stark abgeflacht und besitzt einen tiefen, kräftigen Körper mit markanter Rückenlinie. Bei adulten Exemplaren fällt das hohe Vorderprofil besonders auf.
- Maulstellung: Die Dreistachelmakrele verfügt über ein endständiges Maul, was ihr ermöglicht, Beutetiere im offenen Wasser gezielt zu schnappen.
- Die Grundfärbung reicht von silbrig über grau bis olivgrün am Rücken, mit gelben Flossen und dunklem Fleck an der Kiemendeckelbasis. Jungtiere zeigen oftmals vertikale Bänder.
- Typisch für die Art ist der kräftig gekielte Schwanzstiel mit kleinen knöchernen Schuppenplatten und eine markant gegabelte Schwanzflosse.
- Geschlechtsunterschiede: Bei der Dreistachelmakrele sind äußerlich kaum Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen erkennbar.
Lebensraum
Dreistachelmakrelen bewohnen überwiegend flache Küstenregionen, Lagunen und Flussmündungen, sind aber auch im offenen Meer anzutreffen.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Ästuar, Lagune, Küstengewässer, Seegraswiese, Küstennahes Freiwasser, Bodennah
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 18 - 32 Grad C
pH-Wert: 7.5 - 8.4
Caranx hippos ist im westlichen Atlantik von Kanada und den Bermudas bis nach Uruguay verbreitet, ebenso entlang der afrikanischen Westküste von Portugal bis Angola.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Fischfresser, Insektenfresser, Krebstierfresser
Die Dreistachelmakrele ernährt sich überwiegend räuberisch von kleinen Fischen, Krebstieren und gelegentlich Kopffüßern.
Beute: Beutetiere sind beispielsweise Sardinen, Heringe, Garnelen und junge Tintenfische.
Verbreitung
Region: Atlantik, Nordamerika, Europa, Südamerika, Afrika südlich der Sahara
Länder: Kanada, Portugal, Uruguay, Angola
Caranx hippos ist im westlichen Atlantik von Kanada und den Bermudas bis nach Uruguay verbreitet, ebenso entlang der afrikanischen Westküste von Portugal bis Angola.
Galerie
Besonderheiten
- Dreistachelmakrelen sind tagaktiv und jagen bevorzugt in den frühen Morgenstunden sowie am Abend.
- Typisch für diese Carangiden sind große Jagdschwärme, vor allem im Freiwasser und in Küstennähe.
- Die Art zeigt ausgeprägtes saisonales Wanderverhalten innerhalb warmer Küstenregionen.
- Bei der Fortpflanzung bilden die Fische Schwärme und laichen im offenen Wasser, wo die Eier ins freie Wasser abgegeben werden.
- Bei unsachgemäßer Lagerung können große Exemplare wie andere Makrelen Scombrotoxin (Histamin) bilden.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Carangiformes
- Familie
- Carangidae
- Gattung
- Caranx
- Art
- hippos
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1766
- Synonyme
- Crevalle-Jack, Jack Crevalle, Jack, Große Goldmakrele
Morphologie
- Körperform
- Diese Art ist seitlich stark abgeflacht und besitzt einen tiefen, kräftigen Körper mit markanter Rückenlinie. Bei adulten Exemplaren fällt das hohe Vorderprofil besonders auf.
- Maulstellung
- Die Dreistachelmakrele verfügt über ein endständiges Maul, was ihr ermöglicht, Beutetiere im offenen Wasser gezielt zu schnappen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 8 - 9
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 19 - 21
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 15 - 17
- Wirbel
- 24 - 26
- Seitenlinie
- 40 - 46
- Geschlechtsunterschiede
- Bei der Dreistachelmakrele sind äußerlich kaum Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen erkennbar.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Bei der Fortpflanzung bilden die Fische Schwärme und laichen im offenen Wasser, wo die Eier ins freie Wasser abgegeben werden.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Die Eier und Larven entwickeln sich ohne elterliche Fürsorge frei im Wasser.
Verhalten
- Aktivität
- Dreistachelmakrelen sind tagaktiv und jagen bevorzugt in den frühen Morgenstunden sowie am Abend.
- Sozialverhalten
- Typisch für diese Carangiden sind große Jagdschwärme, vor allem im Freiwasser und in Küstennähe.
- Wanderung
- Die Art zeigt ausgeprägtes saisonales Wanderverhalten innerhalb warmer Küstenregionen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis, Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Sie spielt regional in Küstengewässern für Berufs- und Subsistenzfischerei eine Rolle.
- Aquakultur
- Eine kommerzielle Zucht ist bislang von untergeordneter Bedeutung.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, FAO Species Catalogue, wissenschaftliche Fachliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung
Mittel
Sportangler fangen Dreistachelmakrelen erfolgreich beim Spinn- und Schleppfischen, oft mit größeren Kunstködern oder Naturköderfisch.
Heringsfetzen, kleine Köderfische und große Kunstköder wie Wobbler oder Blinker sind besonders wirkungsvoll.
Beste Fangchancen bieten Hafeneinfahrten, Brandungskanten sowie Stromrinnen an Flussmündungen.
Stabile, salzwasserfeste Spinn- und Schleppausrüstung mit robusten Rollen, geflochtener Schnur und kräftigen Vorfächern ist ratsam.
An windigen, leicht trüben Tagen bei Wassertemperaturen über 20°C sind Makrelen besonders aktiv.
Im Winter wandern die Tiere in wärmere Tiefe oder südlichere Gefilde, sind dann aber schwerer zu fangen.
Bisse erfolgen meist ruppig und werden als starker Ruck in der Rute wahrgenommen.
Nach dem Biss liefern Dreistachelmakrelen kämpferische Fluchten mit langen, kräftigen Runs.
Zur Landung eignet sich ein großer, weicher Kescher; kräftige Kiemendeckel erfordern Vorsicht beim Anpacken.
Beim gezielten Fang treten als Beifang oft andere Makrelen, Barrakudas oder Snapper auf.
Auffällig sind die gelben Flossen, die kräftig gegabelte Schwanzflosse und der schwarze Kiemendeckelfleck.
In manchen Regionen gelten Mindestmaße für den Fang – aktuelle Regelungen sind zu beachten.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
110 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mittelfett
Der Grätenanteil ist moderat, größere Mittelgräten lassen sich nach dem Zubereiten recht leicht entfernen.
Mittel
Das Fleisch ist aromatisch, kräftig und leicht trocken, besonders bei größeren Exemplaren.
Die Textur fällt fest bis saftig aus und eignet sich gut für unterschiedliche Zubereitungsarten.
Filets, Steaks und Bäckchen werden verwendet.
Die Haut kann gegrillt oder gebraten werden, sollte aber vor dem Kochen gründlich geschuppt werden.
Grillen, Braten und Backen bringen die Aromen besonders gut zur Geltung.
Je nach Dicke der Filets 8-12 Minuten grillen oder braten.
Zitronensaft, Knoblauch, Petersilie, Thymian und schwarzer Pfeffer passen hervorragend.
Kartoffeln, frische Salate oder mediterranes Gemüse sind ideale Beilagen.
Trockene Weißweine, helles Bier und Zitronenwasser runden das Gericht ab.
Vor dem Grillen besser marinieren; eventuelle Blutlinien entfernen, um ein sauberes Aroma zu erhalten.
Wie bei anderen pelagischen Räubern kann Ciguatoxin bei großen Exemplaren vorkommen.

