Dreischwanzkärpfling
Gambusia holbrooki
Dreischwanzkärpfling (Gambusia holbrooki), gehört zur Familie Poeciliidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art besitzt einen schlanken, leichten Körperbau, wobei Weibchen etwas rundlicher erscheinen als Männchen.
- Maulstellung: Beim Dreischwanzkärpfling sitzt das endständige Maul leicht nach oben gerichtet und unterstützt das Pflanzen von Nahrung an der Wasseroberfläche.
- Die Grundfärbung ist gräulich bis oliv mit silbrigen Flanken; Männchen haben oft einen deutlicheren schwarzen Fleck an der Schwanzwurzel.
- Charakteristisch ist das Gonopodium der Männchen zur inneren Befruchtung.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Dreischwanzkärpfling sind die Weibchen deutlich größer und kräftiger gebaut als die schlankeren, kleineren Männchen, die zudem ein Gonopodium entwickeln.
Lebensraum
Die Art besiedelt bevorzugt kleine stehende oder langsam fließende Süßgewässer mit reicher Vegetation, ist aber äußerst anpassungsfähig.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser
Lebensraumtypen: Bach, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet, Sumpf
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 10 - 35 Grad C
pH-Wert: 6 - 8
Der Dreischwanzkärpfling (Gambusia holbrooki) stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Nordamerika, wurde jedoch weltweit als Mückenbekämpfer ausgesetzt.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Krebstierfresser
Im natürlichen Habitat ernährt sich die Art überwiegend von Mückenlarven, Kleinkrebsen und anderen kleinen Wirbellosen.
Beute: Mückenlarven, Wasserflöhe, kleinere Insekten und deren Larven.
Verbreitung
Region: Nordamerika
Der Dreischwanzkärpfling (Gambusia holbrooki) stammt ursprünglich aus dem südöstlichen Nordamerika, wurde jedoch weltweit als Mückenbekämpfer ausgesetzt.
Galerie
Besonderheiten
- Dreischwanzkärpflinge sind tagaktiv und suchen am Tage aktiv nach Beute.
- Diese Fische leben meist in kleinen Gruppen, können gegenüber Artgenossen aber auch territorial sein.
- Es handelt sich um standorttreue Fische, die keine weiten Wanderungen unternehmen.
- Gambusia holbrooki ist lebendgebärend, Weibchen bringen nach innerer Befruchtung mehrmals jährlich Jungfische zur Welt.
- Durch unkontrollierte Aussetzungen können Dreischwanzkärpflinge heimische Ökosysteme stören.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Cyprinodontomorpha
- Ordnung
- Cyprinodontiformes
- Familie
- Poeciliidae
- Gattung
- Gambusia
- Art
- holbrooki
- Erstbeschreiber
- Girard, 1859
- Synonyme
- Gambusia affinis holbrooki
Morphologie
- Körperform
- Die Art besitzt einen schlanken, leichten Körperbau, wobei Weibchen etwas rundlicher erscheinen als Männchen.
- Maulstellung
- Beim Dreischwanzkärpfling sitzt das endständige Maul leicht nach oben gerichtet und unterstützt das Pflanzen von Nahrung an der Wasseroberfläche.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 9 - 11
- Wirbel
- 28 - 30
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Dreischwanzkärpfling sind die Weibchen deutlich größer und kräftiger gebaut als die schlankeren, kleineren Männchen, die zudem ein Gonopodium entwickeln.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Lebendgebärend
- Modus
- Gambusia holbrooki ist lebendgebärend, Weibchen bringen nach innerer Befruchtung mehrmals jährlich Jungfische zur Welt.
- Laichtyp
- Lebendgebärend
- Brutpflege
- Die Art betreibt keine aktive Brutpflege; die Jungfische sind nach der Geburt sofort selbstständig.
- Inkubation
- 21 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Dreischwanzkärpflinge sind tagaktiv und suchen am Tage aktiv nach Beute.
- Sozialverhalten
- Diese Fische leben meist in kleinen Gruppen, können gegenüber Artgenossen aber auch territorial sein.
- Wanderung
- Es handelt sich um standorttreue Fische, die keine weiten Wanderungen unternehmen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Eine nennenswerte fischereiliche Nutzung existiert nicht.
- Aquakultur
- Die Art hat geringe Bedeutung, da sie hauptsächlich zur Mückenlarvenkontrolle gehalten wird.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, GBIF, Fachliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
ab 200 l
10 - 35 °C
6 - 8
3 - 20 dKH
Mittlere Wasserschichten, Oberfläche
Die Haltung gilt als einfach, einsteigergeeignet und robust gegenüber unterschiedlichen Wasserparametern.
Eine Gruppe von mindestens 6 Tieren sorgt für artgerechtes Sozialverhalten.
Vergesellschaftung mit friedlichen kleinen Fischen ist möglich, bei sehr kleinen Arten jedoch auf Nachwuchs achten.
Wasserpflanzen werden nicht gefressen, dennoch sollte dichter Bewuchs als Rückzugsgebiet vorhanden sein.
Schwache bis moderate Strömung genügt, stehende oder sehr langsam fließende Gewässer werden bevorzugt.
Gefressene Nahrung schließt Lebend-, Frost- und Flockenfutter ein.
In milden Wintern können Dreischwanzkärpflinge im Teich überdauern, sollten aber vor härteren Frösten geschützt werden.
Nachzucht ist problemlos; ausreichend Verstecke für Jungfische erhöhen die Überlebensrate.
Einfach
Mittel

