Platy
Xiphophorus maculatus
Platy (Xiphophorus maculatus), gehoert zur Familie Poeciliidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Platy hat einen seitlich abgeflachten, kompakten Körper, der typisch für viele Poeciliidae ist.
- Maulstellung: Der Platy besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, sowohl an der Wasseroberfläche als auch im Pflanzenbestand nach Nahrung zu suchen.
- Der Platy zeigt Wildformen in olivbraunen bis graugrünen Tönen mit dunklen Flecken; Zuchtformen sind hingegen in zahlreichen, auffälligen Farbmorphs erhältlich.
- Der Platy besitzt beim Männchen ein verkürztes, modifiziertes Afterflossenstrahl (Gonopodium) zur inneren Befruchtung.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Platy unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich: Männchen sind schlanker, farbintensiver und haben ein modifiziertes Afterflossenstrahl (Gonopodium), während Weibchen größer und fülliger bleiben.
Lebensraum
Der Platy lebt bevorzugt in ruhigen, pflanzenreichen Flachwasserzonen von Flüssen, Bächen und Teichen und nutzt dichte Vegetation als Versteck und Laichplatz.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Teich, Küstengewässer, Künstliches Gewässer
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 18 - 28 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Der Platy (Xiphophorus maculatus) ist ursprünglich in Küsten- und Tieflandgewässern Mittelamerikas verbreitet; durch Aquarienaussetzungen existieren lokale eingeführte Populationen in anderen tropischen bis subtropischen Regionen.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Algenfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist
Der Platy ernährt sich opportunistisch von Algen, Detritus, Insektenlarven sowie kleinen wirbellosen Tieren und nimmt in Aquarien auch Trockenfutter und Frostfutter an.
Beute: Der Platy frisst Algenaufwuchs, Wasserflöhe, Mückenlarven und feine Pflanzenreste; in Gefangenschaft werden Flocken, Granulat und klein geschnittenes Lebend- oder Frostfutter gut akzeptiert.
Verbreitung
Region: Mittelamerika, Südamerika
Länder: Guatemala, Mexiko
Der Platy (Xiphophorus maculatus) ist ursprünglich in Küsten- und Tieflandgewässern Mittelamerikas verbreitet; durch Aquarienaussetzungen existieren lokale eingeführte Populationen in anderen tropischen bis subtropischen Regionen.
Galerie
Besonderheiten
- Der Platy ist überwiegend tagaktiv und bewegt sich am Tage in Pflanzengenist und in den oberen Wasserschichten.
- Der Platy ist ein geselliges Schwarmtier, das in Gruppen am sichersten und aktivsten auftritt; Männchen können rivalisierend gegenüber Artgenossen sein.
- Der Platy ist standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen innerhalb seines Verbreitungsgebiets.
- Der Platy ist lebendgebärend und praktiziert innere Befruchtung durch das männliche Gonopodium.
- Der Platy stellt keine bekannten Gefahren für Menschen dar, jedoch können eingeführte Populationen lokale Kleinfaunen beeinflussen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Cyprinodontiformes
- Familie
- Poeciliidae
- Gattung
- Xiphophorus
- Art
- maculatus
- Erstbeschreiber
- Günther, 1866
- Synonyme
- Platypoecilus maculatus
Morphologie
- Körperform
- Der Platy hat einen seitlich abgeflachten, kompakten Körper, der typisch für viele Poeciliidae ist.
- Maulstellung
- Der Platy besitzt ein endständiges Maul, das ihm erlaubt, sowohl an der Wasseroberfläche als auch im Pflanzenbestand nach Nahrung zu suchen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 8 - 12
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Wirbel
- 24 - 26
- Seitenlinie
- 0 - 0
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Platy unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich: Männchen sind schlanker, farbintensiver und haben ein modifiziertes Afterflossenstrahl (Gonopodium), während Weibchen größer und fülliger bleiben.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Lebendgebärend
- Modus
- Der Platy ist lebendgebärend und praktiziert innere Befruchtung durch das männliche Gonopodium.
- Laichtyp
- Lebendgebärend; keine Eiablage
- Brutpflege
- Der Platy betreibt nach der Geburt in der Regel keine Brutpflege; die Jungen sind von Anfang an selbständig.
- Inkubation
- 21 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Platy ist überwiegend tagaktiv und bewegt sich am Tage in Pflanzengenist und in den oberen Wasserschichten.
- Sozialverhalten
- Der Platy ist ein geselliges Schwarmtier, das in Gruppen am sichersten und aktivsten auftritt; Männchen können rivalisierend gegenüber Artgenossen sein.
- Wanderung
- Der Platy ist standorttreu und unternimmt keine ausgeprägten Wanderungen innerhalb seines Verbreitungsgebiets.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Der Platy hat nur geringe Bedeutung für die Fischerei; seine wirtschaftliche Relevanz liegt im Handel als Zierfisch.
- Aquakultur
- Der Platy ist in der Aquaristik kommerziell bedeutsam und wird intensiv in Zuchtbetrieben und Hobbyzuchten vermehrt.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; GBIF; Fachliteratur zu Poeciliidae; aquarium hobby guides
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 40 l
18 - 28 °C
6.5 - 8.5
3 - 15 dKH
Oberfläche, Mittlere Wasserschichten
Der Platy ist ausgesprochen pflegeleicht und gilt als geeigneter Einsteigerfisch für Gesellschaftsaquarien.
Der Platy sollte als Gruppe mit mehreren Tieren gehalten werden; ein Verhältnis von mindestens zwei bis drei Weibchen pro Männchen reduziert fortwährende Balzbelastung.
Der Platy verträgt sich gut mit ruhigen, ähnlich großen Gesellschaftsfischen; aggressive oder sehr große Arten sind ungeeignet.
Der Platy ist pflanzenverträglich; dichte Bepflanzung fördert Jungfischschutz und Wohlbefinden.
Der Platy bevorzugt langsame bis mäßige Strömung und ruhige Wasserbereiche.
Der Platy nimmt in Gefangenschaft problemlos Flockenfutter, Granulat sowie lebende oder gefrorene Kleintierchen an.
Der Platy ist in Mitteleuropa für unbeheizte Gartenteiche ungeeignet, da er frostempfindlich ist und nicht sicher winterhart bleibt.
Der Platy laicht leicht in Aquarien; konstante Temperatur, dichte Bepflanzung und regelmäßige Fütterung fördern kontinuierliche Vermehrung.
Einfach
Mittel

