Burma-Panzerwels
Garra flavatra
Burma-Panzerwels (Garra flavatra), gehört zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Garra flavatra zeigt einen gedrungenen, leicht abgeflachten und breiten Körperbau, der ideal für das Leben in schnell fließenden Bächen ist.
- Maulstellung: Beim Burma-Panzerwels befindet sich das Maul an der Unterseite des Kopfes und eignet sich ideal zum Abweiden von Algen von Steinen.
- Die Grundfarbe ist olivbraun mit auffälligen, dunklen Querbändern und goldgelben bis weißlichen Flecken an den Flanken. Jungtiere sind kontrastreicher gefärbt als ausgewachsene Tiere.
- Charakteristisch ist die runde Saugscheibe am Maul, die der Art das Festhaften an Steinen in starker Strömung ermöglicht.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Burma-Panzerwels sind männliche Tiere während der Laichzeit oft intensiver gefärbt und zeigen kleine Höcker an den Flossen.
Lebensraum
Diese Art kommt bevorzugt in schnell fließenden Bergbächen mit klarem Wasser, steinigem Untergrund und starker Strömung vor.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Felsriff, Bodenlebend
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Kies, Fels / Stein
Temperatur: 20 - 26 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 7.5
Der Burma-Panzerwels ist endemisch in den Flusssystemen Nordost-Myanmars, insbesondere im Einzugsgebiet des oberen Irrawaddy.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Algenfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Insektenfresser, Krebstierfresser, Detritusfresser
Diese Art ernährt sich hauptsächlich von Algen, Detritus und kleinen Wirbellosen, die sie von Steinen und anderen Oberflächen abweidet.
Beute: Algenbeläge, Biofilm, kleine Krebstiere und Insektenlarven.
Verbreitung
Region: Südostasien
Länder: Myanmar
Der Burma-Panzerwels ist endemisch in den Flusssystemen Nordost-Myanmars, insbesondere im Einzugsgebiet des oberen Irrawaddy.
Galerie
Besonderheiten
- Der Burma-Panzerwels ist überwiegend tagaktiv und zeigt in den frühen Morgen- und Abendstunden erhöhte Aktivität.
- Die Tiere leben meist in kleinen Gruppen und bilden innerhalb ihres Reviers soziale Strukturen aus.
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Die Eiablage erfolgt frei auf Kies und Steine; eine gezielte Brutpflege wird nicht betrieben.
- Es bestehen keine bekannten Risiken bei der Haltung oder beim Kontakt mit diesem Fisch.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Cypriniformes
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cyprinoidei
- Familie
- Cyprinidae
- Unterfamilie
- Labeoninae
- Gattung
- Garra
- Art
- flavatra
- Erstbeschreiber
- Kullander & Fang, 2004
Morphologie
- Körperform
- Garra flavatra zeigt einen gedrungenen, leicht abgeflachten und breiten Körperbau, der ideal für das Leben in schnell fließenden Bächen ist.
- Maulstellung
- Beim Burma-Panzerwels befindet sich das Maul an der Unterseite des Kopfes und eignet sich ideal zum Abweiden von Algen von Steinen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 2 - 3
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 8 - 10
- Afterflosse Hartstrahlen
- 2 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 6
- Seitenlinie
- 32 - 34
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Burma-Panzerwels sind männliche Tiere während der Laichzeit oft intensiver gefärbt und zeigen kleine Höcker an den Flossen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Eiablage erfolgt frei auf Kies und Steine; eine gezielte Brutpflege wird nicht betrieben.
- Laichtyp
- Freilaicher auf Substrat
- Brutpflege
- Burma-Panzerwelse betreiben keine Brutpflege; die Eier werden nach der Ablage ihrem Schicksal überlassen.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der Burma-Panzerwels ist überwiegend tagaktiv und zeigt in den frühen Morgen- und Abendstunden erhöhte Aktivität.
- Sozialverhalten
- Die Tiere leben meist in kleinen Gruppen und bilden innerhalb ihres Reviers soziale Strukturen aus.
- Wanderung
- Die Art gilt als standorttreu und unternimmt keine weiten Wanderungen.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Im kommerziellen Fischfang spielt diese Art keine Rolle.
- Aquakultur
- Eine Zucht im Aquarium ist möglich, aber bislang wenig verbreitet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, Kullander & Fang 2004, Seriously Fish
IUCN (2010). Garra flavatra: globale Bewertung VU. https://doi.org/10.2305/IUCN.UK.2010-4.RLTS.T168282A6474277.en. Datengrundlage: IUCN Red List 2026-1, https://doi.org/10.15468/0qnb58 (CC BY 4.0).
Teilprüfung am 22. Oktober 2026 (siehe Korrekturbericht für geprüfte Felder):
https://www.iucnredlist.org/species/168282/6474277
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 80 l
20 - 26 °C
6.5 - 7.5
2 - 10 dKH
Bodennah
Für die Haltung des Burma-Panzerwels braucht es sauberes, sauerstoffreiches Wasser und einen gut eingerichteten Lebensraum mit Strömung.
Eine Gruppenhaltung von mindestens fünf Tieren fördert ein natürliches Sozialverhalten und vermindert Aggressionen.
Der Burma-Panzerwels lässt sich mit friedlichen Fischen ähnlicher Größe gut vergesellschaften, ruppige oder sehr ruhige Arten sollten jedoch vermieden werden.
Gut bepflanzte Aquarien werden in der Regel akzeptiert, robuste Pflanzen sind ideal.
Ein starker Wasserstrom sowie sauerstoffreiches Wasser sind für das Wohlbefinden der Art wichtig.
Im Aquarium nimmt die Art gerne Algen, Grünfutter, feines Frost- und Lebendfutter an.
Eine Überwinterung im Teich ist nicht empfehlenswert, da die Art wärmere Temperaturen benötigt.
Für eine erfolgreiche Nachzucht sind ein gut strukturierter Bodengrund und gezielte Futtergaben erforderlich; Temperaturschwankungen können den Laichanreiz erhöhen.
Schwer
Mittel

