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Kangal-Saugbarbe

Garra rufa

Kangal-Saugbarbe (Garra rufa), gehoert zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

12 cm, max 25 cm0-10 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Kompakter, stromlinienförmiger Körper mit kräftigem Kopf und abgeflachtem Unterbauch, der das Ansaugen an hartem Substrat erleichtert.
  • Maulstellung: Die Maulstellung ist als Saugmund ausgeprägt und erlaubt der Kangal-Saugbarbe, Algen und Aufwuchs von Steinen abzuweiden.
  • Oliv- bis dunkelbraune Rückenfärbung mit hellerem Bauch; Jungfische sind oft kontrastreicher gefleckt, adulte Tiere wirken einfarbiger und leicht marmoriert.
  • Charakteristisch ist das stark veränderte Unterlippenfeld, das zu einer Haft- und Scheuerscheibe umgebildet ist; zusätzliche Barteln unterstützen die Nahrungssuche.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Kangal-Saugbarbe sind Geschlechtsunterschiede schwach ausgeprägt; während der Laichzeit zeigen Männchen oft dichtere Hauttuberkeln und eine schlankere Silhouette.

Lebensraum

In schnell bis mäßig fliessenden, gut sauerstoffversorgten Flachgewässern mit felsigem oder kiesigem Grund lebt die Art bevorzugt an Ufersteinen und Sohlkanten.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bach, Stausee, Teich

Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt

Bodengrund: Kies, Fels / Stein, Detritus / Laub, Pflanzenbestand

Temperatur: 10 - 28 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8.5

Ursprünglich kommt die Kangal-Saugbarbe aus dem Mesopotamien- und Kleinasienraum (Tigris‑Euphrat, Südtürkei und Levante); lokale Populationen existieren außerdem in Nebeneinzugsgebieten und wurden vereinzelt außerhalb der Ursprungsregion eingeführt.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Algenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser, Insektenfresser

Als Nahrung dienen der Kangal-Saugbarbe überwiegend Aufwuchs, Algen und Mikroorganismen; ergänzend werden Detritus und kleine Benthosorganismen aufgenommen.

Beute: Weidealgalien, Biofilm auf Steinen, kleine Insektenlarven und organisches Detritus werden typischerweise abgenagt.

Weidealgalien
Biofilm auf Steinen
kleine Insektenlarven und organisches Detritus werden typischerweise abgenagt.

Verbreitung

Region: Westasien

Länder: Türkei, Irak, Iran, Syrien, Israel, Jordanien

Ursprünglich kommt die Kangal-Saugbarbe aus dem Mesopotamien- und Kleinasienraum (Tigris‑Euphrat, Südtürkei und Levante); lokale Populationen existieren außerdem in Nebeneinzugsgebieten und wurden vereinzelt außerhalb der Ursprungsregion eingeführt.

Besonderheiten

  • Tagsüber aktiv, bei starker Strömung bevorzugt an geschützten Stellen.
  • Die Art bildet oft lockere Schwärme an Fressflächen; Revierverhalten ist gering, in der Laichzeit können einzelne Tiere territorial reagieren.
  • Standorttreu mit lokalen Verlagerungen entlang geeigneter Gewässerabschnitte; keine ausgeprägten Langstreckenwanderungen bekannt.
  • Laichablage in kiesigen oder steinigen Bereichen, Eier sinken zum Substrat.
  • Bei unsachgemäßen Fish‑Spa‑Betrieben besteht ein geringes Infektionsrisiko für Kunden mit offenen Wunden; hygienische Standards sind wichtig.
TagaktivAlgenfresser, Bodentierfresser, Detritusfresser...Die Art wird lokal als Aquarienfisch gehalten und...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Cyprinidae
Gattung
Garra
Art
rufa
Erstbeschreiber
Heckel, 1843

Morphologie

Körperform
Kompakter, stromlinienförmiger Körper mit kräftigem Kopf und abgeflachtem Unterbauch, der das Ansaugen an hartem Substrat erleichtert.
Maulstellung
Die Maulstellung ist als Saugmund ausgeprägt und erlaubt der Kangal-Saugbarbe, Algen und Aufwuchs von Steinen abzuweiden.
Geschlechtsunterschiede
Beim Kangal-Saugbarbe sind Geschlechtsunterschiede schwach ausgeprägt; während der Laichzeit zeigen Männchen oft dichtere Hauttuberkeln und eine schlankere Silhouette.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Laichablage in kiesigen oder steinigen Bereichen, Eier sinken zum Substrat.
Laichtyp
substrate_spawner
Brutpflege
Es wird keine nennenswerte Brutpflege betrieben; die Eier werden abgelegt und dem Verlauf der Strömung überlassen.

Verhalten

Aktivität
Tagsüber aktiv, bei starker Strömung bevorzugt an geschützten Stellen.
Sozialverhalten
Die Art bildet oft lockere Schwärme an Fressflächen; Revierverhalten ist gering, in der Laichzeit können einzelne Tiere territorial reagieren.
Wanderung
Standorttreu mit lokalen Verlagerungen entlang geeigneter Gewässerabschnitte; keine ausgeprägten Langstreckenwanderungen bekannt.
Endemisch
Nein

Nutzung

Fischerei
Kein bedeutender Fangbestand für die Lebensmittelwirtschaft; lokale Nutzung zum Verkauf an Aquaristik und Spa‑Branche kommt vor.
Aquakultur
Gering, aber relevant für die Aquaristik und den Markt der kosmetischen Anwendungen; gezielte Zucht für Spas wird kommerziell betrieben.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; Fachliteratur zu Garra rufa und regionalen faunistischen Übersichten.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 100 l

Temperatur

10 - 28 °C

pH-Wert

6.5 - 8.5

Karbonathärte

4 - 15 dKH

Schwimmzone

Bodennah, Mittlere Wasserschichten

Haltungsanspruch

In Gefangenschaft pflegeleicht bis mittel, benötigt saubere, gut durchströmte Becken.

Gruppengröße

Mindestens sechs Tiere halten, da die Kangal-Saugbarbe ein soziales Verhalten zeigt und in kleinen Gruppen gestresst reagiert.

Vergesellschaftung

Lässt sich mit ruhigen, nicht räuberischen Arten vergesellschaften; gegenüber langschnäuzigen oder langflossigen Arten können gelegentlich Knabberattacken auftreten.

Pflanzen

Pflanzen mit robusten Blättern (z. B. Echinodorus) sind meist unproblematisch, empfindliche Schwimmpflanzen können durch Weideverhalten geschädigt werden.

Strömung & Sauerstoff

Bevorzugt moderate bis starke Strömung, die das natürliche Weideverhalten an Aufwuchsstellen unterstützt.

Futterannahme

Akzeptiert in Gefangenschaft Algentabletten, Gemüse (z. B. Zucchini), sinkende Pellets und gelegentlich lebende oder gefrorene Beute.

Nachzucht

Nachzuchten gelingen mit gut durchströmtem Becken, variierender Temperatur und geeigneten Laichsubstraten; die Zucht gilt als mittelschwer etabliert.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Mittel