Atlantischer Stör
Acipenser oxyrinchus
Atlantischer Stör (Acipenser oxyrinchus), gehört zur Familie Acipenseridae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Ein langgestreckter, kräftiger Körper mit stromlinienförmigem Querschnitt und deutlichen Knochenplatten (Scutes) entlang der Flanken.
- Maulstellung: Das Maul sitzt leicht subterminal und ist vorstülpbar; diese Stellung hilft beim Absaugen von Bodentieren und kleinen Fischen.
- Ältere Tiere sind oberseits dunkelgrau bis braun, die Flanken heller und der Bauch deutlich aufgehellt; Jungfische sind meist gleichmäßig graubraun mit weniger hervortretenden Schilden.
- Kennzeichnend sind fünf Reihen von Knochenplatten (Scutes) entlang des Körpers, ein heterocerkaler Schwanz und vier empfindliche Barteln vor dem Unterkiefer.
- Geschlechtsunterschiede: Bei dieser Art werden Männchen ausgewachsener Weibchen tendenziell etwas kleiner; zur Laichzeit zeigen sich Geschlechtsunterschiede in der Körperform und Gestalt der Genitalregion.
Lebensraum
Die Art lebt sowohl in küstennahen Meeresbereichen und Flussmündungen als auch in Flüssen, wo sie zur Fortpflanzung aufsteigt.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Ästuar, Küstengewässer, Bodennah, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies, Schlamm, Detritus / Laub
Temperatur: 0 - 22 Grad C
Historisch kam Acipenser oxyrinchus im Nordatlantik vor, mit Populationen an der Nordamerikanischen Küste und vereinzelten Vorkommen in europäischen Gewässern; die Verbreitung ist durch Abnahme und Schutzmaßnahmen fragmentiert.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Krebstierfresser, Fischfresser, Weichtierfresser
Die Nahrung besteht überwiegend aus bodenbewohnenden Krebstieren, Weichtieren, Würmern und gelegentlich kleinen Fischen; die Art saugt Beute vom Substrat auf.
Beute: Typische Beutetiere sind Krebse, Miesmuscheln, Schnecken, Vielborster und kleine Fischarten, die in Flachwasser- und Mündungsbereichen vorkommen.
Verbreitung
Region: Nordamerika, Europa, Atlantik
Historisch kam Acipenser oxyrinchus im Nordatlantik vor, mit Populationen an der Nordamerikanischen Küste und vereinzelten Vorkommen in europäischen Gewässern; die Verbreitung ist durch Abnahme und Schutzmaßnahmen fragmentiert.
Galerie
Besonderheiten
- Vorwiegend dämmerungsaktiv und nachtaktiv in Nahrungsgebieten, während Zugphasen oft auch tagsüber aktiv.
- Junge Tiere sind gelegentlich in Gruppen zu finden, adulte Fische zeigen oft losen Geselligkeitsgrad ohne starke Schwarmbildung und sind während der Laichzeit in Wandergruppen unterwegs.
- Acipenser oxyrinchus ist anadrom: adulte Tiere wandern aus dem Meer in Flüsse zur Reproduktion, teils über große Distanzen.
- Die Art laicht in fließenden, kiesig-gerölligen Flussabschnitten; die Eier entwickeln sich als Freilaicher.
- Kein bekanntes direktes Gift; beim Handling auf die scharfen Scutes achten, um Verletzungen zu vermeiden.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Ordnung
- Acipenseriformes
- Familie
- Acipenseridae
- Gattung
- Acipenser
- Art
- oxyrinchus
- Erstbeschreiber
- Mitchill, 1815
Morphologie
- Körperform
- Ein langgestreckter, kräftiger Körper mit stromlinienförmigem Querschnitt und deutlichen Knochenplatten (Scutes) entlang der Flanken.
- Maulstellung
- Das Maul sitzt leicht subterminal und ist vorstülpbar; diese Stellung hilft beim Absaugen von Bodentieren und kleinen Fischen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Geschlechtsunterschiede
- Bei dieser Art werden Männchen ausgewachsener Weibchen tendenziell etwas kleiner; zur Laichzeit zeigen sich Geschlechtsunterschiede in der Körperform und Gestalt der Genitalregion.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art laicht in fließenden, kiesig-gerölligen Flussabschnitten; die Eier entwickeln sich als Freilaicher.
- Laichtyp
- Kieslaicher in strömungsreichen Flussabschnitten.
- Brutpflege
- Nach dem Ablegen der Eier erfolgt keine Brutpflege; die Eltern verlassen die Laichplätze nach dem Ablaichen.
Verhalten
- Aktivität
- Vorwiegend dämmerungsaktiv und nachtaktiv in Nahrungsgebieten, während Zugphasen oft auch tagsüber aktiv.
- Sozialverhalten
- Junge Tiere sind gelegentlich in Gruppen zu finden, adulte Fische zeigen oft losen Geselligkeitsgrad ohne starke Schwarmbildung und sind während der Laichzeit in Wandergruppen unterwegs.
- Wanderung
- Acipenser oxyrinchus ist anadrom: adulte Tiere wandern aus dem Meer in Flüsse zur Reproduktion, teils über große Distanzen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis, Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Früher intensiv befischt, heute weitgehend reguliert; kommerzielle Nutzung findet überwiegend in Zuchtbetrieben statt.
- Aquakultur
- Die Art wird in einigen Aquakulturen zur Produktion von Fleisch und Rogen gehalten, die Zucht ist technisch anspruchsvoll, aber etabliert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Anhang II
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, CITES, Fachliteratur zu Acipenseridae
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung63 °C
Mittelfett
Bei großen Fischen sind größere Grätenpartien vorhanden, filieren erfordert Erfahrung.
Schwer
Das Fleisch ist fest und aromatisch, eignet sich gut zum Räuchern oder als gebratenes Filet; Rogen wird als Kaviar verarbeitet.
Festes, dichtes Fleisch mit guter Struktur, das beim Räuchern saftig bleibt.
Filets, Rogen (Kaviar), seltener Rücken- oder Bauchstücke zum Räuchern.
Scutes entfernen und Haut an den Fillets belassen oder abziehen; bei Räuchern kann Haut schützen.
Räuchern, Grillen, Braten, Backen; Rogen wird für Caviar verarbeitet.
Filets je nach Dicke kurz und heiß braten oder bei niedriger Temperatur schonend garen; Räuchern erfolgt je nach Verfahren mehrere Stunden.
Zitrone, Dill, Petersilie und leichte Pfeffernoten passen gut zu dem festen Fleisch.
Gedünstetes Gemüse, Salzkartoffeln oder ein leichter Kartoffelsalat ergänzen die kräftige Textur.
Trockener Weißwein, leichter Riesling oder ein mildes Bier passen gut.
Rogen separat behandeln und bei Bedarf fachgerecht veredeln; beim Filetieren auf Scutes achten und Fleisch nicht übergaren.
Keine spezielle Toxizität bekannt; bei Konsum von Rohrogen auf zertifizierte Verarbeitung und Frische achten.

