Wimpelkarpfen
Mystus vittatus
Wimpelkarpfen (Mystus vittatus), gehört zur Familie Bagridae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Wimpelkarpfen hat einen seitlich leicht zusammengedrückten, schlanken Körperbau mit auffällig lang ausgezogener Schwanzflosse.
- Maulstellung: Beim Wimpelkarpfen ist das Maul endständig und wirkt mit den ausgeprägten Barteln ideal für das Aufspüren von Beute am Boden.
- Die Grundfarbe ist silbrig bis gelblich mit zwei markanten dunklen Längsstreifen auf jeder Körperseite. Die Schwanzflosse läuft zu auffälligen Spitzen aus.
- Lange Barteln rund um das Maul sind charakteristisch, zudem besitzt die Art einen Dorn an der Rücken- und Brustflosse.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Wimpelkarpfen sind Weibchen meist etwas größer und fülliger als die Männchen, äußerlich jedoch nur schwach zu unterscheiden.
Lebensraum
Typisch für den Wimpelkarpfen sind langsam fließende Flüsse, stehende Gewässer und Seen mit dichter Ufervegetation.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Teich, Sumpf
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 22 - 28 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Mystus vittatus ist in Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan weit verbreitet und findet sich in zahlreichen Flussbecken wie dem Ganges und Brahmaputra.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Algenfresser
Der Wimpelkarpfen ernährt sich überwiegend von Insektenlarven, kleinen Krebstieren und Pflanzenmaterial.
Beute: Hauptnahrung sind Bodentiere, Würmer, Wasserinsekten sowie gelegentlich Algen und Pflanzenreste.
Verbreitung
Region: Südasien, Südostasien, Ostasien
Länder: Indien, Bangladesch, Pakistan, Nepal
Mystus vittatus ist in Indien, Bangladesch, Nepal und Pakistan weit verbreitet und findet sich in zahlreichen Flussbecken wie dem Ganges und Brahmaputra.
Galerie
Besonderheiten
- Wimpelkarpfen sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
- Die Art lebt friedlich in kleinen Gruppen und zeigt nur geringe Aggressivität gegenüber Artgenossen.
- Die Art ist nicht wandernd und bleibt meist im selben Gewässerabschnitt.
- Die Eiablage erfolgt bevorzugt im Schutz dichter Wasserpflanzen während der Regenzeit.
- Vorsicht beim Handling, Stiche durch die Flossendornen können leichte Verletzungen verursachen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Bagridae
- Gattung
- Mystus
- Art
- vittatus
- Erstbeschreiber
- Bloch, 1794
- Synonyme
- Mystus tengara, Mystus bleekeri
Morphologie
- Körperform
- Der Wimpelkarpfen hat einen seitlich leicht zusammengedrückten, schlanken Körperbau mit auffällig lang ausgezogener Schwanzflosse.
- Maulstellung
- Beim Wimpelkarpfen ist das Maul endständig und wirkt mit den ausgeprägten Barteln ideal für das Aufspüren von Beute am Boden.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 8
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 16 - 20
- Wirbel
- 37 - 39
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Wimpelkarpfen sind Weibchen meist etwas größer und fülliger als die Männchen, äußerlich jedoch nur schwach zu unterscheiden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Eiablage erfolgt bevorzugt im Schutz dichter Wasserpflanzen während der Regenzeit.
- Laichtyp
- Pflanzenlaicher
- Brutpflege
- Eine Brutpflege nach dem Ablaichen findet beim Wimpelkarpfen nicht statt.
- Inkubation
- 3 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Wimpelkarpfen sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
- Sozialverhalten
- Die Art lebt friedlich in kleinen Gruppen und zeigt nur geringe Aggressivität gegenüber Artgenossen.
- Wanderung
- Die Art ist nicht wandernd und bleibt meist im selben Gewässerabschnitt.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Bedeutung hat der Fisch vor allem für lokale Märkte und kleinere Fischereien.
- Aquakultur
- In Asien wird die Art gelegentlich für Aquarien gezüchtet, ist wirtschaftlich aber unbedeutend.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 56
- Quellen
- FishBase, IUCN, GBIF, Talwar & Jhingran 1991, Günther 1864
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Morgendämmerung, Abenddämmerung, Nacht
Einfach
Fang- und Schonzeiten unterscheiden sich regional, genaue Vorschriften der lokalen Fischereibehörden beachten.
Mit leichten Handangeln, kleinen Ködern und feinem Gerät lassen sich Wimpelkarpfen gezielt in langsamen Flussabschnitten fangen.
Kleine Würmer, Insekten und Maden werden von dieser Art zuverlässig genommen.
Besonders gute Fangplätze sind verkrautete Uferbereiche, Flachwasserzonen und langsam fließende Kleinebenen.
Eine feine Stipprute oder Matchrute eignet sich am besten, gefischt wird meist nahe am Grund.
Nach starken Regenfällen können Fische besonders bei erhöhter Trübung aktiv werden.
In kühlen Monaten nehmen Aktivität und Beißwilligkeit ab, gezielte Fischerei ist dann wenig erfolgversprechend.
Die Bisse sind meist vorsichtig und äußern sich durch leicht zitternde Rutenspitzen.
Im Drill ist der Wimpelkarpfen wenig kampfstark, nutzt aber Pflanzen und Hindernisse zur Flucht.
Beim Abhaken ist auf die Stacheln an Brust- und Rückenflossen zu achten, am besten ein feuchtes Tuch nutzen.
Gemeinsamer Beifang: andere kleine Welse, Barben sowie Schmerlen.
Lange Barteln am Maul, zwei dunkle Seitenstreifen und eine auffällig gegabelte Schwanzflosse kennzeichnen die Art.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
88 kcal / 100 g
17 g / 100 g
Mager
Hoch
Viele feine Gräten erschweren das Filetieren spürbar.
Schwer
Das Fleisch ist hell, mild und gilt als wohlschmeckend, jedoch grätenreich.
Feines, zartes Fleisch, das jedoch viele kleine Gräten enthält.
Filets, ganze Fische für Suppen und Eintopfgerichte.
Die Haut ist essbar, sollte aber vor Zubereitung von Schleimresten sorgfältig gereinigt werden.
Geeignet sind Braten, Backen, Frittieren und der Einsatz in traditionellen Eintöpfen oder Currys.
Aufgrund der geringen Dicke genügen meist kurze Garzeiten von 6 bis 10 Minuten.
Ingwer, Kurkuma, Koriander, Kreuzkümmel und etwas Zitronengras passen ideal.
Klassische Beilagen sind Reis, gebratene Gemüse oder indisches Fladenbrot.
Zu Wimpelkarpfen empfehlen sich leichter Weißwein, helles Bier oder gesüßter Tee.
Vor dem Kochen Entschleimen sowie die Barteln entfernen, um das Aroma mild zu halten.
Rücken- und Brustflossenstacheln können beim Vorbereiten zu Verletzungen führen, nicht roh verzehren.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
22 - 28 °C
6.5 - 8
2 - 15 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Wimpelkarpfen sind robust und daher auch für engagierte Aquaristik-Einsteiger geeignet, sofern genügend Schwimmraum geboten wird.
Eine Gruppenhaltung von mindestens 4 bis 6 Tieren ist empfehlenswert, da der Fisch sozial eingestellt ist.
Der Wimpelkarpfen lässt sich mit anderen friedlichen Süßwasserfischen ähnlicher Größe gut vergesellschaften.
Wasserpflanzen werden nicht gefressen, bieten aber Verstecke und laichsubstrat.
Eine leichte Strömung mit sauerstoffreichem Wasser entspricht den natürlichen Ansprüchen, starker Durchfluss ist zu vermeiden.
Im Aquarium werden Frost-, Lebend- und hochwertige Trockenfutter problemlos aufgenommen.
Nicht für die Überwinterung im Freiland in europäischen Breiten geeignet.
Eine Nachzucht gelingt am besten bei weichem Wasser, erhöhter Temperatur und dichten Pflanzenbeständen als Laichplatz.
Mittel
Mittel

