Vimba
Vimba vimba
Vimba (Vimba vimba), gehört zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Schlank-spindelförmiger Körper mit gedrungener Kopfpartie; das Profil ist typisch für flussbewohnende Cypriniden.
- Maulstellung: Das Maul ist endständig und ermöglicht dem Vimba eine flexible Aufnahme von Wirbellosen und Plankton an der Wasseroberfläche wie in der Nähe des Substrats.
- Typisch ist eine silbrig glänzende Flankenfärbung mit dunklerem Rücken (Countershading); Laichfärbung der Männchen kann oliv bis bläulich dunkler ausfallen.
- Die Art besitzt keine auffälligen Barteln oder Rüsselbildungen; der Körperbau ist angepasst an Strömungslebensräume.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Vimba unterscheiden sich die Geschlechter zur Laichzeit: Männchen zeigen intensivere Kopf- und Flossenfärbung sowie geringfügig ausgeprägtere Laichausstattung.
Lebensraum
Vimba besiedelt mäßig bis schnell fließende Flüsse mit kiesigem oder sandigem Grund sowie angrenzende Überschwemmungsgebiete und Brackwasserbereiche in Flussmündungen.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Überschwemmungsgebiet, Ästuar, Küstengewässer
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies, Pflanzenbestand
Temperatur: 4 - 22 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Die Verbreitung von Vimba vimba erstreckt sich über viele Flusssysteme Europas; der Vimba kommt in küstennahen Einzugsgebieten des Atlantiks sowie im Mittelmeerraum in geeigneten Fließgewässern vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Zooplanktonfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser
Der Vimba ernährt sich überwiegend von aquatischen Insektenlarven, Kleinkrebsen und Zooplankton; juvenilen fehlt ein signifikanter Fischfraß in der Nahrung.
Beute: Bevorzugte Nahrung umfasst Insektenlarven (Eintagsfliegen, Steinfliegen), Amphipoden und planktonische Kleintiere.
Verbreitung
Region: Europa, Atlantik, Mittelmeer, Westasien, Nordafrika
Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei
Die Verbreitung von Vimba vimba erstreckt sich über viele Flusssysteme Europas; der Vimba kommt in küstennahen Einzugsgebieten des Atlantiks sowie im Mittelmeerraum in geeigneten Fließgewässern vor.
Galerie
Besonderheiten
- Vimba ist vorwiegend tagaktiv und intensiviert seine Aktivitäten während der Laichzeit im Frühjahr.
- Außerhalb der Laichzeit bildet die Art lockere Schwärme; zur Fortpflanzung versammeln sich adulte Tiere in laichplatztreuen Trupps.
- Vimba zieht in den meisten Populationen saisonal flussaufwärts zu Laichplätzen, ist also potamodrom.
- Laichwanderer, der kiesige Flachstellen zur Eiablage nutzt; Eier werden dem Substrat überlassen und nicht gepflegt.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Cypriniformes
- Unterordnung
- Cyprinoidei
- Familie
- Cyprinidae
- Gattung
- Vimba
- Art
- vimba
- Erstbeschreiber
- (Linnaeus, 1758)
- Synonyme
- Abramis vimba, Cyprinus vimba
Morphologie
- Körperform
- Schlank-spindelförmiger Körper mit gedrungener Kopfpartie; das Profil ist typisch für flussbewohnende Cypriniden.
- Maulstellung
- Das Maul ist endständig und ermöglicht dem Vimba eine flexible Aufnahme von Wirbellosen und Plankton an der Wasseroberfläche wie in der Nähe des Substrats.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 8 - 9
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Seitenlinie
- 52 - 62
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Vimba unterscheiden sich die Geschlechter zur Laichzeit: Männchen zeigen intensivere Kopf- und Flossenfärbung sowie geringfügig ausgeprägtere Laichausstattung.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Laichwanderer, der kiesige Flachstellen zur Eiablage nutzt; Eier werden dem Substrat überlassen und nicht gepflegt.
- Brutpflege
- Es findet keine Brutpflege statt; Eier und Larven entwickeln sich frei im Freiwasser bzw. an der Substratoberfläche.
Verhalten
- Aktivität
- Vimba ist vorwiegend tagaktiv und intensiviert seine Aktivitäten während der Laichzeit im Frühjahr.
- Sozialverhalten
- Außerhalb der Laichzeit bildet die Art lockere Schwärme; zur Fortpflanzung versammeln sich adulte Tiere in laichplatztreuen Trupps.
- Wanderung
- Vimba zieht in den meisten Populationen saisonal flussaufwärts zu Laichplätzen, ist also potamodrom.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Nur lokal und kleinmaßstäblich von Bedeutung; keine großindustriellen Fischereien auf diese Art bekannt.
- Aquakultur
- Geringe Relevanz für Aquakultur; Nachzucht ist nicht flächendeckend etabliert.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; Kottelat & Freyhof (2007) European freshwater fishes; GBIF.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Morgendämmerung, Vormittag, Nachmittag
Mittel
Zum Angeln auf Vimba werden in Flüssen besonders Posen- und Grundmontagen eingesetzt; während der Laichwanderung sind flache Kiesbereiche vielversprechend.
Kleinere Naturköder wie Maden, Würmer und kleine Köderfische sind sehr erfolgreich; an flachen Kiesstrecken funktionieren auch Partikel und Teige.
Erfolgreiche Fangplätze sind Kiesrinnen oberhalb von flachen Becken, Mündungsbereiche und strukturierte Ufer mit mäßiger Strömung.
Leichtes bis mittelschweres Gerät mit empfindlicher Bissanzeige, lange geführte Vorfächer und kleine Haken sind ratsam.
Bei stabilem Wetter sind Aktivitäten in laichnahem Frühjahr stärker, schwere Strömungen oder Hochwasser verringern die Bissfrequenz.
In der kalten Jahreszeit halten sich Vimba oft in tieferen, langsameren Abschnitten auf und sind weniger aktiv.
Die Bissanzeige ist oft fein und zögerlich; kleine wiederholte Zupfer oder langsames Wegdrehen der Pose sind typisch.
Auf Grund der schlanken Gestalt liefert ein mittelstarker Drill mit kurzen Fluchtversuchen, bei größeren Exemplaren kräftige Fluchten.
Schonender Umgang mit nassen Händen und kurze Luftkontakte sind wichtig; Rückgaben sollten zügig erfolgen.
Kleine Cypriniden wie Rotaugen oder Brassen können als Beifang auftreten.
Schlanker, silbrig glänzender Cyprinide mit dunklerem Rücken, 52–62 Seitenlinien-Schuppen und einem endständigen Maul.
Regionale Schonzeiten und Mindestmaße können gelten; vor Fang stets lokale Vorschriften prüfen.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und ZubereitungMittelfett
Kleine Gräten in der Mittelachse erfordern beim Filetieren Aufmerksamkeit, das Fleisch ist sonst gut verwertbar.
Mittel
Das Fleisch ist fein und mäßig fettig; geschmacklich ähnelt es anderen kleineren Flussfischen und eignet sich für vielseitige Zubereitung.
Festes, aber saftiges Fleisch mit gleichmäßiger Struktur.
Filets und Rogen sind verwertbar; ganze Zubereitung ist bei kleineren Exemplaren üblich.
Schuppen entfernen und bei mittleren Fischen Kopf abtrennen; Filetieren erfordert sorgfältiges Entfernen der Mittelgräte.
Braten, Grillen, Backen oder als Suppe sind bewährte Zubereitungen; kleinere Fische werden oft im Ganzen gebraten.
Kleine Filets benötigen nur wenige Minuten pro Seite bei mittlerer Hitze; ganze Fische je nach Größe 8–15 Minuten.
Zitrone, Petersilie, Dill und milde Pfeffergewürze passen gut.
Kartoffeln, gedünstetes Gemüse oder frische Salate ergänzen den Geschmack.
Leichte, trockene Weißweine oder spritzige Bierstile harmonieren gut.
Kleine Gräten beim Filetieren mit einem feinen Messer sauber entfernen; Rogen sollte frisch und kühl verarbeitet werden.

