Tanganjikasee-Leopardkuckuckswels
Synodontis petricola
Tanganjikasee-Leopardkuckuckswels (Synodontis petricola), gehört zur Familie Mochokidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Synodontis petricola besitzt einen kompakten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit typischer Welsform.
- Maulstellung: Das unterständige Maul des Tanganjikasee-Leopardkuckuckswels ermöglicht effizientes Absuchen des Bodens nach Nahrung.
- Die Art ist hellbraun bis gelblich mit zahlreichen schwarzen, runden Flecken am gesamten Körper und den Flossen. Die kontrastreiche Punktzeichnung ist das wichtigste Erkennungsmerkmal.
- Charakteristisch für diesen Wels sind drei Paar Barteln am Kopf sowie eine verhältnismäßig große Rückenflosse mit kräftigem Dorn.
- Geschlechtsunterschiede: Bei Synodontis petricola sind geschlechtsreife Weibchen meist etwas fülliger als Männchen, markant ausgeprägte Unterschiede bestehen jedoch nicht.
Lebensraum
Synodontis petricola lebt bevorzugt an felsigen Uferbereichen und Höhlen des Tanganjikasees, wo er sich tagsüber gerne versteckt.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: See, Höhle, Küstengewässer, Felsriff, Bodenlebend
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Fels / Stein
Temperatur: 23 - 28 Grad C
pH-Wert: 7.5 - 8.5
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Synodontis petricola liegt ausschließlich im Tanganjikasee; sie kommt rund um felsige Küstenbereiche aller Anrainerländer vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Algenfresser, Detritusfresser
Die Nahrung besteht überwiegend aus Insektenlarven, kleinen Krebstieren, Aufwuchs und organischem Detritus, ergänzt durch tierisches und pflanzliches Material.
Beute: Insektenlarven, kleine Krebstiere, Aufwuchs, Algen, Detritus.
Verbreitung
Region: Afrika südlich der Sahara
Länder: Demokratische Republik Kongo, Tansania, Sambia
Das natürliche Verbreitungsgebiet von Synodontis petricola liegt ausschließlich im Tanganjikasee; sie kommt rund um felsige Küstenbereiche aller Anrainerländer vor.
Galerie
Besonderheiten
- Dieser Wels ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und sucht bei Tageslicht Schutz zwischen Steinen.
- In Gruppen gehalten, ist Synodontis petricola friedlich und kann problemlos mit anderen Tanganjika-Bewohnern vergesellschaftet werden.
- Die Art ist standorttreu und unternimmt keine nennenswerten Wanderungen.
- Die Fortpflanzung kann kooperativ als Laichparasitismus in Gelege von Cichliden auftreten oder klassisch durch Ausstreuen von Eiern zwischen Steinen.
- Abgesehen von den Dornstrahlen bei unvorsichtiger Handhabung besteht keinerlei Risiko.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Ostariophysi
- Ordnung
- Siluriformes
- Familie
- Mochokidae
- Gattung
- Synodontis
- Art
- petricola
- Erstbeschreiber
- Matthes, 1959
- Synonyme
- Leopard-Kuckuckswels, Synodontis petricola, Dwarf Cuckoo Catfish
Morphologie
- Körperform
- Synodontis petricola besitzt einen kompakten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit typischer Welsform.
- Maulstellung
- Das unterständige Maul des Tanganjikasee-Leopardkuckuckswels ermöglicht effizientes Absuchen des Bodens nach Nahrung.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 1 - 1
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 7
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Geschlechtsunterschiede
- Bei Synodontis petricola sind geschlechtsreife Weibchen meist etwas fülliger als Männchen, markant ausgeprägte Unterschiede bestehen jedoch nicht.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzung kann kooperativ als Laichparasitismus in Gelege von Cichliden auftreten oder klassisch durch Ausstreuen von Eiern zwischen Steinen.
- Laichtyp
- Substratlaicher, gelegentlich Laichparasit bei Cichliden
- Brutpflege
- Direkte Brutpflege betreibt Synodontis petricola nicht. Die Eier werden sich selbst überlassen.
- Inkubation
- 4 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Dieser Wels ist überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv und sucht bei Tageslicht Schutz zwischen Steinen.
- Sozialverhalten
- In Gruppen gehalten, ist Synodontis petricola friedlich und kann problemlos mit anderen Tanganjika-Bewohnern vergesellschaftet werden.
- Wanderung
- Die Art ist standorttreu und unternimmt keine nennenswerten Wanderungen.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Für die lokale und internationale Aquaristik hat Synodontis petricola große Bedeutung, als Speisefisch spielt er keine Rolle.
- Aquakultur
- In spezialisierten Aquarienanlagen wird diese Art erfolgreich nachgezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Fishes of the World, Aquariumliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
23 - 28 °C
7.5 - 8.5
5 - 15 dKH
Bodennah
Die Haltung gelingt auch Einsteigern mit Erfahrung im Tanganjikasee-Aquarium; Wasserchemie und Struktur sollten an die Herkunft angepasst sein.
Eine Gruppe ab 5 Tieren fördert das natürliche Verhalten und die Sicherheit der Art.
Gut verträglich mit robusten ostafrikanischen Cichliden und anderen Felsaufenthaltenden Arten.
Da der Wels meist felsige Biotope bewohnt, werden robuste Pflanzen respektiert.
Eine mäßige Strömung unterstützt das Wohlbefinden im Aquarium.
Handelsübliches Futter, Frost- und Lebendfutter werden problemlos angenommen.
Eine Überwinterung im Freiland ist nicht möglich, da der Tanganjikasee-Leopardkuckuckswels ganzjährig tropische Temperaturen benötigt.
Eine Nachzucht gelingt am ehesten in größeren, strukturreichen Aquarien mit Anwesenheit von backenden Cichliden und Simulation von Regenzeitbedingungen.
Schwer
Gedämpft

