Tanganjika-Harlekinbuntbarsch
Julidochromis dickfeldi
Tanganjika-Harlekinbuntbarsch (Julidochromis dickfeldi), gehört zur Familie Cichlidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Kompakt und langgestreckt wirken die Tiere durch ihre seitlich abgeflachte Körperform sehr elegant. Der wissenschaftliche Name Julidochromis dickfeldi verweist auf die unverwechselbare Gestalt.
- Maulstellung: Beim Tanganjika-Harlekinbuntbarsch liegt das Maul endständig, was die gezielte Nahrungssuche an Stein- und Felsaufbauten ermöglicht.
- Deutliche dunkle Längsstreifen auf hellem, gelblich-braunem Grund prägen das Muster der Art. Jungtiere zeigen die Streifen von Anfang an.
- Robuste, kräftige Kiefer und eine lange, durchgehende Rückenflosse gehören zu den hervorstechenden anatomischen Merkmalen der Art.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Tanganjika-Harlekinbuntbarsch ist der Geschlechtsunterschied schwach ausgeprägt, Weibchen sind meist fülliger.
Lebensraum
Felsige Uferbereiche im Tanganjikasee sind der bevorzugte Lebensraum, in denen dieser Cichlide Höhlen und Spalten nutzt.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: See, Höhle, Felsriff, Bodenlebend
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Fels / Stein
Temperatur: 23 - 27 Grad C
pH-Wert: 7.8 - 9
Die Art Julidochromis dickfeldi ist ausschließlich endemisch im südlichen Teil des Tanganjikasees in Namibia vertreten und bevorzugt dort felsige Uferabschnitte.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser
Als Nahrung dienen kleine Wirbellose wie Krebstiere, Insektenlarven und gelegentlich Zooplankton, die gezielt von den Steinen abgeweidet werden.
Verbreitung
Region: Afrika südlich der Sahara
Länder: Namibia
Die Art Julidochromis dickfeldi ist ausschließlich endemisch im südlichen Teil des Tanganjikasees in Namibia vertreten und bevorzugt dort felsige Uferabschnitte.
Galerie
Besonderheiten
- Die Tiere sind überwiegend tagaktiv und in den frühen Morgenstunden besonders rege.
- Feste Paarbildung und die Bildung kleiner Reviere, die gegen Artgenossen durchaus verteidigt werden.
- Als standorttreuer Cichlide zeigt er keinerlei Wanderverhalten.
- In natürlichen Höhlen oder Spalten werden die Eier sicher abgelegt; es kommt zu elterlicher Brutpflege.
- Es sind keine Risiken für Menschen bekannt, auch bei Aquarienhaltung ist der Fisch unproblematisch.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Cichliformes
- Familie
- Cichlidae
- Gattung
- Julidochromis
- Art
- dickfeldi
- Erstbeschreiber
- Staeck, 1975
Morphologie
- Körperform
- Kompakt und langgestreckt wirken die Tiere durch ihre seitlich abgeflachte Körperform sehr elegant. Der wissenschaftliche Name Julidochromis dickfeldi verweist auf die unverwechselbare Gestalt.
- Maulstellung
- Beim Tanganjika-Harlekinbuntbarsch liegt das Maul endständig, was die gezielte Nahrungssuche an Stein- und Felsaufbauten ermöglicht.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 17 - 19
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 7 - 10
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 5 - 7
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Tanganjika-Harlekinbuntbarsch ist der Geschlechtsunterschied schwach ausgeprägt, Weibchen sind meist fülliger.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- In natürlichen Höhlen oder Spalten werden die Eier sicher abgelegt; es kommt zu elterlicher Brutpflege.
- Laichtyp
- Substratlaicher in Höhlen
- Brutpflege
- Julidochromis dickfeldi betreibt intensive biparentale Brutpflege, wobei beide Eltern die Eier bewachen und die Jungfische beschützen.
- Inkubation
- 6 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Die Tiere sind überwiegend tagaktiv und in den frühen Morgenstunden besonders rege.
- Sozialverhalten
- Feste Paarbildung und die Bildung kleiner Reviere, die gegen Artgenossen durchaus verteidigt werden.
- Wanderung
- Als standorttreuer Cichlide zeigt er keinerlei Wanderverhalten.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Afrotropis
Nutzung
- Fischerei
- Keine fischereiliche Relevanz, da die Art klein bleibt und endemisch ist.
- Aquakultur
- Erfolgreiche Nachzuchten im Aquarium sind etabliert, was die Wildbestände schont.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, GBIF, Fachliteratur Cichliden Ostafrika
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
23 - 27 °C
7.8 - 9
8 - 16 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Für erfahrene Halter mit Spezialisierung auf Tanganjikasee-Cichliden ist die Art gut geeignet. Ein Artbecken mit Felshöhlen und wenig hektischem Beibesatz wird empfohlen.
Die dauerhafte Haltung als Paar oder in kleiner, übersichtlicher Gruppe mit klaren Revierstrukturen ist optimal.
Vergesellschaftung gelingt gut mit robusten Tanganjika-Bewohnern ähnlicher Größe, friedliche Barben oder Salmler sollten gemieden werden.
Pflanzen werden von diesem Felsenbewohner meist ignoriert, bei typischer Biotopgestaltung sind ohnehin kaum Wasserpflanzen nötig.
Leichte bis moderate Strömung ist förderlich, starke Strömung sollte jedoch vermieden werden.
Frost- und Lebendfutter werden gerne angenommen, gelegentlich auch hochwertige Granulate mit hohem Proteinanteil.
Eine Überwinterung im Gartenteich ist für Julidochromis dickfeldi nicht geeignet, da er konstante Wassertemperaturen über 22 °C benötigt.
Nachzucht gelingt bei strukturreicher Einrichtung und ruhigen Bedingungen; Höhlen oder Spalten sind absolute Voraussetzung für die Eiablage.
Mittel
Mittel

