Steinpicker
Cottus poecilopus
Steinpicker (Cottus poecilopus), gehört zur Familie Cottidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Mit einem gedrungenen, großen Kopf und leicht abgeflachtem Körper ist der Steinpicker gut an das Leben am Grund kalter Bäche und Flüsse angepasst.
- Maulstellung: Das endständige Maul des Steinpickers ermöglicht es dieser Art, Beutetiere direkt vom Gewässergrund aufzunehmen.
- Typisch ist eine unregelmäßige, marmorierte Zeichnung aus braunen, gräulichen und beigen Tönen, mit deutlicher Musterung am Kopf und Flossenansätzen.
- Auffallend sind die breiten Brustflossen, die mit ihren kräftigen Strahlen eine gute Anpassung an strömungsreiche Lebensräume darstellen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Steinpicker sind die Männchen während der Fortpflanzungszeit dunkler gefärbt und bauen das Nest.
Lebensraum
Dieser Fisch lebt bevorzugt in kalten, sauerstoffreichen Bächen und Flüssen mit kiesigem oder steinigem Untergrund, oft in alpinen und borealen Regionen.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt, Subpolar
Bodengrund: Sand, Kies, Fels / Stein
Temperatur: 2 - 17 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8
Das Verbreitungsgebiet des Steinpickers (Cottus poecilopus) umfasst kalte Bäche, Flüsse und teilweise Seen in Mitteleuropa, Skandinavien, Polen, Baltikum bis Westsibirien.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser
Zur Nahrung des Steinpickers zählen hauptsächlich wirbellose Bodentiere wie Insektenlarven, kleine Krebstiere und Flohkrebse.
Beute: Besonders häufig frisst er Köcherfliegenlarven, Eintagsfliegenlarven und Kleinkrebse.
Verbreitung
Region: Europa
Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Finnland, Norwegen, Schweden, Russland
Das Verbreitungsgebiet des Steinpickers (Cottus poecilopus) umfasst kalte Bäche, Flüsse und teilweise Seen in Mitteleuropa, Skandinavien, Polen, Baltikum bis Westsibirien.
Galerie
Besonderheiten
- Steinpicker sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
- Außerhalb der Fortpflanzungszeit lebt die Art einzelgängerisch und verteidigt ihr Revier gegenüber Artgenossen.
- Die Art ist stark standorttreu und führt keine längeren Wanderungen durch.
- Steinpicker-Männchen besetzen und verteidigen eine Nistmulde unter Steinen, in die das Weibchen die Eier ablegt.
- Risiken bestehen weder für Menschen noch für andere Tierarten.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Paracanthopterygii
- Ordnung
- Scorpaeniformes
- Unterordnung
- Cottoidei
- Familie
- Cottidae
- Gattung
- Cottus
- Art
- poecilopus
- Erstbeschreiber
- Heckel, 1837
- Synonyme
- Cottus variabilis
Morphologie
- Körperform
- Mit einem gedrungenen, großen Kopf und leicht abgeflachtem Körper ist der Steinpicker gut an das Leben am Grund kalter Bäche und Flüsse angepasst.
- Maulstellung
- Das endständige Maul des Steinpickers ermöglicht es dieser Art, Beutetiere direkt vom Gewässergrund aufzunehmen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 6 - 8
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 16 - 20
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Weichstrahlen
- 12 - 17
- Seitenlinie
- 26 - 38
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Steinpicker sind die Männchen während der Fortpflanzungszeit dunkler gefärbt und bauen das Nest.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Steinpicker-Männchen besetzen und verteidigen eine Nistmulde unter Steinen, in die das Weibchen die Eier ablegt.
- Laichtyp
- Substratlaicher in kiesigen Bereichen unter Steinen.
- Brutpflege
- Nach dem Laichen bewacht und befächelt das Männchen die Gelege bis zum Schlupf der Larven.
- Inkubation
- 14 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Steinpicker sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
- Sozialverhalten
- Außerhalb der Fortpflanzungszeit lebt die Art einzelgängerisch und verteidigt ihr Revier gegenüber Artgenossen.
- Wanderung
- Die Art ist stark standorttreu und führt keine längeren Wanderungen durch.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Keine fischereiliche Bedeutung.
- Aquakultur
- Wird nicht kommerziell gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 44
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Bundesamt für Naturschutz, Kottelat & Freyhof 2007: Handbook of European Freshwater Fishes.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
2 - 17 °C
6.5 - 8
2 - 15 dKH
Bodennah
Für Kaltwasseraquarien ist der Steinpicker eher für erfahrene Halter geeignet, da er hohe Wasserqualität, Sauerstoffzufuhr und spezielle Strukturierung benötigt.
Einzelhaltung oder als Paar, da das Territorialverhalten bei Gruppierungen zu Aggression führen kann.
Vergesellschaftung ist nur mit kleinen, unaggressiven, ebenfalls kaltwasserliebenden Arten ratsam.
Wasserpflanzen werden vom Steinpicker nicht beachtet und können als Bodendeckung nützlich sein.
Klares, kühles Wasser mit starker bis mittlerer Strömung ist wichtig; Filtersysteme und Strömungspumpen sind empfohlen.
Kleine Frost- und Lebendfutterarten werden gut angenommen, Flockenfutter wird meist ignoriert.
Für den Gartenteich ist die Art ungeeignet, da sie starke Strömung und gleichbleibende Kühle bevorzugt.
Erfolgreiche Nachzucht gelingt nur unter naturnahen Bedingungen mit kühlem Wasser und geeigneten Verstecken.
Schwer
Gedämpft

