Seerosen-Zwergkaiserfisch
Centropyge argi
Seerosen-Zwergkaiserfisch (Centropyge argi), gehört zur Familie Pomacanthidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Beim Seerosen-Zwergkaiserfisch fällt der kompakte, seitlich stark abgeflachte Körper auf. Die für Kaiserfische typische hohe Rückenflosse ist ausgeprägt.
- Maulstellung: Der Seerosen-Zwergkaiserfisch besitzt ein kleines, endständiges Maul, das sich ideal zum Pflücken von Algen und Kleintieren aus Verstecken eignet.
- Auffällig ist die intensive, samtig-dunkelblaue Grundfärbung mit einem kräftigen, leuchtend orangen Gesicht. Die Flossenränder sind oft heller abgesetzt.
- Die Flossenmembranen sind robust. Wie für Pomacanthiden typisch, besitzen sie einen kräftigen Dorn an der Kiemendeckelrückseite.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Seerosen-Zwergkaiserfisch sind Geschlechtsunterschiede äußerlich kaum erkennbar. Gelegentlich sollen Männchen etwas größer werden.
Lebensraum
Bevorzugte Lebensräume sind die küstennahen Korallenriffe des westlichen Atlantiks. Die Art hält sich meist zwischen Steinen und Korallen in 3 bis 40 Metern Tiefe auf.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Korallenriff, Felsriff
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Fels / Stein, Korallenstruktur
Temperatur: 23 - 28 Grad C
pH-Wert: 8 - 8.5
Centropyge argi ist im westlichen Atlantik verbreitet, von Bermuda und Florida bis in die Karibik sowie an der Küste Südamerikas von Venezuela bis Brasilien.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Krebstierfresser, Zooplanktonfresser, Algenfresser, Detritusfresser
Die Art ernährt sich in freier Wildbahn überwiegend von Algen, kleinen Krebstieren, Borstenwürmern und Detritus.
Beute: Zur Nahrung zählen feine Grün- und Fadenalgen, kleine Krebse, Polychaeten und Zooplankton.
Verbreitung
Region: Atlantik, Karibik, Südamerika
Länder: Brasilien, Venezuela, Bermuda
Centropyge argi ist im westlichen Atlantik verbreitet, von Bermuda und Florida bis in die Karibik sowie an der Küste Südamerikas von Venezuela bis Brasilien.
Galerie
Besonderheiten
- Der kleine Kaiserfisch ist tagaktiv und bewegt sich bevorzugt während des Tages zwischen Korallenstrukturen.
- Die Tiere sind territorial und halten meist Einzelreviere oder kleine Harems mit einem Männchen und mehreren Weibchen.
- Centropyge argi ist ein standorttreuer Bewohner seines Riffs und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Die Art betreibt eine Freilaichstrategie mit pelagischem Laich. Nach dem Ablaichen erfolgt keine Brutpflege.
- Die Haltung birgt kaum Risiken für den Menschen. Für empfindliche Korallen kann die Art jedoch gelegentlich problematisch sein.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Unterordnung
- Percoidei
- Familie
- Pomacanthidae
- Gattung
- Centropyge
- Art
- argi
- Erstbeschreiber
- Woods & Kanazawa, 1951
- Synonyme
- Cherub-Kaiserfisch, Cherub Angelfish, Centropyge argi Woods & Kanazawa, 1951
Morphologie
- Körperform
- Beim Seerosen-Zwergkaiserfisch fällt der kompakte, seitlich stark abgeflachte Körper auf. Die für Kaiserfische typische hohe Rückenflosse ist ausgeprägt.
- Maulstellung
- Der Seerosen-Zwergkaiserfisch besitzt ein kleines, endständiges Maul, das sich ideal zum Pflücken von Algen und Kleintieren aus Verstecken eignet.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 14 - 15
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 15 - 16
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 17 - 18
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Seerosen-Zwergkaiserfisch sind Geschlechtsunterschiede äußerlich kaum erkennbar. Gelegentlich sollen Männchen etwas größer werden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art betreibt eine Freilaichstrategie mit pelagischem Laich. Nach dem Ablaichen erfolgt keine Brutpflege.
- Laichtyp
- Freiwasserlaicher
- Brutpflege
- Beim Seerosen-Zwergkaiserfisch erfolgt keine Brutpflege; die Eier treiben frei im Wasser und entwickeln sich pelagisch.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Der kleine Kaiserfisch ist tagaktiv und bewegt sich bevorzugt während des Tages zwischen Korallenstrukturen.
- Sozialverhalten
- Die Tiere sind territorial und halten meist Einzelreviere oder kleine Harems mit einem Männchen und mehreren Weibchen.
- Wanderung
- Centropyge argi ist ein standorttreuer Bewohner seines Riffs und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis, Neotropis
Nutzung
- Fischerei
- Für die kommerzielle Fischerei hat diese Art keine Bedeutung.
- Aquakultur
- Zucht im Aquarium gelingt gelegentlich, ist aber nicht weit verbreitet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, Fischnetz, Springer (2002), Burgess (1991): Zwerg-Kaiserfische.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 100 l
23 - 28 °C
8 - 8.5
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Die Art gilt als robust und eignet sich für engagierte Anfänger mit Erfahrung in Meerwasseraquaristik.
In Aquarien empfiehlt sich Einzelhaltung oder ein Harem mit einem Männchen und mehreren Weibchen.
Kann mit verschiedenen friedlichen Riffbewohnern vergesellschaftet werden, sollte aber nicht mit anderen Zwergkaiserfischen gehalten werden.
Die Art schadet typischen Riffpflanzen nicht, kann aber an manchen Weichkorallen picken.
Eine mäßige bis starke Strömung ist ideal und ahmt den natürlichen Rifflebensraum nach.
Im Aquarium nimmt die Art Flockenfutter, Frostfutter und pflanzliche Ergänzungen gut an.
Eine Haltung im Gartenteich ist nicht möglich, da es sich um eine rein marine, tropische Art handelt.
Zuchtversuche gelingen in spezialisierten Meerwasseraquarien mit getrennten Aufzuchtbecken.
Schwer
Hell

