Schokoladengurami
Sphaerichthys osphromenoides
Schokoladengurami (Sphaerichthys osphromenoides), gehört zur Familie Osphronemidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Körper ist seitlich abgeflacht und wirkt zierlich, was dem Schokoladengurami ein elegantes Erscheinungsbild verleiht.
- Maulstellung: Beim Schokoladengurami ist das Maul endständig und ermöglicht ihm das Aufnehmen kleiner Beutetiere nahe der Wasseroberfläche.
- Die Art zeigt eine schokoladenbraune Grundfärbung mit gelblichen bis goldenen, schmalen Querbändern. Flossenränder sind meist gelblich gezeichnet.
- Auffällig ist das kleine, etwas schräg stehende Maul und die langen Bauchflossen, die als Taster dienen.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Schokoladengurami sind die Geschlechter schwer unterscheidbar; Weibchen erscheinen oft etwas voller.
Lebensraum
Typisch für Schwarzwassergebiete mit stark huminstoffhaltigem, weichem und saurem Wasser sowie dichter Ufervegetation.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Bach, Teich, Feuchtgebiet, Sumpf
Klimazone: Tropisch
Bodengrund: Feinsediment, Detritus / Laub, Pflanzenbestand
Temperatur: 24 - 29 Grad C
pH-Wert: 4 - 6.5
Der Schokoladengurami ist in Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo verbreitet und besiedelt kleinfache, stehende bis langsam fließende Gewässer mit stark saurem Schwarzwasser.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Algenfresser
In der Natur ernährt sich der Schokoladengurami von kleinen Wirbellosen, Insektenlarven, Krebstieren und gelegentlich Algenaufwuchs.
Beute: Kleine Wasserinsekten, Mikro-Krebstiere, gelegentlich pflanzliche Kost.
Verbreitung
Region: Südostasien, Ostasien
Länder: Indonesien, Brunei, Malaysia
Der Schokoladengurami ist in Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo verbreitet und besiedelt kleinfache, stehende bis langsam fließende Gewässer mit stark saurem Schwarzwasser.
Galerie
Besonderheiten
- Schokoladenguramis zeigen ein überwiegend dämmerungs- und tagaktives Verhalten.
- Diese Fischart lebt oft in kleinen Gruppen, ist friedlich und zeigt seltenes innerartliches Territorialverhalten.
- Der Schokoladengurami ist überwiegend standorttreu und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Die Fortpflanzung erfolgt als Maulbrüter; meist trägt das Weibchen die Eier bis zum Schlupf im Maul.
- Für Menschen bestehen bei Haltung und Pflege keine Risiken.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Anabantomorpha
- Ordnung
- Anabantiformes
- Familie
- Osphronemidae
- Unterfamilie
- Luciocephalinae
- Gattung
- Sphaerichthys
- Art
- osphromenoides
- Erstbeschreiber
- Canestrini, 1860
- Synonyme
- Sphaerichthys selatanensis
Morphologie
- Körperform
- Der Körper ist seitlich abgeflacht und wirkt zierlich, was dem Schokoladengurami ein elegantes Erscheinungsbild verleiht.
- Maulstellung
- Beim Schokoladengurami ist das Maul endständig und ermöglicht ihm das Aufnehmen kleiner Beutetiere nahe der Wasseroberfläche.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 11 - 12
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 6 - 7
- Afterflosse Hartstrahlen
- 9 - 10
- Afterflosse Weichstrahlen
- 22 - 26
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Schokoladengurami sind die Geschlechter schwer unterscheidbar; Weibchen erscheinen oft etwas voller.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Die Fortpflanzung erfolgt als Maulbrüter; meist trägt das Weibchen die Eier bis zum Schlupf im Maul.
- Laichtyp
- Maulbrüter
- Brutpflege
- Das Weibchen übernimmt beim Schokoladengurami ausgeprägte Brutpflege durch Maulbrüten.
- Inkubation
- 14 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Schokoladenguramis zeigen ein überwiegend dämmerungs- und tagaktives Verhalten.
- Sozialverhalten
- Diese Fischart lebt oft in kleinen Gruppen, ist friedlich und zeigt seltenes innerartliches Territorialverhalten.
- Wanderung
- Der Schokoladengurami ist überwiegend standorttreu und zeigt kein ausgeprägtes Wanderverhalten.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Orientalis / Indomalaiische Region
Nutzung
- Fischerei
- Schokoladenguramis spielen in der lokalen Fischerei keine wirtschaftliche Rolle.
- Aquakultur
- Die Nachzucht ist mit Erfahrung im Hobbybereich möglich, für die kommerzielle Aquakultur aber unbedeutend.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 46
- Quellen
- FishBase, Seriously Fish, IUCN Red List, Baensch Aquarium Atlas
IUCN (2019). Sphaerichthys osphromenoides: globale Bewertung DD. https://doi.org/10.2305/IUCN.UK.2019-2.RLTS.T89808951A89808958.en. Datengrundlage: IUCN Red List 2026-1, https://doi.org/10.15468/0qnb58 (CC BY 4.0).
Teilprüfung am 22. Oktober 2026 (siehe Korrekturbericht für geprüfte Felder):
https://www.iucnredlist.org/species/89808951/89808958
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 60 l
24 - 29 °C
4 - 6.5
0 - 2 dKH
Mittlere Wasserschichten, Oberfläche
Für den Schokoladengurami ist besonderes Augenmerk auf Wasserwerte und ruhige Vergesellschaftung wichtig.
Eine kleine Gruppe ab 6 Tieren empfiehlt sich zur natürlichen Verhaltensbeobachtung.
Mit anderen friedlichen, ruhigen Arten aus weichem Wasser ist Vergesellschaftung möglich; keine schnellen, ruppigen Fische.
Die Art schädigt Aquarienpflanzen nicht und bevorzugt dichten Bewuchs.
Eine sanfte Strömung ohne starke Wasserbewegung ist optimal.
Feinfrost-, Lebend- und spezielles Trockenfutter werden bei langsamer Fütterung meist angenommen.
Die Überwinterung im Freien ist für Schokoladenguramis in gemäßigtem Klima nicht möglich.
Weiches, saures Wasser, ruhige Umgebung und getrennte Zuchtpaare sind für erfolgreiche Maulbrut entscheidend.
Schwer
Gedämpft

