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Schmetterlingsrochen

Gymnura altavela

Schmetterlingsrochen (Gymnura altavela), gehört zur Familie Gymnuridae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

100 cm, max 200 cmmax 60 kgbis 20 Jahre0-100 m TiefeFleischfresserKI-unterstuetzt

Merkmale

  • Körperform: Charakteristisch ist der sehr breite, abgeflachte Körper, der an Flügel erinnert und dem Gymnura altavela seinen deutschen Namen gibt.
  • Maulstellung: Beim Schmetterlingsrochen liegt das Maul unterständig und erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute.
  • Die Art zeigt eine einfarbig sandbraune bis graue Oberseite mit kontrastreichem, hellem Bauch – typisch für benthische Rochen als Tarnung.
  • Auffällig ist die extreme Breite mit fast dreieckiger Körperscheibe und extrem kurzen Schwanz, der kaum eine Schwanzflosse trägt.
  • Geschlechtsunterschiede: Beim Schmetterlingsrochen sind Männchen an den verlängerten Klaspern leicht von Weibchen zu unterscheiden.

Lebensraum

Schmetterlingsrochen bevorzugen flache Küstengewässer, ruhige Buchten oder sandige Bereiche bis 100 Meter Tiefe.

Wasserlebensraum: Meerwasser

Lebensraumtypen: Küstengewässer, Sandgrund, Bodennah

Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch

Bodengrund: Sand, Schlamm

Temperatur: 12 - 28 Grad C

Der Schmetterlingsrochen kommt im Ostatlantik von der Nordsee und den Britischen Inseln bis nach Angola vor, einschließlich Mittelmeer und westlichem Atlantik bis Brasilien.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Fischfresser

Der Schmetterlingsrochen ernährt sich überwiegend von bodenlebenden Krebsen, Weichtieren und kleinen Fischen.

Beute: Krebse, Garnelen, kleine Fische, Muscheln und Würmer

Krebse
Garnelen
kleine Fische

Verbreitung

Region: Atlantik, Mittelmeer, Nordsee, Europa, Westasien, Nordafrika, Südamerika, Afrika südlich der Sahara

Länder: Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Norwegen, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei, Brasilien, Angola

Der Schmetterlingsrochen kommt im Ostatlantik von der Nordsee und den Britischen Inseln bis nach Angola vor, einschließlich Mittelmeer und westlichem Atlantik bis Brasilien.

Besonderheiten

  • Die Art ist eher dämmerungs- und nachtaktiv und jagt bevorzugt in den kühleren Tageszeiten.
  • Meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, außerhalb der Fortpflanzungszeit wenig gesellig.
  • Saisonale Wanderungen in küstennahe Gewässer zwecks Fortpflanzung.
  • Die Art bringt nach innere Befruchtung lebende Jungtiere zur Welt.
  • Kein bekanntes Risiko für Badegäste oder Fischer.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivBodentierfresser, Krebstierfresser, Weichtierfres...In manchen Regionen als Speisefisch gefangen, ins...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Chondrichthyes
überordnung
Batoidea
Ordnung
Myliobatiformes
Familie
Gymnuridae
Gattung
Gymnura
Art
altavela
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Butterfly ray, Raja altavela

Morphologie

Körperform
Charakteristisch ist der sehr breite, abgeflachte Körper, der an Flügel erinnert und dem Gymnura altavela seinen deutschen Namen gibt.
Maulstellung
Beim Schmetterlingsrochen liegt das Maul unterständig und erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute.
Geschlechtsunterschiede
Beim Schmetterlingsrochen sind Männchen an den verlängerten Klaspern leicht von Weibchen zu unterscheiden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Ovovivipar
Modus
Die Art bringt nach innere Befruchtung lebende Jungtiere zur Welt.
Laichtyp
Vivipar – lebendgebärend nach Dotterzehrung.
Brutpflege
Nach der Geburt erfolgt keine Brutpflege; die Jungtiere sind direkt selbstständig.

Verhalten

Aktivität
Die Art ist eher dämmerungs- und nachtaktiv und jagt bevorzugt in den kühleren Tageszeiten.
Sozialverhalten
Meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, außerhalb der Fortpflanzungszeit wenig gesellig.
Wanderung
Saisonale Wanderungen in küstennahe Gewässer zwecks Fortpflanzung.
Endemisch
Nein

Nutzung

Fischerei
Früher häufiger Teil des Beifangs in Grundschleppnetzen, heute vielfach geschützt.
Aquakultur
Für die gezielte Aquakultur bislang nicht relevant.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; Catalog of Fishes; FAO Species Fact Sheets
Begriffskorrektur am 22. Oktober 2026: Unbelegte spezielle Habitatcodes aus früheren Teilwort-Ableitungen entfernt; keine neuen Lebensraumbehauptungen. Definitionen: https://oceanservice.noaa.gov/facts/pelagic.html ; https://www.fao.org/4/y4449e/y4449e04.htm

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kulinarische Kerntemperatur

60 °C

Energie

85 kcal / 100 g

Eiweiß

18 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Gering

Rochen haben knorpelige Platten anstelle klassischer Gräten, was den Verzehr erleichtert.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Das Fleisch des Schmetterlingsrochens ist mild und leicht süßlich.

  • Mild
Fleischstruktur

Das Fleisch ist zart, aber dennoch ausreichend fest für verschiedene Zubereitungen.

  • Fest
Verwertbare Teile

Die Flügelmuskelpakete und Teile des Schwanzes.

Hautzubereitung

Vor dem Garen empfiehlt es sich, die Haut zu entfernen, da sie recht zäh ist.

Zubereitungsarten

Ideal ist das Dämpfen, Dünsten oder Pochieren. Auch Grillen oder Zubereitung im Backofen ist möglich.

  • Grillen
  • Backen
  • Dämpfen
  • Pochieren
Garzeit

Kurze Garzeiten reichen, um das zarte Fleisch saftig zu halten.

Kräuter & Gewürze

Zitrone, Petersilie, Butter, Knoblauch, weißer Pfeffer

Beilagen

Gedämpftes Gemüse, Salzkartoffeln, Reis und Blattsalate

Getränke

Trockener Weißwein, helles Bier oder Mineralwasser

Vorbereitung

Die Entfernung der Haut erleichtert die Zubereitung und verbessert den Geschmack.

Warnhinweise

Keine spezifischen Risiken, bei fangfrischen Exemplaren auf sorgfältige Lagerung achten.

Sicheres Erhitzen

Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.