Schmetterlingsrochen
Gymnura altavela
Schmetterlingsrochen (Gymnura altavela), gehört zur Familie Gymnuridae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Körperform: Charakteristisch ist der sehr breite, abgeflachte Körper, der an Flügel erinnert und dem Gymnura altavela seinen deutschen Namen gibt.
- Maulstellung: Beim Schmetterlingsrochen liegt das Maul unterständig und erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute.
- Die Art zeigt eine einfarbig sandbraune bis graue Oberseite mit kontrastreichem, hellem Bauch – typisch für benthische Rochen als Tarnung.
- Auffällig ist die extreme Breite mit fast dreieckiger Körperscheibe und extrem kurzen Schwanz, der kaum eine Schwanzflosse trägt.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Schmetterlingsrochen sind Männchen an den verlängerten Klaspern leicht von Weibchen zu unterscheiden.
Lebensraum
Schmetterlingsrochen bevorzugen flache Küstengewässer, ruhige Buchten oder sandige Bereiche bis 100 Meter Tiefe.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Küstengewässer, Sandgrund, Bodennah
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm
Temperatur: 12 - 28 Grad C
Der Schmetterlingsrochen kommt im Ostatlantik von der Nordsee und den Britischen Inseln bis nach Angola vor, einschließlich Mittelmeer und westlichem Atlantik bis Brasilien.
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Nahrungsschwerpunkte: Bodentierfresser, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Fischfresser
Der Schmetterlingsrochen ernährt sich überwiegend von bodenlebenden Krebsen, Weichtieren und kleinen Fischen.
Beute: Krebse, Garnelen, kleine Fische, Muscheln und Würmer
Verbreitung
Region: Atlantik, Mittelmeer, Nordsee, Europa, Westasien, Nordafrika, Südamerika, Afrika südlich der Sahara
Länder: Belgien, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Vereinigtes Königreich, Niederlande, Norwegen, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei, Brasilien, Angola
Der Schmetterlingsrochen kommt im Ostatlantik von der Nordsee und den Britischen Inseln bis nach Angola vor, einschließlich Mittelmeer und westlichem Atlantik bis Brasilien.
Galerie
Besonderheiten
- Die Art ist eher dämmerungs- und nachtaktiv und jagt bevorzugt in den kühleren Tageszeiten.
- Meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, außerhalb der Fortpflanzungszeit wenig gesellig.
- Saisonale Wanderungen in küstennahe Gewässer zwecks Fortpflanzung.
- Die Art bringt nach innere Befruchtung lebende Jungtiere zur Welt.
- Kein bekanntes Risiko für Badegäste oder Fischer.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Chondrichthyes
- überordnung
- Batoidea
- Ordnung
- Myliobatiformes
- Familie
- Gymnuridae
- Gattung
- Gymnura
- Art
- altavela
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
- Synonyme
- Butterfly ray, Raja altavela
Morphologie
- Körperform
- Charakteristisch ist der sehr breite, abgeflachte Körper, der an Flügel erinnert und dem Gymnura altavela seinen deutschen Namen gibt.
- Maulstellung
- Beim Schmetterlingsrochen liegt das Maul unterständig und erleichtert das Absuchen des Bodens nach Beute.
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Schmetterlingsrochen sind Männchen an den verlängerten Klaspern leicht von Weibchen zu unterscheiden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovovivipar
- Modus
- Die Art bringt nach innere Befruchtung lebende Jungtiere zur Welt.
- Laichtyp
- Vivipar – lebendgebärend nach Dotterzehrung.
- Brutpflege
- Nach der Geburt erfolgt keine Brutpflege; die Jungtiere sind direkt selbstständig.
Verhalten
- Aktivität
- Die Art ist eher dämmerungs- und nachtaktiv und jagt bevorzugt in den kühleren Tageszeiten.
- Sozialverhalten
- Meist einzelgängerisch oder in kleinen Gruppen, außerhalb der Fortpflanzungszeit wenig gesellig.
- Wanderung
- Saisonale Wanderungen in küstennahe Gewässer zwecks Fortpflanzung.
- Endemisch
- Nein
Nutzung
- Fischerei
- Früher häufiger Teil des Beifangs in Grundschleppnetzen, heute vielfach geschützt.
- Aquakultur
- Für die gezielte Aquakultur bislang nicht relevant.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase; IUCN Red List; Catalog of Fishes; FAO Species Fact Sheets
Begriffskorrektur am 22. Oktober 2026: Unbelegte spezielle Habitatcodes aus früheren Teilwort-Ableitungen entfernt; keine neuen Lebensraumbehauptungen. Definitionen: https://oceanservice.noaa.gov/facts/pelagic.html ; https://www.fao.org/4/y4449e/y4449e04.htm
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
85 kcal / 100 g
18 g / 100 g
Mager
Gering
Rochen haben knorpelige Platten anstelle klassischer Gräten, was den Verzehr erleichtert.
Mittel
Das Fleisch des Schmetterlingsrochens ist mild und leicht süßlich.
Das Fleisch ist zart, aber dennoch ausreichend fest für verschiedene Zubereitungen.
Die Flügelmuskelpakete und Teile des Schwanzes.
Vor dem Garen empfiehlt es sich, die Haut zu entfernen, da sie recht zäh ist.
Ideal ist das Dämpfen, Dünsten oder Pochieren. Auch Grillen oder Zubereitung im Backofen ist möglich.
Kurze Garzeiten reichen, um das zarte Fleisch saftig zu halten.
Zitrone, Petersilie, Butter, Knoblauch, weißer Pfeffer
Gedämpftes Gemüse, Salzkartoffeln, Reis und Blattsalate
Trockener Weißwein, helles Bier oder Mineralwasser
Die Entfernung der Haut erleichtert die Zubereitung und verbessert den Geschmack.
Keine spezifischen Risiken, bei fangfrischen Exemplaren auf sorgfältige Lagerung achten.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.

