Schmetterlingsbarsch
Lepomis macrochirus microlepidotus
Schmetterlingsbarsch (Lepomis macrochirus microlepidotus), gehört zur Familie Centrarchidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Körperform ist seitlich abgeflacht und rundlich, wodurch sich der Schmetterlingsbarsch in dichter Vegetation geschickt bewegen kann.
- Maulstellung: Der Schmetterlingsbarsch besitzt ein endständiges Maul, wodurch er kleine Wasserinsekten und Krebstiere nahe der Vegetation effizient aufnehmen kann.
- Auffällig gefärbt mit bläulichen bis grünlichen Schattierungen und mehreren dunklen Flecken entlang der Flanken. Die Brustflossen sind meist orange bis gelb gefärbt.
- Die Kiemendeckel weisen einen charakteristischen dunklen Fleck auf, der bei der Unterscheidung von anderen Lepomis-Arten hilft.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Schmetterlingsbarsch sind die Männchen während der Laichzeit deutlich intensiver gefärbt als die Weibchen.
Lebensraum
Schmetterlingsbarsche bevorzugen flache, pflanzenreiche Seen und langsam fließende Flüsse mit sandigem bis schlammigem Untergrund.
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: Fluss, See, Teich, Überschwemmungsgebiet, Feuchtgebiet
Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Schlamm, Feinsediment, Pflanzenbestand
Temperatur: 15 - 33 Grad C
pH-Wert: 6 - 8.5
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südöstlichen Teil der USA, besonders Florida und angrenzende Bundesstaaten, bis in den Nordosten Mexikos. Der Schmetterlingsbarsch wurde teilweise auch in anderen Bundesstaaten ausgesetzt.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Bodentierfresser, Weichtierfresser, Algenfresser
Der Schmetterlingsbarsch ernährt sich von Wasserinsekten, kleinen Krebstieren, Würmern, aber auch Pflanzenteilen und Algen.
Beute: Kleinkrebse, Insektenlarven, Würmer, Schnecken, gelegentlich Wasserpflanzen.
Verbreitung
Region: Nordamerika, Mittelamerika
Länder: Vereinigte Staaten, Mexiko
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom südöstlichen Teil der USA, besonders Florida und angrenzende Bundesstaaten, bis in den Nordosten Mexikos. Der Schmetterlingsbarsch wurde teilweise auch in anderen Bundesstaaten ausgesetzt.
Galerie
Besonderheiten
- Vorwiegend tagaktiv, am aktivsten in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.
- Männchen sind zur Laichzeit revierbildend und verteidigen ihr Gelege, außerhalb der Fortpflanzung verhalten sie sich eher friedlich.
- Im Allgemeinen standorttreu, zur Laichzeit suchen sie bevorzugt flachere Areale auf.
- Die Art betreibt substratgebundene Fortpflanzung mit deutlich aktiver Gelegeverteidigung durch das Männchen.
- Keine relevanten Risiken.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Unterordnung
- Percoidei
- Familie
- Centrarchidae
- Gattung
- Lepomis
- Art
- macrochirus
- Erstbeschreiber
- Cope, 1870
- Synonyme
- Florida-Bluegill, Bluegill Microlepidotus
Morphologie
- Körperform
- Die Körperform ist seitlich abgeflacht und rundlich, wodurch sich der Schmetterlingsbarsch in dichter Vegetation geschickt bewegen kann.
- Maulstellung
- Der Schmetterlingsbarsch besitzt ein endständiges Maul, wodurch er kleine Wasserinsekten und Krebstiere nahe der Vegetation effizient aufnehmen kann.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 9 - 11
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 10 - 12
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 9 - 10
- Wirbel
- 29 - 31
- Seitenlinie
- 35 - 44
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Schmetterlingsbarsch sind die Männchen während der Laichzeit deutlich intensiver gefärbt als die Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Art betreibt substratgebundene Fortpflanzung mit deutlich aktiver Gelegeverteidigung durch das Männchen.
- Laichtyp
- Substratlaicher
- Brutpflege
- Das Männchen bewacht das Gelege und die schlüpfenden Jungfische intensiv.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Vorwiegend tagaktiv, am aktivsten in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden.
- Sozialverhalten
- Männchen sind zur Laichzeit revierbildend und verteidigen ihr Gelege, außerhalb der Fortpflanzung verhalten sie sich eher friedlich.
- Wanderung
- Im Allgemeinen standorttreu, zur Laichzeit suchen sie bevorzugt flachere Areale auf.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Nearktis
Nutzung
- Fischerei
- Regional von geringer Bedeutung für die Berufsfischerei, größere Rolle jedoch im Freizeitangeln.
- Aquakultur
- In Teichaquakultur und für kleinere Angelteiche lokal von Interesse.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN, North American Freshwater Fish Guide
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Vormittag, Nachmittag
Einfach
Erfolgreich lassen sich Schmetterlingsbarsche mit feiner Posenmontage oder Spinnrute sowie gezielt mit kleinen Kunst- und Naturködern angeln.
Regenwürmer, Insektenlarven oder kleine Spinner sind bewährte Köder für diese Art.
Aussichtsreiche Stellen liegen nahe am Ufer zwischen Wasserpflanzen sowie unter überhängender Vegetation.
Eine leichte bis mittlere Spinnrute oder Matchrute mit feiner Schnur und kleinem Haken eignet sich besonders gut.
Warme, leicht bewölkte Tage bringen meist den besten Erfolg; nach Wetterumschwung beißen sie kurzzeitig schlechter.
Im Winter ziehen sich die Fische in tiefere Teichzonen zurück und sind dann weniger aktiv, Bissfrequenz sinkt deutlich.
Bisse sind meist zügig und oft mit feinem Zupfen an der Pose oder leichten Rutenspitzenbewegungen verbunden.
Im Drill liefern größere Exemplare überraschend energische Fluchten, überschreiten aber selten mittlere Drillschwere.
Ein schonender Umgang mit feuchter Hand oder Kescher ist empfehlenswert, nach dem Fang schnell wieder zurücksetzen.
Amerikanischer Flussbarsch und kleinere Sonnenbarsche treten als Beifang auf.
Kennzeichen sind die abgeflachte Gestalt, der dunkle Fleck an den Kiemendeckeln und oft auffällig gefärbte Flossen.
Regionale Mindestmaße und Schonzeiten beachten, da die Art in manchen Gewässern unter Angelbeschränkungen fallen kann.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung60 °C
95 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mager
Die Art weist einen geringen Grätenanteil auf, was das Filetieren erleichtert.
Einfach
Schmetterlingsbarsch besitzt ein mildes, angenehm nussiges Aroma und wird in der US-Küche gerne frisch zubereitet.
Das Fleisch ist zart und gleichzeitig fest, die Filets sind feinblättrig.
Filet und Schwanzbereich werden bevorzugt verwendet.
Die dünne Haut kann bei kleinen Exemplaren mitverzehrt werden, bei großen Tieren besser enthäuten.
Panieren und Braten, aber auch Grillen oder Backen sind sehr beliebt für diese Art.
Je nach Filetstärke reichen 3–5 Minuten pro Seite zum Braten oder Grillen aus.
Petersilie, Dill, Zitronensaft und weißer Pfeffer harmonieren sehr gut.
Salzkartoffeln, Mais und frischer Salat werden gern dazu gereicht.
Ein leichter Weißwein oder erfrischende Zitronenlimonade passen hervorragend.
Vor der Zubereitung empfiehlt sich das Filetieren, anschließend kann das Fleisch leicht mariniert werden.
Es sind keine toxischen Bestandteile bekannt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 400 l
ab 2000 l
15 - 33 °C
6 - 8.5
3 - 20 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Robust, jedoch ist eine artgerechte Bepflanzung und ausreichende Revierbildung zur Laichzeit zu beachten.
Eine Haltung in kleinen Gruppen außerhalb der Fortpflanzungszeit ist möglich, zur Brutzeit Männchen besser separieren.
Lässt sich mit anderen robusten nordamerikanischen Arten vergesellschaften, jedoch nicht mit sehr kleinen Fischen.
Die Art toleriert Wasserpflanzen und schädigt diese in der Regel nicht.
Leichte Strömung wird toleriert, stehende bis langsam fließende Bereiche sind ideal.
Hochwertige Futterpellets, Insekten und Frostfutter werden gut angenommen.
In milden Klimazonen kann der Schmetterlingsbarsch ganzjährig im Teich überwintert werden, ausreichend tiefe Wasserzonen sind erforderlich.
Für die Nachzucht werden weicher Sandboden und Laichmulden in diskreten Flachwasserzonen benötigt.
Mittel
Mittel

