Rotflossen-Schleimfisch
Parablennius tentacularis
Rotflossen-Schleimfisch (Parablennius tentacularis), gehört zur Familie Blenniidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Die Art besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit relativ großem Kopf. Die typischen Barteln über den Augen fallen sofort ins Auge.
- Maulstellung: Beim Rotflossen-Schleimfisch liegt das Maul terminal und hilft dieser Art, Beutetiere gezielt von Stein- und Felsoberflächen zu lösen.
- Die Grundfärbung reicht von beige bis bräunlich und ist oft mit feinen dunklen Sprenkeln oder kleinen Flecken verziert. Rücken- und Schwanzflosse sind meist rötlich angehaucht, was den deutschen Namen erklärt. Über den Augen befinden sich auffällige Tentakel.
- Charakteristisch für diese Art sind deutliche, verzweigte Tentakel über den Augen. Ihr Kopf ist massig mit typischer Blenniiden-Maulpartie.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Rotflossen-Schleimfisch haben Männchen kräftigere Farben und während der Laichzeit oft eine stärker ausgeprägte Kopfform als Weibchen.
Lebensraum
Rotflossen-Schleimfische leben bevorzugt in Küstenregionen mit felsigem oder steinigem Grund, häufig in Buchten, Lagunen und Seegraswiesen bis etwa 15 m Tiefe.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: See, Lagune, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese, Bodenlebend
Klimazone: Gemäßigt, Subtropisch
Bodengrund: Fels / Stein, Pflanzenbestand
Temperatur: 12 - 28 Grad C
pH-Wert: 7.5 - 8.4
Parablennius tentacularis ist vom westlichen Mittelmeer über das Schwarze Meer bis zur nordwestafrikanischen Küste im östlichen Atlantik verbreitet.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Bodentierfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser, Weichtierfresser, Algenfresser, Detritusfresser
Die Ernährung besteht aus kleinen Krebstieren, Würmern, Insektenlarven, aber auch aus Algen und Detritus, was typisch für viele Blennien ist.
Beute: Kleinkrebse, Borstenwürmer, kleine Muscheln, Algenreste
Verbreitung
Region: Mittelmeer, Atlantik, Europa, Westasien, Nordafrika
Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei
Parablennius tentacularis ist vom westlichen Mittelmeer über das Schwarze Meer bis zur nordwestafrikanischen Küste im östlichen Atlantik verbreitet.
Galerie
Besonderheiten
- Typischerweise ist dieser Fisch tagaktiv und lässt sich gut bei der Nahrungssuche oder beim Revierverhalten beobachten.
- Rotflossen-Schleimfische sind außerhalb der Laichzeit eher einzelgängerisch und zeigen ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Die Art ist standorttreu und wandert nur wenig.
- Gelegt werden klebrige Eier, die an Felsspalten oder in Hohlräumen haften.
- Von dieser Art gehen keine Risiken für Menschen aus.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Percomorpha
- Ordnung
- Blenniiformes
- Familie
- Blenniidae
- Gattung
- Parablennius
- Art
- tentacularis
- Erstbeschreiber
- (Brünnich, 1768)
- Synonyme
- Blennius tentacularis
Morphologie
- Körperform
- Die Art besitzt einen langgestreckten, seitlich leicht abgeflachten Körper mit relativ großem Kopf. Die typischen Barteln über den Augen fallen sofort ins Auge.
- Maulstellung
- Beim Rotflossen-Schleimfisch liegt das Maul terminal und hilft dieser Art, Beutetiere gezielt von Stein- und Felsoberflächen zu lösen.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 13 - 14
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 15 - 17
- Afterflosse Hartstrahlen
- 2 - 2
- Afterflosse Weichstrahlen
- 15 - 17
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Rotflossen-Schleimfisch haben Männchen kräftigere Farben und während der Laichzeit oft eine stärker ausgeprägte Kopfform als Weibchen.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Gelegt werden klebrige Eier, die an Felsspalten oder in Hohlräumen haften.
- Laichtyp
- Substratlaicher, Höhlenlaicher
- Brutpflege
- Das Männchen bewacht die abgelegten Eier bis zum Schlupf intensiv.
- Inkubation
- 7 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Typischerweise ist dieser Fisch tagaktiv und lässt sich gut bei der Nahrungssuche oder beim Revierverhalten beobachten.
- Sozialverhalten
- Rotflossen-Schleimfische sind außerhalb der Laichzeit eher einzelgängerisch und zeigen ausgeprägtes Territorialverhalten.
- Wanderung
- Die Art ist standorttreu und wandert nur wenig.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- In der Fischerei spielt diese Art praktisch keine Rolle.
- Aquakultur
- Keine Bedeutung für die Aquakultur.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 46
- Quellen
- FishBase, IUCN, GBIF, BLENNIIDAE-Expertenliteratur
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 200 l
12 - 28 °C
7.5 - 8.4
8 - 16 dKH
Bodennah, Mittlere Wasserschichten
Die Haltung gelingt erfahrenen Meerwasseraquarianern, wenn strukturreiche Becken und geeignete Wasserwerte bereitgestellt werden.
Einzeln oder paarweise, da Männchen Reviere verteidigen.
Mit friedlichen, ähnlich großen Arten aus dem Mittelmeer problemlos möglich.
Mit Seegras, Algen und Muscheln im Aquarium gut verträglich.
Bevorzugt leichte Strömung, aber keine reißenden Strömungen.
In Gefangenschaft werden Frost- und Lebendfutter, später auch hochwertige Granulate oft akzeptiert.
Zur Nachzucht sind ruhige Reviere mit Höhlenangebot, stabilen Wasserwerten und eine bewachte Eiablage notwendig.
Schwer
Hell

