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Rotbarbe

Mullus surmuletus

Rotbarbe (Mullus surmuletus), gehoert zur Familie Mullidae, lebt in Süßwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

20 cm, max 40 cmmax 0.6 kgbis 10 Jahre0-300 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Die Rotbarbe besitzt einen schlanken, seitlich leicht abgeflachten Körper, der dem Rupfen von Bodenorganismen über dem Substrat vorbehaltlich günstig ist.
  • Maulstellung: Die Rotbarbe hat ein vorstülpbares Maul, mit dem sie Benthos im Sediment aufspürt und kleine Wirbellose herauszieht.
  • Die Rotbarbe ist typischerweise rötlich bis rosafarben mit zwei gelegentlich sichtbaren Längsstreifen bei Jungfischen; der Bauch ist heller und der Rücken etwas dunkler kontrastiert.
  • Die Rotbarbe verfügt über eine auffällige, empfindliche Bartel am Kinn, die der Art beim Aufspüren von Krebstieren und Würmern im Substrat dient.
  • Geschlechtsunterschiede: Bei der Rotbarbe zeigen Männchen während der Laichzeit oft intensivere Rottöne, ansonsten sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach dimorph.

Lebensraum

Die Rotbarbe besiedelt küstennahe, demersale Lebensräume und findet sich häufig über Sand- und Schlickgründen sowie an Rändern von Seegraswiesen und felsigen Bereichen.

Wasserlebensraum: Süßwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: See, Küstengewässer, Felsriff, Seegraswiese, Sandgrund, Schlammgrund, Bodennah, Bodenlebend

Klimazone: Subtropisch, Gemäßigt

Bodengrund: Sand, Fels / Stein, Schlamm, Pflanzenbestand

Temperatur: 6 - 24 Grad C

Die Rotbarbe (Mullus surmuletus) kommt im Nordost-Atlantik von Norwegen bis Westafrika sowie im Mittelmeer und angrenzenden Meeren vor und nutzt Küstenzonen bis in mittlere Schelfbereiche.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser, Weichtierfresser, Bodentierfresser

Die Rotbarbe ernährt sich überwiegend von wirbellosen Benthos-Organismen, die sie mit ihrer Bartel im Sediment aufstöbert.

Beute: Die Rotbarbe frisst vornehmlich kleine Krebse und Garnelen, Weichtiere (Muscheln, Schnecken), Borstenwürmer und gelegentlich kleine Fische.

Die Rotbarbe frisst vornehmlich kleine Krebse und Garnelen
Weichtiere (Muscheln
Schnecken)

Verbreitung

Region: Europa, Nordafrika, Westasien, Atlantik, Mittelmeer, Nordsee

Länder: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Zypern, Algerien, Ägypten, Spanien, Frankreich, Griechenland, Kroatien, Israel, Italien, Libanon, Libyen, Marokko, Montenegro, Malta, Norwegen, Palästinensische Gebiete, Slowenien, Syrien, Tunesien, Türkei

Die Rotbarbe (Mullus surmuletus) kommt im Nordost-Atlantik von Norwegen bis Westafrika sowie im Mittelmeer und angrenzenden Meeren vor und nutzt Küstenzonen bis in mittlere Schelfbereiche.

Besonderheiten

  • Die Rotbarbe ist überwiegend tagaktiv und nutzt ruhige Tageszeiten zum Nahrungserwerb, kann aber dämmerungsaktivität zeigen.
  • Die Rotbarbe bildet oft kleine Gruppen und hält sich in lockeren Schwärmen in küstennahen Bereichen zusammen.
  • Die Rotbarbe zeigt nur geringe saisonale Verlagerungen und ist überwiegend standorttreu mit lokalen Wanderungen zu Laichplätzen.
  • Die Rotbarbe laicht im Freiwasser und setzt pelagische Eier ab; es findet keine Brutpflege statt.
  • Die Rotbarbe kann wie andere Meeresfische Parasiten oder unverträgliche Schadstoffe akkumulieren; vor dem Verzehr sind handelsübliche Qualitäts- und Frischekontrollen zu beachten.
Tagaktiv, DämmerungsaktivKrebstierfresser, Weichtierfresser, BodentierfresserDie Rotbarbe wird lokal und kommerziell als Speis...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
überordnung
Percomorpha
Ordnung
Perciformes
Familie
Mullidae
Gattung
Mullus
Art
surmuletus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Die Rotbarbe besitzt einen schlanken, seitlich leicht abgeflachten Körper, der dem Rupfen von Bodenorganismen über dem Substrat vorbehaltlich günstig ist.
Maulstellung
Die Rotbarbe hat ein vorstülpbares Maul, mit dem sie Benthos im Sediment aufspürt und kleine Wirbellose herauszieht.
Geschlechtsunterschiede
Bei der Rotbarbe zeigen Männchen während der Laichzeit oft intensivere Rottöne, ansonsten sind Männchen und Weibchen äußerlich nur schwach dimorph.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Rotbarbe laicht im Freiwasser und setzt pelagische Eier ab; es findet keine Brutpflege statt.
Laichtyp
Freilaicher mit pelagischen Eiern.
Brutpflege
Die Rotbarbe betreibt nach der Eiablage keine Brutpflege.

Verhalten

Aktivität
Die Rotbarbe ist überwiegend tagaktiv und nutzt ruhige Tageszeiten zum Nahrungserwerb, kann aber dämmerungsaktivität zeigen.
Sozialverhalten
Die Rotbarbe bildet oft kleine Gruppen und hält sich in lockeren Schwärmen in küstennahen Bereichen zusammen.
Wanderung
Die Rotbarbe zeigt nur geringe saisonale Verlagerungen und ist überwiegend standorttreu mit lokalen Wanderungen zu Laichplätzen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Die Rotbarbe wird von Küstenfischerei, Grundschleppnetzen und Kleinnetzen befischt und ist wirtschaftlich bedeutsam in regionalen Fischmärkten.
Aquakultur
Die Rotbarbe hat nur geringe Bedeutung für die Aquakultur und wird kaum gezielt industriell gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase; IUCN Red List; FAO species catalogue

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer

Angelzeit

Morgendämmerung, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Die Rotbarbe wird mittels Grundschleppnetzen, Stellnetzen, Stellfallen und in der Küstenfischerei mit kleinen Netzen und Leinen gefangen; Angler nutzen oft Handangel und Brandungsgeräte.

Empfohlene Köder

Die Rotbarbe nimmt als Köder frische Garnelen, kleine Muscheln und Würmer; diese Naturköder sind für Angler besonders erfolgreich.

Fangplätze

Die Rotbarbe ist an sandigen Buchten, Seegrasrändern und küstennahen Rändern von Riffen zu finden; diese Stellen sind für Brandungs- und Bootsangler lohnend.

Ausrüstung

Für die Rotbarbe reichen leichte Küstengeräte mit dünner Schlagschnur und kleinen Haken sowie natürliche Köder wie Garnelen oder Teigstücke.

Wetter & Mond

Die Fangaktivität der Rotbarbe schwankt mit Wind und Wellen; ruhiges Wetter begünstigt das Angeln in flacheren Küstenbereichen.

Winterverhalten

Im Winter zieht die Rotbarbe oft in tiefere Schelfbereiche ab, sodass küstennahe Fänge seltener werden.

Bissanzeige

Die Rotbarbe zeigt beim Anbiss meist vorsichtige, zupfende Bisse, die eine feinfühlige Köderpräsentation erfordern.

Drillverhalten

Beim Drill zeigt die Rotbarbe eher kurzen, aber kräftigen Fluchten in Bodennähe; das Fischgewicht ist moderat.

Landung & Abhaken

Die Rotbarbe sollte zügig und schonend behandelt werden; bei Freilassung die Zeit außerhalb des Wassers kurz halten und das Tier unterstützend zurücksetzen.

Typischer Beifang

Bei Grundfischerei auf Rotbarbe tritt als Beifang häufig Kleinfisch und andere demersale Arten wie Grundeln oder Schollen auf.

Schnell erkennen

Die Rotbarbe ist an ihrer roten Färbung, der borstigen Kinnbartel und zwei getrennten Rückenflossen leicht zu erkennen.

Regelhinweis

Vor dem Fang der Rotbarbe sind lokale Mindestmaße und Fanglimits zu prüfen, da Bestimmungen regional variieren.

In der Küche

Für Küche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Energie

120 kcal / 100 g

Eiweiß

20 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Die Rotbarbe hat einen moderaten Grätenanteil, der beim Filetieren berücksichtigt werden muss.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Die Rotbarbe hat zartes, aromatisches Fleisch mit einer feinen, leicht süßlichen Note und wird in der mediterranen Küche geschätzt.

Fleischstruktur

Das Fleisch der Rotbarbe ist feintexturiert und zart, lässt sich gut als Filet verarbeiten.

Verwertbare Teile

Hauptsächlich Filets; Kopf und Karkasse eignen sich für Fonds und Suppen.

Hautzubereitung

Die Haut der Rotbarbe kann bei scharfem Braten knusprig zubereitet werden; vor dem Filetieren skalieren und ausnehmen.

Zubereitungsarten

Die Rotbarbe eignet sich zum Braten in der Pfanne, Grillen, Backen oder als Zutat in Suppen und Bouillabaisse.

Garzeit

Kleine Filets der Rotbarbe benötigen beim Braten nur kurze Garzeiten von wenigen Minuten pro Seite, bis das Fleisch gerade durch ist.

Kräuter & Gewürze

Zitronensaft, Petersilie, Knoblauch und milde Chili passen gut zur Rotbarbe.

Beilagen

Als Beilage passen geröstete Kartoffeln, grüner Salat oder Polenta zur Rotbarbe.

Getränke

Ein trockener, frischer Weißwein oder leichter Rosé harmoniert gut mit Rotbarbe.

Vorbereitung

Die Rotbarbe frisch verarbeiten, Kopf und Gräten für eine Brühe verwenden und die Bartel vor dem Servieren entfernen.