Röstlingsbarsch
Leiopotherapon unicolor
Röstlingsbarsch (Leiopotherapon unicolor), gehört zur Familie Terapontidae, lebt in Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Der Körper wirkt leicht zusammengedrückt und ist mäßig hoch gebaut, was für einen robusten und anpassungsfähigen Schwimmer sorgt.
- Maulstellung: Beim Röstlingsbarsch ist das Maul endständig, womit er Nahrung in unterschiedlichen Wasserschichten effizient aufnehmen kann.
- Die Grundfärbung variiert von silber über gräulich bis oliv mit metallisch glänzenden Flecken und dunkleren Rückenbereichen.
- Charakteristisch für diese Art ist die umfassende Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Salzgehalte und die Fähigkeit zur Atmung an der Wasseroberfläche bei Sauerstoffmangel.
- Geschlechtsunterschiede: Beim Röstlingsbarsch gibt es keinen signifikanten Geschlechtsdimorphismus; beide Geschlechter sehen sehr ähnlich aus.
Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst Flüsse, Seen und temporäre Billabongs im australischen Binnenland sowie küstennahe Süßwassergebiete.
Wasserlebensraum: Süßwasser, Brackwasser, Meerwasser
Lebensraumtypen: Fluss, Bach, See, Stausee, Sumpf, Küstengewässer
Klimazone: Tropisch, Subtropisch
Bodengrund: Sand, Schlamm, Pflanzenbestand
Temperatur: 16 - 35 Grad C
pH-Wert: 6.5 - 8.5
Leiopotherapon unicolor ist in weiten Teilen Australiens beheimatet und kommt vom tropischen Norden bis in die subtropischen Zonen Süd- und Westaustraliens vor.
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Fischfresser, Detritusfresser, Nahrungs-Generalist, Krebstierfresser
Der Röstlingsbarsch nimmt Insektenlarven, kleine Fische, Detritus, Pflanzenbestandteile und Krebstiere als Nahrung auf.
Beute: Zu den bevorzugten Beutetieren gehören Wasserkäfer, Larven, kleine Garnelen und gelegentlich Jungfische.
Verbreitung
Region: Australien, Ozeanien
Länder: Australien
Leiopotherapon unicolor ist in weiten Teilen Australiens beheimatet und kommt vom tropischen Norden bis in die subtropischen Zonen Süd- und Westaustraliens vor.
Galerie
Besonderheiten
- Überwiegend tagaktiv, kann jedoch auch in den frühen Abendstunden auf Nahrungssuche gehen.
- Jungtiere und Halbwüchsige treten oft in kleinen Gruppen auf, während ältere Individuen eher eine einzelgängerische Lebensweise bevorzugen.
- Zur Laichzeit werden wandernde Bewegungen in angrenzende Flussbereiche beobachtet.
- Das Weibchen legt klebrige Eier, die nach dem Ablaichen an Wasserpflanzen oder Substrat haften.
- Es bestehen keine spezifischen Risiken bei Nutzung oder Haltung dieser Fischart für Menschen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- überordnung
- Acanthopterygii
- Ordnung
- Perciformes
- Familie
- Terapontidae
- Gattung
- Leiopotherapon
- Art
- unicolor
- Erstbeschreiber
- Günther, 1859
- Synonyme
- Therapon unicolor
Morphologie
- Körperform
- Der Körper wirkt leicht zusammengedrückt und ist mäßig hoch gebaut, was für einen robusten und anpassungsfähigen Schwimmer sorgt.
- Maulstellung
- Beim Röstlingsbarsch ist das Maul endständig, womit er Nahrung in unterschiedlichen Wasserschichten effizient aufnehmen kann.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 12 - 13
- Rückenflosse Weichstrahlen
- 10 - 14
- Afterflosse Hartstrahlen
- 3 - 3
- Afterflosse Weichstrahlen
- 7 - 9
- Wirbel
- 24 - 26
- Seitenlinie
- 60 - 80
- Geschlechtsunterschiede
- Beim Röstlingsbarsch gibt es keinen signifikanten Geschlechtsdimorphismus; beide Geschlechter sehen sehr ähnlich aus.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Das Weibchen legt klebrige Eier, die nach dem Ablaichen an Wasserpflanzen oder Substrat haften.
- Laichtyp
- Substratlaicher, der auf festen Oberflächen ablaicht.
- Brutpflege
- Ein elterliches Brutverhalten ist nicht ausgeprägt; die Eier werden nach dem Laichen nicht mehr bewacht.
- Inkubation
- 2 Tage
Verhalten
- Aktivität
- Überwiegend tagaktiv, kann jedoch auch in den frühen Abendstunden auf Nahrungssuche gehen.
- Sozialverhalten
- Jungtiere und Halbwüchsige treten oft in kleinen Gruppen auf, während ältere Individuen eher eine einzelgängerische Lebensweise bevorzugen.
- Wanderung
- Zur Laichzeit werden wandernde Bewegungen in angrenzende Flussbereiche beobachtet.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Australis
Nutzung
- Fischerei
- Bedeutung vor allem im lokalen und Freizeitbereich, wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung.
- Aquakultur
- Wird regional in kleinen Aquakulturen gehalten, jedoch ohne industrielle Größenordnung.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Chromosomenzahl
- 48
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, Allen GR (1989): Freshwater Fishes of Australia
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer
Vormittag, Nachmittag
Einfach
Vor Ort können Mindestmaße oder Schonzeiten bestehen, bitte regional informieren.
Am besten eignen sich leichte Angelruten für das Angeln mit natürlichen Ködern im Fluss oder Stausee.
Würmer, kleine Fische oder Insektenlarven sind besonders fängig.
Gute Fänge werden oft an strömungsberuhigten Flussabschnitten und in Ausläufern von Billabongs gemacht.
Leichte bis mittelschwere Ruten mit kleiner Pose oder Grundmontage sind ideal.
Bei stabilem, warmem Wetter und nach Regenschauern ist die Beißlaune besonders hoch.
Die Art zieht sich bei sinkenden Wassertemperaturen in tiefere, wärmere Zonen zurück und beißt dann seltener.
Bisse machen sich oft als kräftige, teils ruckartige Bewegungen an der Rutenspitze bemerkbar.
Im Drill zeigt sich der Fisch kämpferisch, aber nicht ausdauernd, mit kurzen Fluchten.
Ein feuchtes Tuch und ein kescherartiger Unterfangkescher reduzieren Stress beim Landen.
Gelegentlich werden auch andere Süßwasserarten wie Barsch oder kleinere Krebsarten gefangen.
Gegliederte Rückenflosse, gesprenkelte Körperzeichnung und kompakter, hochrückiger Bau.
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Küche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung62 °C
98 kcal / 100 g
20 g / 100 g
Mager
Gering
Die Grätenstruktur ist einfach, das Filetieren gelingt problemlos.
Einfach
Das weiße Fleisch des Röstlingsbarschs ist mild und angenehm im Geschmack.
Das Filet weist eine feste, aber zarte Struktur auf.
Filet und Schwanzstücke eignen sich hervorragend für die Küche.
Die Haut kann mitgegart oder vor dem Verzehr abgezogen werden.
Braten, Backen und Grillen sind gängige Zubereitungen, auch für leichte australische Fischgerichte.
Die Garzeit ist gering, meist reichen wenige Minuten in der Pfanne oder auf dem Grill.
Kräuter wie Koriander, Petersilie, Zitronengras und milde Currys passen hervorragend.
Gemüse, Reis oder leichte Salate unterstreichen das Aroma gut.
Trockene Weißweine oder leichte australische Biere sind ideale Begleiter.
Das Filetieren gestaltet sich einfach und die Haut kann belassen oder entfernt werden.
Der Gargrad beschreibt die gewünschte Konsistenz und ist keine Sicherheitsfreigabe. Zur Verringerung von Infektionsrisiken empfiehlt das BfR mindestens 70 °C für zwei Minuten an allen Stellen. Ciguatoxine werden durch Kochen oder Einfrieren nicht beseitigt.
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Artgerechte Haltung
Für Aquarium & Teich
Wasserwerte, Raum und Zusammenlebenab 350 l
ab 2000 l
16 - 35 °C
6.5 - 8.5
2 - 20 dKH
Mittlere Wasserschichten, Bodennah
Im Aquarium zeigt sich der Röstlingsbarsch tolerant gegenüber Schwankungen in Wasserwerten, benötigt aber ausreichend Platz.
Jungtiere können in Gruppen gehalten werden, erwachsene Exemplare eher einzeln oder paarweise.
Am besten werden sie mit anderen robusten und ähnlich großen Süßwasserfischen vergesellschaftet.
Eine Bepflanzung ist möglich, robuste Pflanzenarten werden in der Regel nicht beschädigt.
Eine moderate Wasserbewegung wird bevorzugt, da der natürliche Lebensraum wechselnde Strömungen bietet.
Im Aquarium nimmt die Art problemlos Futterfisch, Flocken- und Frostfutter an.
Überwinterung draußen gelingt nur in Regionen ohne Frost, da die Art wärmeres Wasser bevorzugt.
Für die erfolgreiche Nachzucht wird eine Erhöhung der Temperatur auf 28°C sowie ein vegetationsreicher Bereich empfohlen.
Mittel
Anpassungsfähig

